Die Hubbrücke über die Rethe wird durch Europas größte Klappbrücke ersetzt. Jetzt beginnen die Bauarbeiten. Das teilt die Hamburg Port Authority in einer Pressemitteilung mit.
Die HPA hat den ersten Auftrag für den Neubau der Retheklappbrücke im Hamburger Hafen am Freitag vergeben. Das Bauunternehmen Züblin erhielt für rund 8,5 Millionen Euro den Zuschlag für den Bau der neuen Straßenführung „Blumensand“ und die geplante Straßenbrücke „Hohe Schaar“. Bisher müssen sich Bahn und Straße die Rethe-Querung teilen, so dass Wartezeiten entstehen. Die neue Brücke führt den Straßenverkehr über die bestehenden Bahngleise hinweg auf die künftige Doppel- Klappbrücke zu. Der Abschluss des Vergabeverfahrens bedeutet gleichzeitig den Baustart für das Projekt.
„Der Ersatz der bestehenden Rethehubbrücke ist eine wichtige Maßnahme, um die Infrastruktur im Hafen zukunftsweisend zu verbessern. Mit der Neugestaltung der Brücke, ihrer Zufahrt und zuletzt auch der Verbreitung der Fahrrinne schaffen wir Planungssicherheit für die Unternehmen an der Rethe und stärken gleichzeitig alle Verkehrsnetze – Schiene, Straße, Wasser“, sagt die HPA.
Der Verein Freunde der Denkmalpflege setzt sich für einen Erhalt der alten Brücke mit seiner imposanten Konstruktion ein, das stünde einer Verbreiterung der Durchfahrt aber im Wege. Die Rethehubbrücke war 1934 als damals größte Hubbrücke Europas in Betrieb genommen worden. Sie ist im Hamburger Hafen einmalig, aber ihre Sanierung gilt als unwirtschaftlich.
Vorbereitende Maßnahmen für den Neubau der Klappbrücke wie Flächenherrichtung, Kampfmittelsondierung und Leitungsarbeiten laufen bereits seit einigen Monaten. Ab Montag nimmt das beauftragte Unternehmen die Arbeit für die Straßen- und Brückenbaumaßnahmen auf, die rund zwei Jahre dauern werden. Das Vergabeverfahren für den Bau der Doppelklappbrücke läuft derzeit noch. Diese Arbeiten werden nach der Vergabe mit einer voraussichtlichen Bauzeit von drei Jahren parallel zu den bereits begonnenen Straßen- und Brückenbaumaßnahmen ausgeführt. Nach jetzigem Stand soll die alte Rethehubbrücke wie geplant im Jahr 2013 abgerissen werden, damit die moderne Klappbrücke ihren Dienst aufnehmen kann. Sie wird eine der weltweit größten Klappbrücken, mit voneinander unabhängigen Querungen für Schiene und Straße.
Anbei noch eine Illustration der geplanten Retheklappbrücke aus einer Pressemitteilung der Hamburg Port Authority:



Moin moin.
Na, hoffentlich wird bei der ‘Stärkung aller Verkehrsnetze’ diesmal auch an die Radfahrer gedacht.
Nicht, dass wieder so eine tolle Rampe, wie am Knoten der Argentinienbrücke gebaut wird.
Gibt es irgendwo einsehbare Pläne zur Verkehrsführung oder dürfen wir uns mal wieder vom fertigen Ergebnis überraschen lassen?
Gruß,
Torsten Radtke
Hallo Herr Radtke,
das ist eine gute Frage. Ich habe bisher nur eine bildliche Darstellung der geplanten Klappbrücke gesehen, aber keine Pläne. Ich habe jetzt bei HPA per Mail nachgefragt. Wenn ich eine Antwort bekomme, veröffentliche ich sie hier.
Viele Grüße
Klaus Lübke
Von der HPA kam folgende Nachricht:
“Vielen Dank für Interesse an der Retheklappbrücke. Beim Neubau sind selbstverständlich Radwege vorgesehen.”
Ich selbst habe inzwischen einen kurzen Blick auf einen technischen Plan werfen dürfen. Rampen braucht es bei der Brücke nicht, und soweit ich das sehen konnte, ist der Radweg in Ordnung.
Na, dann ist es ja gut!
Hallo Herr Lübke.
Vielen Dank für die Klärung!
Gruß,
Torsten Radtke