Durch die Schließung sollen gerade einmal 80.000 EUR eingespart werden. Besonders absurd stellt sich die Situation des Hafenmuseums dar, weil von der Kulturbehörde gerade ein Gutachten Auftrag gegeben worden ist, wie das Hafenmuseum langfristig ausgebaut, und dabei erheblich vergrößert werden kann. Dieses Gutachten kostet, so hört man, alleine schon 140.000 EUR.
Die ehrenamtlichen Helfer des Museums reagierten mit Enttäuschung auf die Botschaft. Sie würden freiwillig und ohne Bezahlung wertvolle Arbeitszeit in den Aufbau und Erhalt des Museums zum Wohle der Hansestadt investieren, der Senat würde das Engagement aber nicht angemessen honorieren, sondern im Gegenteil immer fordern und noch mehr fordern. Sie machten auch klar, das ohne ihre Arbeitszeit die Kosten für das Museum erheblich steigen würden, selbst wenn es nur um den Erhalt und die Aufbewahrung der Exponate ginge. Eine Schließung für den Besucherverkehr hätte daher statt Einsparungen nur höhere Kosten zur Folge.
Frau Baumann versprach sich für die Offenhaltung des Museums einzusetzen. Sie wolle auch dafür sorgen, das das Museum, das letztes Jahr von Dienstag bis Sonntag geöffnet hatte, wenigstens an den Wochenenden geöffnet werden könne. Das höchste der Gefühle seien aber Öffnungszeiten von Donnerstag bis Sonntag. Die Stiftung sei in der Bedrouille, was im Hafenmuseum nicht eingespart würde, müsse an anderer Stelle gestrichen werden.
Mehrfach betonte Frau Baumann, das die Sparvorgaben aus “der Politik” kämen, also Vorgaben des Senates sind. Sie sei “tief enttäuscht” wie Deutschlands reichste Stadt mit ihren Kulturgütern umgehen würde, und wie Stiefmütterlich die Museumslandschaft in Hamburg gefördert würde.
Ob die in diesem Jahr einzusparenden Gelder im nächsten Jahr wieder verfügbar sein werden ist unklar. Im Augenblick zähle nur dieses Jahr, so Frau Baumann, und die Frage wie man die Einsparpotentiale aufbringen könne. “Die Politik”, also der Senat sei schlicht unfähig, über das Jahr hinaus zu denken.


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