Die Bezirksversammlung tagt normalerweise im ihrem Sitzungssaal im Bezirksamt am Klosterwall. Heute aber gab es zwei Besonderheiten. Die Sitzung findet im Ratssaal des Bürgerhauses Wilhelmsburg statt, und es gibt eine Referentin: Die Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach.
Thema ihres Vortrages war die Zukunft der Universität Hamburg und die mögliche Verlagerung auf den Kleinen Grasbrook. Die Senatorin trug die vier möglichen Szenarien dazu vor.
Danach antworteten die Fraktionsvorsitzenden der Parteien. Die SPD und die GAL als auch die CDU lobten die Senatorin für ihre Initiative und präferierten klar die Verlagerung auf den zentral gelegenen Standort Kleiner Grasbrook.
Nur die Linkspartei sprach sich mit den Argument die neue Universität werde eine “Lernmaschine” sein gegen die Verlagerung aus, blieb aber die Erklärung schuldig, warum eine solche Entwicklung in einer neu gebauten Universität in Eimsbüttel nicht eintreten würde.
Bezirksbürgermeister Markus Schreiber bekräftigt, er hielte die den Gedanken an die Verlagerung der Universität für eine “Jahrhundertidee”. Er betonte die positiven Auswirkungen auf die umliegenden Stadtteile. Dies wäre der wirkliche Sprung über die Elbe.
Frau Gundelach kündigt an, der Senat werde die Entscheidung sachlich und grundlegend durchdenken, und eine Entscheidung gegen Ende des Jahres fällen.
Nach dem Vortrag der Senatorin arbeitet die Bezirksversammlung eine umfangreiche Tagesordnung ab, unter Anderen standen Anträge Wilhelmsburg betreffend auf dem Programm.

