In der letzten Wahlperiode beschloss die Bürgerschaft, 500.000 Euro für die Umgestaltung des Wilhelmsburger Platzes und die Errichtung des Kunstwerkes “Wings of Hope” bereitzustellen. Vor allem von der Umgestaltung des Platzes erhofften wir uns eine bessere Anbindung der BallinStadt an die Veddel. Doch während der Schwarz-Grünen Koalitionsverhandlungen wurden dem Bezirksamt die bereits bereitgestellten Mittel wieder entzogen. Unsere Bürgerschaftsabgeordnete Carola Veit fasste jetzt nach:
Ihre Anfrage ergab jetzt, dass der Senat das Kunstwerk nicht mehr bauen will. Ursprünglich war das Kunstwerk auf dem Gelände der BallinStadt vorgesehen. Eine sehr dominante Mauerspirale mit den Namen sämtlicher bekannter Amerika-Auswanderer hätten auch wir uns gut vorstellen können. Schließlich war die Veddel – neben Bremerhaven – der letzte Standort Zehntausender von Auswanderern, die ihr Glück in der Neuen Welt suchten. Später wurde der Standort der Spirale aus hohen Mauern auf den Wilhelmsburger Platz verlegt – eine auf der Veddel umstrittene Entscheidung. Zusätzlich wurde beschlossen, den Wilhelmsburger Platz mit umzugestalten.
Jetzt hat der Senat den Plan, ein Kunstwerk zu errichten, ersatzlos gestrichen. Begründung: Das Ersuchen der Bürgerschaft sei mit Ablauf der 18. Legislaturperiode „der Diskontinuität unterfallen”. Das ist schon bemerkenswert. Die Bürgerschaft hat beschlossen, dass die Veddel ein großes, sichtbares Kunstwerk erhalten soll. Damals hat sich der Senat damit gebrüstet, die Veddel aufwerten zu wollen. Davon will er nun nichts mehr wissen.
Der Hinweis auf Diskontinuität ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die sich wirklich um die Veddel bemühen – und eine billige und peinliche Ausrede. Die insgesamt 500.000 Euro könne die Veddel in jedem Fall dringend gebrauchen. Die Notwendigkeit einer Umgestaltung des Wilhelmsburger Platzes unterfällt entgegen der Senatsmeinung keineswegs irgendeiner Diskontinuität.
In der Bezirksversammlung haben wir noch einmal die Initiative ergriffen, und zu diesem Thema einen Antrag eingebracht. Wenn schon das Denkmal gestrichen wird, wollen wir wenigstens, das der Platz umgestaltet wird. Auch wenn der Antrag beschlossen werden wird, steht der Erfolg eher in den Sternen.
Der CDU-Senat hatte die Veddel als einen „Brückenstadtteil” definiert und mit verschiedenen Ankündigungen den Eindruck erweckt, für die Aufwertung des Wohnquartiers erhebliche Investitionen vornehmen zu wollen. Geblieben ist davon kaum etwas. Misstrauisch stimmt in diesem Zusammenhang, dass auch im Rahmen der Konjunkturprogramme keine einzige Maßnahme für die Veddel auftaucht.
Über die Wings of Hope berichtet auch Carola Veit und hh-heute.



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