Bei Bauvorhaben werden immer wieder Biotope gestört oder Lebensräume beeinträchtigt. Um einen Ausgleich zu schaffen, muss dafür an anderer Stelle eine Ausgleichsmaßnahme geschaffen werden, damit der Natur, wilde Tiere und Pflanzen Raum zum Überleben finden.
Wie so oft läuft dieses System über Geldzahlungen ab. Ein Bauherr muss eine bestimmte Summe in einen Fonds einzahlen, aus dem an anderer Stelle Umweltmaßnahmen finanziert werden.
In Hamburg-Mitte fallen oft Gelder für Umweltausgleiche an. Gerade auf den Elbinseln mit ihren Hafen-, Industie- und Gewerbeflächen werden viele Baumaßnahmen verwirklicht, die unter die entsprechenden Regelungen fallen. Aber gerade Wilhelmsburg besitzt auch viele unbebaute Flächen auf denen man etwas für den Umweltschutz tun kann.
Leider werden die von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) verwalteten Gelder oft in anderen Bezirken eingesetzt. Kenner der Materie berichteten mir, das vor allem Bergedorf profitieren würde, deuteten an es gäbe bei den zuständigen Sachbearbeitern in der BSU entsprechende Vorlieben. Ob das wahr ist weiß ich allerdings nicht.
Tatsache ist aber, das der Bezirk Harburg durchgesetzt hat, das dort “erwirtschaftete” Gelder für den Umweltausgleich auch in Harburg wieder eingesetzt werden müssen. Ich finde, das sollten wir in Hamburg-Mitte auch so halten, denn schließlich gibt es im Bezirk viel zu tun. Ich empfehle hier nur als Beispiel einmal eine Fahrradtour durch den grünen Osten von Wilhelmsburg.
Deshalb habe ich für die heutige Bezirksversammlung einen entsprechenden Antrag formuliert, der uns hoffentlich ein Stück weiter bringt. Denn es ist ja nicht enzusehen, das Hamburg-Mitte auf diesem Feld schlechter behandelt wird als andere Bezirke.
