Autobahn? Müll!

Autobahn? Müll!

Heute war die große Demonstration gegen die Verkehrspläne des Senates. Wilhelmsburger, Veddeler und ihre Freunde demonstrierten gemeinsam gegen neue Autobahnen auf den Elbinseln.

Um die eintausend Demonstranten zogen vom Marktplatz in Kirchdorf-Süd zum Rathaus Wilhelmsburg, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Eintausend sind etwas weniger als  zwei Prozent der Bevölkerung, wenn also die Hamburger mit einer gleichen Beteiligung demonstrieren würden, ständen 35.000 Menschen vor der Bannmeile des Rathauses.

Neben der Parole das es keine neuen Autobahnen über Wilhelmsburg geben dürfe, wurde immer wieder die Forderung nach einem Verkehrskonzept laut. Ein solches Konzept wurde auf unsere Initiative hin auch von der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte gefordert.

Hier einige Eindrücke von der Demonstration:

(Animation von 105 Bildern, benötigt Flash. Sollte die Animation nicht starten finden sie die Bilder auch hier)

Auf der Brücke über die Bahn wartete Musik auf uns:

Die Kundgebung endete mit viel guter Laune:

Unser Antrag aus der Bezirksversammlung:

BEZIRSVERSAMMLUNG

Hamburg-Mitte


Drucksache 19/

19. Wahlperiode                                                                               20.01.2009

Antrag

der Mitglieder Klaus Lübke, Fred Rebensdorf, Bayram Inan (SPD), Michael Osterburg, Jutta Kodrzynski (GAL) und Fraktionen vom 20.01.2009

Betr.:  Wir brauchen eine Verkehrskonferenz für den großen Wurf auf den Elbinseln

Der Regionalbereich Wilhelmsburg-Veddel liegt zwischen Deutschlands größten Hafen und den westlichsten Querungen der Elbe in einem Kreuzungsbereich zahlreicher Verkehrsströme. Neben der Umfuhr und den notwendigen Hinterlandanbindungen des Hafens treffen hier Fern- und Pendelverkehr, Personen- und Frachttransport, Straßen- und Schienenverkehr aufeinander.

Seit vielen Jahren wird über die Verbesserung der Verkehrssituation diskutiert. Dabei meldet sich berechtigterweise auch die Wohnbevölkerung immer wieder zu Wort, dessen Interessen in einem angemessenen Ausgleich zu berücksichtigen sind.

Zurzeit stehen wichtige Veränderungen, wie die Verkleinerung des Freihafens an. Gleichzeitig werden große Verkehrsprojekte, wie die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße diskutiert.

Was wir jetzt brauchen sind keine Teillösungen. Was wir jetzt brauchen ist ein großer Wurf, ein Plan der die notwendige Verkehrsinfrastruktur beschreibt, und die Bewohner vor den negativen Folgen des Verkehrs so weitgehend wie möglich verschont.

Eine Verkehrskonferenz Elbinseln wurde bereits von verschiedenen Seiten, zuletzt vom Beteiligungsgremium der IBA/igs gefordert. Eine solche Konferenz müsste unter der Hinzuziehung wissenschaftlichen, ja internationalen Sachverstandes mit allen Betroffenen, der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, der Hamburg Port Authority, den Bezirksversammlungen, soweit sie betroffen sind, der Hafen- und Logistikwirtschaft einschließlich der Bahn, den betroffenen Industriebetrieben und nicht zuletzt den Bewohnern in einem kooperativen Beteiligungsverfahren durchgeführt werden. Sie müsste eine grundlegende Diskussion ermöglichen, und daher über mehrere Tage angelegt sein.

Dieses vorausgeschickt, möge der Regionalausschuss Wilhelmsburg – Veddel beschließen:

  1. Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte fordert die zuständigen Stellen auf, eine Verkehrskonferenz in dem oben beschriebenen Sinne so bald wie möglich durchzuführen.

Similar Posts:

Schlagwörter:, , ,
Hinterlasse einen Kommentar