Donnerstag wird im alten Ballsaal auf der Veddel Macbeth von William Shakespeare aufgeführt.
Es gibt nur eine einzige Aufführung: Donnerstag, 18 Sept. 2008 20:00 Uhr. Plätze kann man reservieren unter karten@elbdeich23.info, der Eintritt kostet 4,00 € bis 6,00 €.
Zuerst sehen sie einfach nur jung, gut und vital aus. Die erste Schlacht ist erfolgreich geschlagen, mit dem sich anschließenden Meeting haben sie nicht gerechnet. Doch hier gibt es die entscheidenden Vorhersagen für ihre Karriere – die Weichen scheinen gestellt: Die Karriere will gemacht werden, und da ist jedes Mittel recht. Oder ist alles eine große Falle? Mit jedem Mord rückt das zweite Meeting näher…
Der Regisseur Evgeni Mestetschkin schloß in Moskau an der Staatlichen Hochschule “GITIS” das Studium „Theater- und Zirkusregie“ ab und gründete 1994 mit Stephan Maria Fischer die Einfache Bühne (www.einfache-buehne.de) und hat hier bisher 18 Stücke inszeniert. Er unterrichtet und leitet
Theaterprojekte im In- und Ausland. Seit 1997 arbeiten Evgeni Mestetschkin und Christiane Hauch zusammen, für die Einfache Bühne und andere Projekte, wie z.B. Münchhausens tönende Abenteuer, Wege zum Ruhm und Europa entführt. Seine nächste Arbeit ist „da lenin da“, Eine dramatisch-fotografische Inszenierung. Große Oper für Gespenster, Mythen und Legenden. Ort: Museum für Kommunikation, Premiere: 09.10.2008.
Das Studio of Young Artists (SoYA) bietet in Hamburg eine in Deutschland bisher einzigartige Ausbildung in den Studiengängen Filmacting und Vocalbasics an. Die Schüler werden zu modernen Sängern oder Filmschauspielern ausgebildet. Diese intensive Grundlagenvermittlung ist bewusst ausgerichtet nach Voraussetzungen von Markt und Medien. Das Unterrichtskonzept folgt dem Leitmotiv „individuell-innovativ-international-intensiv“ und zeichnet sich aus durch Einzelunterricht, Praxisnähe und die Zusammenarbeit mit internationalen Dozenten, Casting-Agenturen und Musikproduzenten. www.soyaweb.com
Der Ort für die Macbeth Inszenierung ist hamburgweit einmalig. Es ist der Saal des Alten Ballhaus zur Veddel, dirket am Elbdeich gelegen. Vor über 85 fanden hier das letzte mal vergnügliche Abende statt und der Verein Kunst Bauen Stadtentwicklung (www.kubasta.de) hat dieses Kleinod wieder zum Leben erweckt. Ein transparentes Innenzelt sorgt für reizvolle Lichteffekte.
Programmvorschau
Di 23 Sept 08 19 Uhr DEICHBLICK : Dipl. Ing. H.J. Maass : Die Zukunft des Verkehrs
Mi 24 Sept 08 18 Uhr „historische, musikalische (Volks-) Küche“ : die 1970er Jahre
Fr 26 Sept 08 20 Uhr Ein Abend mit R.J. SCHLAGSEITE.
Sa 27 Sept 08 21 Uhr Zurück ! PASSIERZETTEL.
Di 30 Sept 08 19 Uhr DEICHBLICK Dipl-Ing. Gehad Ujeyl / TU Hamburg-Harburg:
Flächen- und Katastrophen-management überschwemmungsgefährdeter städtischer Gebiete als Konsequenz auf eine Risikozunahme durch Klimaänderung /
Do 02.10.08 20 Uhr FINISAGE :
Rück- & Ausblick / „historische, musikalische (Volks-) Küche“ : die 1980er Jahre
Hintergrund:
Ende des 19. Jh. war die Bebauung auf dem nördlichen Teil der Elbinsel Veddel dominiert durch Gründerzeithäuser mit Einzelhandelsgeschäften, Kleingewerbebetrieben und Gastwirtschaften. Zwischen den Elbbrücken existierte ein vitales Wohn- und Ausflugsquartier, das von einigen Zeitgenossen sogar als “Klein St. Pauli” bezeichnet wurde. Durch Autobahnbau, Hochwasserschutzmaßnahmen und die Einrichtung der Zollstation Veddel gingen fast alle Zeugnisse dieser urbanen Kultur verloren. Nur der Ballsaal am Veddeler Elbdeich 23 überlebte die Jahrzehnte und wurde zuletzt bis 2002 für Musikübungsräume im Keller und als Lagerraum einer Reinigungsfirma im Erdgeschoss genutzt. Von Außen stark überformt, ist doch im Innern noch viel vom früheren Charme erkennbar. (Historische Recherchen: IhreGeschichte - Joachim Räth)
Wie lange noch der Alte Ballsaal stehen wird ist ungewiss. Jahrelanger Leerstand haben dem Gebäude arg zugesetzt und die Stadtplanung hat große Pläne rund um die Hamburger Elbbrücken. Die Veddel und der Spreehafen markieren das nördliche Präsentationsgebiet der Internationalen Bauausstellung Hamburg (IBA Hamburg / www.iba-hamburg.de). Hier wird sich entscheiden, wie zukünftig die Hamburger Innenstadt enger mit den Elbinseln zusammenwächst. Als Ende 2007 die IBA Hamburg dazu aufrief, Ideen einzureichen, die auf originelle Weise auf den Ort eingehen und einen Mehrwert für die Stadt und den Stadtteil bedeuten, hat Mathias Lintl vom Verein Kunst Bauen Stadtentwicklung (KuBaSta) die Gelegenheit wahrgenommen, dem Ballsaal, wenn auch nur zeitlich befristet, wieder Leben einzuhauen.
Ab dem 21 August erwartet Sie dort eine Ausstellung zur Geschichte des Ortes und seiner Umgebung und ein reichhaltiges Kulturprogramm. Außerdem jeden Mittwoch ab 18 Uhr “musikalisch-historische Volksküche” : ein kulinarischer Streifzug mit Musik durch die 1920 - 1980er Jahre und interessante Vorträge. Gerne hört sich Joachim Räth, Historiker von der Veddel, ihre Geschichten zum Ort bei den Erzählcafes an, denn am Ende der sechs Woche soll eine kleine Publikation die Erkenntnisse zusammenfassen und dokumentieren. Weitere Informationen unter www.elbdeich23.info
Anfahrt:
Am Besten natürlich mit dem Fahrrad. Von Norden kommend gleich nach den Elbbrücken rechts. Ausschau halten nach dem Rundbunker an dem Bahngleise. Parkplätze für Autos sind vorhanden und Busse fahren auch: Der 154er vom Berliner Tor (bis 23.21) Ausstieg Veddel Markt, nachts der 640er zwischen Harburg und Hamburg Rathaus (bis 03.42 außer So.) und natürlich die S-Bahn 3. Vom Bahnhof Veddel sind es dann ca. 600m, einmal quer durch die Schumacher-Siedlung.
Idee, Konzept und Umsetzung: Mathias Lintl / Kunst Bauen Stadtentwicklung e.V.
Repsoldstr. 45 / 20097 Hamburg / Büro: Am Elbtunnel 2 / 20457 Hamburg
Tel 040-769 77 245 / 0163-1894200 / www.kubasta.de / inselvision@yahoo.de
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