Gewalt gegen Schülerinnen der Schule Slomanstieg. Warum war keine Polizei da?
Geschrieben von: Klaus in Jugend, VeddelAuf der Veddel hat sich ein bedauerliche Fall von brutaler Gewalt zwischen Mädchen ereignet.
Bei einer Auseinandersetzung ist auf der Veddel eine 13-Jährige schwer verletzt worden. Wochenlang sollen sich die Mädchen von der Schule Slomannstieg auf der Veddel und der Schule Griesstraße (Hamm) in einem Chatroom im Internet beleidigt haben. Am Montagvormittag stürmten mehrere Schülerinnen aus Hamm in das Schulgebäude auf der Veddel und rissen Türen zu Klassenräumen auf, um ihre Kontrahentinnen zu suchen. Unsere Schulleiterin Frau Kneuer hat daraufhin die Polizei gerufen, und ausdrücklich darum gebeten das diese bis nach Schulschluss vor Ort bleiben sollte, um eine Eskalation zu verhindern.
Weil die zuständige Wache Wilhelmsburg alle Wagen im Einsatz hatte, kam ein Fahrzeug der Wasserschutzpolizei. Allerdings rückten dieser kurz vor Schulschluss wieder ab, ohne das für Ersatz gesorgt wurde.
Kurz darauf trafen die Mädchen am Immanuelplatz wie befürchtet aufeinander. Zunächst schlug sich die 13-Jährige mit einer 14-Jährigen. Dann eskalierte die Situation. Zwei weitere Mädchen aus der Gruppe der etwa 20 um die Kontrahentinnen herumstehenden Schüler mischten sich ein. Laut Zeugen wurden bei der Schlägerei auch ein Messer und ein Teleskopschlagstock eingesetzt.
Die 13-jährige Katrin erlitt schwere Verletzungen an beiden Händen. Sehnen und Nerven wurden durchtrennt. Die Schnitte gingen teilweise bis auf die Knochen. Das Kind kam ins Krankenhaus Wilhelmstift. Dort musste es mehrere Stunden lang operiert werden. Die 16-jährige Vanessa zog sich eine kleine Stichwunde am Hals und eine Kopfplatzwunde zu. Auch sie kam ins Krankenhaus, konnte aber nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden.
Der Vorfall wird ein Parlamentarisches Nachspiel Haben. Carola Veit und Andreas Dressel wollen eine Anfrage an den Senat stellen. “Darin soll geklärt werden, warum die Polizei wieder abgerückt ist und ob Personalengpässe dazu geführt hatten”, sagt Dressel. Ärgerlich ist diese Angelegenheit schon deswegen, weil der Streit vorhersehbar war. Nicht nur die beiden gewalttätigen Mädchen waren in der Schule aufgetaucht, es hatten sich auch eine Gruppe schaulustiger Jugendlicher eingefunden.
Besorgniserregend ist allerdings auch die Tatsache, das bei der Auseinandersetzung diese zahlreich anwesenden Schüler offensichtlich nicht eingegriffen haben. Ihnen muss der Unterschied zwischen einer brutalen Schlägerei und einem Sportereigniss wohl noch einmal deutlich gemacht werden.
Carola Veit berichtet übrigens auf ihrer Webseite.
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tja,das ist wohl weil der olle ole massiv innerhalb der polizei spart . wir haben auf der veddel ja auch keinen bürgernahen beamten mehr.
die streifen die die polizei auf der veddel duchführt ,finden ja auch nur noch im peterwagen statt. also ich habe seit längerem keine fußstreife mehr auf der veddel gesehen.
also falls irgendwo was passiert , werden wir veddler warten müssen.
und sehr bedenklich, wenn eine erfahrende schulleiterin direkt drauf hinweist , das die herren beamten dies nicht ernst nehmen.
gruß
stefan( die linke veddel)
Hallo Stefan,
eigentlich haben wir ja einen Bünabe, auch Cop 4 U genannt, das ist Herr Jost. Ich habe ihn aber auch schon eine Weile nicht mehr gesehen. Irgendwer hat erzählt, er sei krank. Also Herr Jost, falls das stimmt, und falls Sie das hier lesen: Gute Besserung, wir vermissen Sie!
Hallo,
wir haben auch weiterhin einen Cop4you. Herr Stelter betreut nicht nur unsere Schule sondern noch eine zweite Schule in Wilhelmsburg.
Am Donnerstag war beim Sportfest der Cop4you und ein Kollege vor Ort.
Die Frage denke ich sollte aber immer noch sein, wie es angehen kann das 4 Veddeler Mädchen (die beiden Schülerinnen die von der Schule Griesstrasse gekommen sind wohnen auch auf der Veddel) sich trotz Anwesenheit vieler Jugendlicher und auch Erwachsener so prügeln können. Ein Lob als Mutter von 2 Kindern und auch Betroffene von psychischer Gewalt von Erwachsenen gegen das eigene Kind, an die Schulleitung, die sehr schnell das Gespräch mit der Polizei sucht wenn es Auffälligkeiten gibt.
Und sowohl Herr Johst als auch Herr Stelter gehen jeden noch so “belanglosen” Tatvorgang nach.
Hallo, ich glaub es hakkt!
Ich war dabei, bei der Schlägerei.
Hier in der Erzählung steht die 13 Jährige K.(*) und ihre große Schwester als Opfer, aber NEIN das stimmt nicht. Sie hatten die Waffen dabei und die V.(*) und ihre Freundin waren die Opfer. Wenn sie nicht dabei waren haben sie auch kein Grund sich darüber zu äußern. Ach und die liebe Frau Kneuer, wird hier als Vorbild dargestellt, dabei stimmt das nicht, denn sie stellt ihre Schule gut da und die Schule Hamm schlecht. Dabei wissen alle, die da waren, was die Wahrheit ist und war.
Anmerkung: (*) Die Namen habe ich aufgrund des Persönlichkeitsschutzes unkenntlich gemacht, die Beteiligten waren minderjährig. Der Webmaster.
Sehr geehrte Zeugin,
die Schule in Hamm trifft kein Verschulden, denn die an dem Vorfall beteiligten Schülerinnen haben an dem Tag am Unterricht teilgenommen. Der Unterricht war zu dem Zeitpunkt der Vorfälle bereits beendet.
Mir liegt keine Aussage vor, wie es dazu gekommen ist, aber der 13-Jährigen Schülerin K. wurde ein Finger fast abgetrennt. Das ist Grund genug, sie als Opfer zu sehen, und zwar auch, wenn Sie es war die ein Messer in die Auseinandersetzung mitgebracht hat. Sie ist eben auch ein Opfer ihres eigenen Handelns geworden.
Was mich irritiert, ist die Aussage, das es bei der Auseinandersetzung zahlreiche Zuschauer gegeben hätte, die in Erwartung der Auseinandersetzung zusammengeströmt waren, als handele es sich um einen Boxkampf im Fernsehen.
Was mich irritiert ist die Aussage, die Mädchen hätten sich zu dieser Schlägerei im Internet verabredet, anstatt, wie es sich für jeden vernünftigen Menschen gehört, dieser Auseinandersetzung aus dem Wege zu gehen.
Was mich irritiert ist die Tatsache, das die Polizei, obwohl von der erwarteten Eskalation verständigt, nicht vor Ort war.
Aus meiner Sicht hat sich jeder, der an dieser Auseinandersetzung beteiligt war Gelegenheit sich ihr zu entziehen. Aus diesem Grund ist es auch unnötig zu überlegen, wer Täter und wer Opfer war. Jedem muss klar gewesen sein, das Gewalt angewendet werden würde, und deshalb hat jeder auch einen Teil der Schuld.
Das gilt meiner Ansicht nach auch für die Zuschauer, die zusammengeströmt waren. Sollte unter ihnen ein Erwachsener gewesen sein, der einee Gelegenheit einzugreifen versäumt hat, hätte er sich wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar gemacht.
Gewalt ist keine akzeptable Form der Auseinandersetzung. Sich in Internet-Chats übel zu beleidigen auch nicht. Nur Derjenige handelt verantwortungsvoll und ehrenhaft, der sich beidem entzieht.