“Die BSU hatte bislang keine Kenntnis von einer Häufung von Geruchsbeschwerden auf der Veddel”.
Deshalb rufe ich an dieser Stelle alle dazu auf, sich sofort telefonisch zu beschweren, wenn es wieder mal stinkt!
Das Schadensmanagement der BSU ist während der Dienstzeiten unter der Telefonnummer 040 42840-2300 erreichbar, außerhalb dieser Zeiten über den Lagedienst der Polizei 110. Wer will kann auch die Adresse immissionsschutz@bsu.hamburg.de anmailen.
Herr Spengler vom Schadensmanagement der BSU schrieb mir, es sei für sie sehr hilfreich, wenn die Bürger Zeit und Ort der Geruchsbelastungen und die empfundene Geruchsart mitteilen. Schlimmer als die Veddel dürfte übrigens Rothenburgsort betroffen sein, weil der Stadtteil von der Peute aus in der Hauptwindrichtung liegt.
Die Antwort der BSU auf unseren Antrag enthält einige Merkwürdigkeiten. So berichtete die Delfi Cocoa in einer Pressemitteilung vom 11. Juni 2009, das sie “die kommerzielle Produktion in seiner neuen Kakaofabrik in Hamburg offiziell begonnen” habe. Die BSU berichtet der Bezirksversammlung hingegen, “Die Inbetriebnahme der Anlagen wurde der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt erst zum 1. Januar 2010 angezeigt.”
Delfi ist eine Tochter von Petra Foods Limited, einem der weltweit führenden Hersteller und Zulieferer von Kakaozutaten und Markenprodukten im Süßwarenbereich mit Sitz in Singapur. Die weit über 110.000 Tonnen Kakaobohnen verarbeitende Fabrik ist das Ergebnis eines zweijährigen Investitionsprogramms in Höhe von 65 Millionen Euro. Die alte Produktionsstätte in Hamburg-Veddel wurde unter Berücksichtigung von “Petra Foods spezifischem Know-How und Technik” in eine Anlage für Kakaoverarbeitung umgebaut, die weit über 110.000 Tonnen Kakaobohnen jährlich in Kakaoprodukte verarbeitet.
Aktualisierung:
Der Geschäftsführer der Firma Delfi Cocoa Europe, Herr Francis Benedict Ryan schrieb mir zu der an dieser Stelle im Originaleintrag befindlichen Meinungsäußerung:
“Ihre Aussage, nach der die Umweltauflagen in Südostasien scheinbar nicht so hoch seinen und das spezifische Know-how von Petra Foods in diesem Feld nicht ausreichend ausgeprägt sei, verstehen wir als Unverschämtheit an der Grenze zum Rufmord.Weiter schreibt mir Francis Benedict Ryan:
Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass wir uns Rechtsmittel vorbehalten, sollten Sie ihre Vorwürfe gegenüber Delfi Cocoa in der in Ihrem Blog dargestellten Form unter Instrumentalisierung unzutreffender Fakten aufrecht erhalten.”
Die Kakaorösterei der Delfi Cocoa Europe befindet sich noch im Probebetrieb. Durch die Beschwerden wollen wir zusätzliche Auflagen und schärfere Grenzwerte für Geruchsimmissionen erreichen. Am besten speichert man sich die Nummer de Abteilung Schadensmanagement gleich in seinem Telefon ab.


Diese Leute die sich darüber beschweren haben wohl zu viel Langeweile.Der Verkehr auf den Elbbrücken und die dadurch entstehende Geruchsbelästigung ist Ihnen wohl egal.Das in der Kakaofabrik Arbeitsplätze geschaffen wurden ist ihnen wohl auch egal.Besser wäre es sich um wichtige Dinge zu kümmern.
Die Geruchsbelästigung durch die Kakaofabrik ist im Stadtteil deutlich wahrnehmbar. Der durch den Verkehr entstehende Geruch nicht, sondern da ist der Lärm das Problem.
Wie gut, das die BSU das Problem nunmehr erkannt hat, und der Produzent seine Filteranlagen nachrüsten muss. Mit ordentlichen Filtern sind auch die Arbeitsplätze sicher. So ist allen gedient.
“…Manchmal fein nach Schokolade”???!!! Das ist eine verdammete Verarschung!! Es STINKT, und zwar IMMER (wenn es stinkt). Der Gestank ist immer derselbe!!!!!! Er ändert sich nicht. Es stinkt, und das ist eine verdammte Sauerei!!! Der gesamte Süden Hamburgs wird von diesen (gelöscht: Schimpfwort) verpestet!!!! Heute wieder (20.2.11), den GANZEN TAG (SONNTAG!!!!!!!!!!!). Man kann nicht mal das Fenster öffnen!!! Hier wurden offensichtlich Politiker bestochen. Eine andere Erklärung gibt es nicht. Diese Firma sollte für immer stillgelegt werden!!! (gelöscht: SCHIMPFWORT)!!!! P.S.: Angeblich werden “Lösungen gesucht”. BlahBlahBlah! WARUM WIRD DER VERDAMMTE SCHORNSTEIN NICHT EINFACH UM 20 METER ERHÖHT???!!! P.P.S.: Natürlich gibt es kaum Beschwerden aus der Veddel denn hier leben fast ausschließlich Sozial Schwache die froh sind, überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben.
Hier wurde kein Politiker bestochen. Die waren bei der Entscheidung gar nicht gefragt. Und falls sich eine damals grüne Senatorin des Themas nur unzureichend angenommen hat, so liegt das bestimmt auch daran das es im Stadtteil Veddel kaum jemand gibt der aufmuckt. Es geht ja noch nicht einmal ein Drittel zur Wahl.
Auf der Bezirksebene wussten wir noch nicht einmal von dem Bau. Seit der großen CDU Bezirksreform ist der Bezirk Hamburg-Mitte nicht mehr für die Baugenehmigungen auf der Peute zuständig, sondern die Hamburg Port Authority. Das ist nämlich Hafengebiet.
S.g.H. Klaus, ich danke Ihnen für Ihr Engagemant, diese Informationen online zu stellen. Mein voriger Beitrag ist etwas emotional ausgefallen, weil ich direkt betroffen war und mich diese extreme Beeinträchtigung der Lebensqualität auf Dauer unglaublich wütend gemacht hat. Ich habe inzwischen Hamburg Lebewohl gesagt und bin froh, nie wieder diesen ekligen Gestank in meine Lungen lassen zu müssen. Es ist ja nicht nur die Veddel betroffen sondern auch Rothenburgsort, und sogar in Wilhelmsburg habe ich den Geruch schon wahrgenommen. Ich glaube Ihnen, dass niemand bestochen wurde. Es handelt sich wohl einfach um Inkompetenz, Ignoranz und falsche Zuständigkeiten.
Hallo,
ich kann verstehen, dass sich viele Leute über die Fabrik aufregen. Aber zu verlangen, dass diese geschlossen wird, finde ich übertrieben. Man muss auch bedenken, dass diese Fabrik vielen Leuten (auch mir) den Lebensunterhalt sichert. In der heutigen Zeit ist es nicht einfach einen Arbeitsplatz zu finden, der auch noch einigermaßen angemessen bezahlt wird, wie sicherlich viele aus eigener Erfahrung bestätigen können.
Zudem wundert es mich, dass sich viele zwar über Delfi aufregen, aber keiner etwas gegen den Recyclinghof sagt, welcher direkt neben an ist und meiner Meinung nach viel mehr stinkt.
Nun kann es sein, dass ich voreingenommen bin, zum einen, weil ich für Delfi arbeite und zum anderen, weil ich seit vielen Jahren mit Kakao arbeite, sodass mir der Geruch vom Letzterem kaum noch auffällt.
Dennoch möchte ich diejenigen bitten, die sich über den Geruch beschweren, auch einmal direkt zur Fabrik zu fahren. Vielleicht stellt man dann fest, dass die Fabrik dort nicht das Einzige ist, was nicht gerade wie eine Blumenwiese duftet.
Anmerkung: Allerdings stinkt auch der Recyclinghof nicht jeden Tag gleich schlimm.
Noch einen schönen Tag.
Niemand verlangt das die Fabrik geschlossen wird. Aber eine Filtertechnik die wenigstens den Zulassungen entspricht muss schon sein.
Zitat von Martin P.: Diese Firma sollte für immer stillgelegt werden!!! :Zitat Ende.
Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen.
Welchen Kriterien die Filtertechnik der Firma entspricht ist mir leider nicht gänzlich bekannt, da es sehr viele Produktionshallen gibt.
Fakt ist jedoch immer noch, dass die Leute sich nur über Delfi beschweren. Die ganzen anderen “Stinker” die sich drumherum befinden, sieht keiner. Und das ist etwas, dass mich zugleich wütend macht und enttäuscht. Zumal die Fabrik nicht erst dort ist, seit dem Delfi sie übernommen hat.
OK, jedenfalls verlangt niemand aus der Politik die Schließung von Delfi. Allerdings ist der Geruch des Recyclinghofes im Stadtteil nicht wahrnehmbar, oder jedenfalls kein Thema das mir je zu Ohren gekommen wäre.
Auch früher hatte es schon nach Kakao gerochen, aber Delfi hat die Produktion erheblich ausgeweitet. Das kann man zum Beispiel hier nachlesen: http://mobil.abendblatt.de/hamburg/article1509864/Delfi-Cocoa-Die-Schokoladenseite-der-Veddel.html
Damit hatte sich das Problem auch verschärft. Immerhin ist meine letzte Erkenntnis, das an den Filtern gearbeitet worden ist, und das war schließlich, was wir erreichen wollten: Ein anständiger Ausgleich der verschiedenen Interessen.