Am Sonntag ist Europawahl. Kommen sie in das Wahllokal, und entscheiden sie mit über die Zusammensetzung des Europäischen Parlamentes.
Europa ist nicht weit weg, sondern mitten auf den Elbinseln: In den letzten Jahren sind bereits viele soziale Projekte aus Mitteln der EU finanziert worden, zum Beispiel den “Lokalen Kapital für Soziale Zwecke” (LOS) oder den “Chancen vor Ort”. Außerdem hat uns Brüssel mit der Europäischen Lärmschutzrichtlinie einen Hebel an die Hand gegeben, endlich einen wirksamen Lärmschutz an der Hauptbahnstrecke zu fordern und letztendlich auch durchzusetzen.
Doch Europa ist viel mehr. Die Union ist eine politische Realität, die unser Leben tiefgreifend beeinflusst, ohne das uns das täglich bewusst ist. Die übergenordete Bedeutung Europas bringt Jean-Claude Juncker, der Premierminister von Luxemburg in einem Interview mit RP-Online treffend auf den Punkt:
Europa ist … ein Maschinenraum, in dem es darum geht, zusammen diesen Kontinent vernünftig zu organisieren.
Bei allem verständlichen Ärger im Detail sehe ich aber eine gefährliche Tendenz zu Kleinmut. Wir haben verlernt, stolz auf die großen Errungenschaften Europas zu sein, um die uns so viele in der Welt beneiden. Manchmal hätte ich Lust, die Grenzen wieder für sechs Monate zu schließen, damit die Menschen merken, was die EU alles erreicht hat. Dass dieser blutgetränkte Kontinent zu einem des Friedens und der Stabilität werden konnte, ist eine ungeheure Leistung. Es wäre arrogant, zu glauben, dies sei selbstverständlich und wir müssten nichts dafür tun, damit es so bleibt.
Unser Hamburger Kandidat für das Europäische Parlament ist Knut Fleckenstein. Als langjähriger Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes kennt er sich gut mit den Nöten, sorgen und Problemen der Hamburger aus. Letzten Freitag war er bei uns auf der Veddel. In dem folgenden Video stellt er sich vor:
Wer immer noch meint nicht zur Wahl gehen zu müssen, weil Europa zu bürokratisch sei sollte sich klar machen, das es gerade das Parlament ist, dessen Legitimation gegenüber dem Ministerrat und der Kommission gestärkt werden muss. Wer nicht wählen geht wird am Ende von denjenigen regiert, die er gerade nicht haben will.
Der Ansicht ist auch der Österreichische Gewerkschaftsbund der dazu ein pfiffiges Video veröffentlicht hat. Darüber haben auch schon der Womblog und Valentin Tomaschek berichtet. Viel Spaß beim Anschauen, wir sehen uns hoffentlich im Wahllokal!

