Wie ich bereits geschrieben habe, war zunächst hatte es einen Beschluss des Stiftungsrates gegeben, das Museum in diesem Jahr für die Besucher ganz zu schließen. Dagegen hatten sich sowohl des Hafenmuseum selbst, als auch die Direktorin des Museums der Arbeit und sogar die Kultursenatorin ausgesprochen, die zunächst nur an den Wochenenden öffnen wollten.
Die jetzt beschlossene Regelung wird nur möglich, weil die ehrenamtlichen Helfer des Museums und die Hafensenioren einen Teil der Aufgaben von bisher angestellten Hilfspersonal übernehmen. So trägt das Hafenmuseum zu den Sparanstrengungen des Museums der Arbeit bei, das darüber hinaus auch in Barmbek Mittel kürzen muss.
Mit unser kulturpolitischen Sprecherin Susanne Kilgast war ich mir allerdings einig, das dieses Verfahren höchstens ein Jahr tragen kann. Hier werden originär staatliche Aufgaben von Freiwilligen übernommen. Zusammen mit der GAL haben wir deshalb einen Antrag in die Bezirksversammlung eingebracht, der von allen Parteien einstimmig verabschiedet worden ist. Dort heißt es unter Anderem:
- Die Bezirksversammlung begrüßt die Einigung zwischen den Beteiligten die Öffnungszeiten des Museums aufrecht zu erhalten, und fordert die getroffenen Vereinbarungen in diesem Jahr umzusetzen.
- Die Bezirksversammlung begrüßt die Bemühungen zum langfristigen Erhalt und Ausbau des Hafenmuseums, und fordert alle zuständigen Stellen auf diese Bemühungen nach Kräften zu fördern. Das gilt auch für die Bereitstellung von Personalmitteln.
- Die Bezirksversammlung fordert die Senatorin für Kultur, Sport und Medien auf dafür Sorge zu tragen, das die für dieses Jahr vorgenommenen Einschränkungen des Betriebes des Hafenmuseums ab der Saison 2011 wieder aufgehoben werden.
Zunächst wird aber am Samstag, den 24. April wird die Saison mit dem traditionellen „Anheizen“ der Dampfkessel auf dem Schwimm-Dampfkran „Saatsee“ und dem Schutendampfsauger „Sauger IV“ begonnen. Dann werden auch das Schaudepot und Großobjekte wie Hamburgs ältester, noch funktionsfähiger Van Carrier oder die MS Bleichen wieder zu besichtigen sein.
Bis Ende Oktober wird das Hafenmuseum an jedem Wochenende seinen Besuchern ein wechselndes Themenprogramm anbieten. Die Schwerpunkte „Revierschifffahrt“, „Schiffbau und Hafentaucherei“ oder „Hafenumschlag“ und „Dampf auf den Schiffen“ werden von ehrenamtlichen Fachleuten vorgeführt und anschaulich erläutert. Im Schaudepot werden die Themen Schiffbau und Hafenschifffahrt von Hafenfachleuten vermittelt, die aus ihrer langjährigen Berufserfahrung berichten.
Langfristig soll das Hafenmuseum erheblich ausgebaut werden. Wie ich ebenfalls bereits berichtet habe, ist für die Planung ein Gutachten in Auftrag gegeben worden.
Das Museum befindet sich im Freihafen an der Australiastraße im Kopfbau des Schuppen 50 A, und ist vom Bahnhof Veddel in 10 Minuten zu Fuß oder mit der Maritimen Circle Line erreichbar.
Öffnungszeiten in der Saison bis Ende Oktober: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr Eintritt 5,- ermäßigt 3,- Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.
Sonntagsführung, 15 bis 16 Uhr, 2,- Euro plus Museumseintritt


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