Die Fahrrad- und Fussgängerverbidung an der Autobahnelbbrücke wird es nicht geben

Keine Querung für Fußgänger und Radfahrer

Keine Querung für Fußgänger und Radfahrer

An der Autobahnelbbrücke über die Norderelbe wird es keine Verbindung für Fußgänger und Radfahrer geben. Das geht aus der Antwort des Senates auf eine kleine Anfrage der Bürgerschaftsabgeordneten Carola Veit hervor. Carola berichtet darüber auf ihrer Webseite.

Mit einem Antrag in der letzten Wahlperiode hatte sich die SPD-Bürgerschaftsfraktion für einen an die Autobahnbrücke A 1 „angehängte“ Fußgänger- und Fahrradfahrerbrücke stark gemacht, die im Rahmen der IBA hätte realisiert werden können. Der Antrag scheiterte an der damaligen absoluten Mehrheit der CDU-Fraktion. Deren Bürgerschaftsabgeordneter Jörn Frommann sprach damals vollmundig von der Einrichtung einer Fährverbindung. Doch dieses Trostpflaster mit dem er sich offensichtlich für seine Ablehnende Haltung gegenüber den Wilhelmsburgern entschuldigen wollte erwies sich als hohles Gerede.

Auf die Entsprechende Frage von Carola Veit antwortete der Senat:

Die Prüfung hat ergeben, dass die Einrichtung eines Fährverkehrs über die Norderelbe Investitionen in Millionenhöhe für die zu erstellenden Anleger erfordern würde und hohe Betriebskosten für den Fährverkehr bei insgesamt geringer Nachfrage zur Folge hätte. Vor diesem Hintergrund wird das Projekt derzeit nicht verfolgt.


Der Vorschlag für eine angehängte Konstruktion stammt vom Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg, und wird auf deren Webseite anschaulich beschrieben. Sogar die Handelskammer Hamburg hatte in ihrem Konzept „Die Entwicklungsperspektive der Elbinsel“ aus dem Jahre 2004 ebenfalls eine ebensolche zusätzliche Möglichkeit der Querung vorgesehen, die eine Verbindung zwischen dem Wilhelmsburger Osten und Rothenburgsort bzw. den Vier- und Marschlanden schaffen würde. Die IBA Hamburg nahm das Projekt dann auch in ihre Planungen auf.
Doch auch diese Weg führte nicht zu dem erhofften Ergebnis. Der Senat schreibt hierzu:

Die Prüfung der Einrichtung einer baulichen Elbquerung durch die IBA GmbH ist abgeschlossen. Es wurden drei Varianten für eine Erweiterung der vorhandenen Bundesautobahnbrücke mit einem Fuß- und Radweg entwickelt. Ergänzend ist eine eigenständige Geh- und Radwegbrücke betrachtet worden. Die Varianten weisen vielfältige Vor- und Nachteile auf, insbesondere hinsichtlich

  • der nutzbaren Breiten des Geh- und Radwegs,
  • der erforderlichen Verstärkungsmaßnahmen am vorhandenen Bauwerk,
  • der Lärmbelästigung für die Nutzerinnen und Nutzer,
  • der Erreichbarkeit für Rettungs- und Wartungsfahrzeuge,
  • der Behinderung des Kfz-Verkehrs während der Bauzeit,
  • der Baukosten.

Die geschätzten Kosten für taugliche Varianten liegen bei 5.970.000 € bzw. 9.720.000 € für eine eigenständige Brücke. Hinzu kommen Kosten für die Anbindung der neuen Geh- und Radwegkonstruktion an das vorhandene Wegenetz sowie ggf. erforderliche Umbauten an den Brückenwiderlagern.
Angesichts begrenzter finanzieller Ressourcen ist unter Berücksichtigung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses eine Prioritätensetzung auch bei Projekten des Fuß- und Radverkehrs erforderlich. Auch wenn die Einrichtung einer baulichen Querung der Norderelbe grundsätzlich wünschenswert ist, wird sie daher gegenwärtig nicht weiterverfolgt.

An dieser Stelle sei daran erinnert, das alleine die im März bekannt gewordenen Kostensteigerungen der Elbphilharmonie reichen würden, einen Fuss- und Fahrradweg an die Autobahnbrücke anzuhängen und zusätzlich noch drei eigenständige Brücken über die Norderelbe zu bauen. Und dabei hätten wir vermutlich immer noch genug Geld für durchgehende Handläufe aus Messing übrig. Aber das ist natürlich reine Polemik.

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3 Kommentare.

  1. stadtnachrichten freitag 26 märz « from town to town - pingback on 26. März 2010 um 06:44
  2. UNGLAUBLICH!!!
    Würde das ganze Geld nicht in die Elbphilhamonie filessen, würde das doch kein Problem sein. Dieser Radweg würde mehr Menschen nützen als das überteuerte Glasdings.

  3. :D letzten Absatz gar nicht gelesen….ich geb dir vollkommen recht!

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