Die Hamburg Port Authority reißt die historische Veddel ab
Geschrieben von Klaus in Hamburg, Kultur, VeddelWeder die Proteste der Bezirksversammlung noch die Einsprüche des Denkmalvereines Hamburg konnten die HPA beeindrucken.
Der Großteil des historischen Quartiers der Veddel ist im Krieg verloren gegangen. Die Zeit überdauerten nur der alte Ballsaal und zwei weitere unscheinbare Gebäude. Der Saal ist einer von mindestens dreien, die es auf der Veddel gegeben hat.
Derzeit gehört das Gelände zum Verwaltungsgebiet der HPA. Es gibt aber mit dem Masterplan Elbbrücken des Senates Planungen das Gelände anders als bisher zu nutzen und zu entwickeln. Der Abriss des Ballsaales geschieht ohne Not. Es wäre möglich gewesen, ihn mit geringen Aufwand zu erhalten, bis er in ein neues Konzept hätte einbezogen werden können.
Im letzten Jahr hat sich die Bezirksversammlung für den Erhalt des Tanzsaales eingesetzt. Der Denkmalverein Hamburg führt das Gebäude als „gefährdetes Objekt“.
Das sich die Hamburg Port Authority von dem Willen demokratisch gewählter Abgeordneter nicht schert ist nicht unerwartet. Der Vorgang beweißt meiner Ansicht nach zweierlei:
Es ist ein Fehler gewesen, den Bezirken mit der Verwaltungsreform der letzten Wahlperiode die Zuständigkeit für die Bauverfahren im Hafen zu entziehen. Seither darf die HPA Bauanträge selber stellen und genehmigen. Sie ist der demokratischen Kontrolle entzogen. Das führt in einer Verwaltung immer zu Arroganz und der Missachtung von Interessen anderer, etwa der in der Umgebung lebenden Nachbarschaft.
Es zeigt wie dringend der Nordteil der Veddel aus der Zuständigkeit der HPA befreit werden muss. Alle stadtentwicklungspolitischen Vorstellungen wie etwa der „Masterplan Elbbrücken“ des Senates ist Makulatur, solange das Gelände nicht vollständig in die Hoheit des Bezirkes zurückgeführt wird. Es ist vielmehr zu befürchten, dass hier in der Zwischenzeit ohne irgendeine Abstimmung Fakten geschaffen werden, die sich für die Veddel negativ auswirken.
Ain Aufriss über die Geschichte des Ballhauses Veddel finden sie bei unserem Stadtteilhistoriker Joachim Räth
Weitere Bilder von den Abrissarbeiten:
![]() |
| 2009_05_27_Ballsaal_Abriss |
Auch das Veddeler Wochenblatt berichtet!
Similar Posts:
- Nur der Senat kann das ehemalige Zollamt am alten Elbtunnel noch retten
- Hamburg Port Authority im Peutegrund: Plötzlich ist sie sehr schnell
- Bilder von der Eröffnungsveranstaltung “Alter Ballsaal”









Einträge (RSS)