Drei Jugendliche nach einem Einbruch in die Kita Uffelnsweg festgenommen

Polizei - Quelle: Marco Broscheit (via Flickr - CC-Lizenz)In der Nacht zum Freitag hat die Polizei auf der Veddel zugeschlagen. Kurz vor ein Uhr haben Zivilfahnder des Polizeikommissariates 44 drei Jugendliche vorläufig festgenommen, denen ein Einbruchdiebstahl in ein Kindertagesheim Uffelnsweg vorgeworfen wird.

Die Jugendlichen im Alter von 16, 16 und 17 Jahren wurden von den Fahndern beim Verlassen der Kita beobachtet. Einer der 16-Jährigen trug einen Tresor. Er wurde vorläufig festgenommen. Seine mutmaßlichen Komplizen versuchten zu flüchten, konnten wenig später jedoch ebenfalls festgenommen werden. Die drei Tatverdächtigen wurden auf die Polizeiwache Wilhelmsburg gebracht.

Am Tatort stellten die Beamten fest, dass ein Fenster des Kindertagesheims gewaltsam geöffnet worden war. Im Gebäude traten die Tatverdächtigen eine Bürotür auf und entwendeten einen Schranktresor.

Den drei Jugendlichen wurden wegen des Verdachts des Alkoholkonsums Blutproben entnommen. Die beiden 16-Jährigen wurden anschließend ihren Erziehungsberechtigten bzw. dem Kinder- und Jugendnotdienst übergeben. Der 17-Jährige wurde nach seiner erkennungsdienstlichen Behandlung entlassen.

Haftgründe lagen nicht vor. Haftgründe sind die sogenannte Verdunkelungsgefahr, in denen ein Straftäter in Freiheit versuchen kann, die Aufklärung des Verbrechens zu erschweren, oder Fluchtgefahr, wenn ein Täter sich in das Ausland absetzen könnte.

Ist aber, wie in diesem Fall die Tat vollständig aufgeklärt, wird von einer Untersuchungshaft abgesehen, und die Straftäter müssen erst nach einer etwaigen Verurteilung durch das Gericht ihre Haftstrafe antreten.

Vor wenigen Wochen war bereits ganz in der Nähe in den Seniorentreff Kateinweide eingebrochen worden, wo allerdings nichts gestohlen wurde, wohl weil nichts wertvolles zu finden gewesen war.

Ob die Straftat etwas mit der Szene Veddeler Jugendlicher zu tun hat, die sich Abends in der Katenweide, am Sporthaus oder auf dem Schulhof treffen, und dort Alkohol und zum Teil auch Drogen zu konsumieren, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Es ist zwar beruhigend zu wissen, das die Polizei auf der Veddel ein wachsames Auge auf die Situation wirft, aber das darf nicht das Ende der Fahnenstange sein. Viel mehr ist es notwendig, den jungen Leuten Perspektiven und Chancen zu vermitteln. Dazu trägt zum Beispiel das Programm 9Plus der Schule Slomanstieg bei, und auch das Haus der Projekte, das hoffentlich bald auf dem Südufer des Zollhafens errichtet werden wird, soll unter Anderem hier ansetzen.

Den Jugendlichen bleibt dabei eines: Sie müssen die gebotenen Chancen auch nutzen, wer nicht aufhören will Nachts lieber Dummheiten zu machen hat selber Schuld.

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