Das rund 46 Meter lange und fast 15 Meter breite Brückenelement wird in den Niederlanden gefertigt und dann mit dem Schiff nach Hamburg gebracht. Anschließend soll ein Schwimmkran das 265 Tonnen schwere Mittelteil einsetzen.
Die HPA investiert rund 3,8 Millionen Euro in diese Maßnahme. Parallel werden auf der Neuhöfer Straßenbrücke Asphaltierungsarbeiten durchgeführt.
Die Verkehrsumleitung erfolgt über den Reiherstieg-Hauptdeich, Bei der Wollkämmerei, Schmidts Breite, Pollhorner Hauptdeich, Hohe-Schaar-Straße, Rethedamm und Neuhöfer Damm. Die Umleitung wird als U 20 ausgeschildert. Auf diese Strecke werden ebenfalls die Buslinien 151, 152 und 252 umgeleitet. Damit folgt die HPA einer Forderung des Regionalausschusses. In der Vergangenheit war der Verkehr über die Georg-Wilhelm-Str. umgeleitet worden.
Mindestens einen Spötter gibt es wegen der erneuten Sperrung der Brücke. Jörg von Prondzinski schreibt dazu in einer Rundmail:
…anschließend wird die Brücke neu angemalt, weswegen sie vom 7.11.10 bis 25.3.12 gesperrt sein wird. Wegen des langen Stillstands wird darauf folgend die maschinenbauliche Anlage erneuert werden müssen, was sich voraussichtlich auf den Zeitraum 26.3.12 – 2.11.14 erstrecken wird, wonach turnusmäßig ein Neuanstrich erfolgen muss, wobei sich die Sperrung dafür verlängern wird, weil die Beschaffung der Farbe EU-weit ausgeschrieben werden muss. Anschließend werden Bruchschäden an der Asphaltdecke entdeckt werden, die von der Nichtbefahrung herrühren….
Hoffen wir mal, das es nicht so weit kommt, die Sperrung bis zum November wird schon genug Unannehmlichkeiten verursachen!


Eine kleine Radrunde rund um den Spreehafen am Sonnabend, oder wie Hamburg seine Gäste behandelt:
Da fuhr ich so eine kleine Runde, um mal den Fortgang der Bauarbeiten an der Ernst-August-Schleuse anzusehen.
Wundervollerweise kann man ja nun am südlichen Spreehafenufer bis zur Bahnstrecke fahren und dort den mit großem Brimborium neueröffneten Durchgang (in den 70ern war der eh offen) durch den Zollzaun nutzen. Da bietet es sich an am Veddeler Damm wieder in den Hafen hereinzufahren um nördlich des Spreehafens zurück zum Argentinienknoten zu fahren.
Da stand er nun, der erste Tourist, der mit seinem Wohnmobil gerne von der Norderelbbrücke zum “Hafenmuseum Hamburg” finden wollte um es sich anzusehen und dort, falls Platz vorhanden, zu übernachten und vorher mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die City zu fahren. Durch die Bauarbeiten am Veddeler Wasserkreuz ist es dort zur Zeit etwas unübersichtlich, so dass ich ihm zwar die in der Ferne zu sehenden Kräne an seinem Zielort zeigen konnte, nicht aber erfolgreich den Weg dorthin. Mit dem Fahrrad kommt man zwar durch, aber perfiderweise kann man zwar von Osten her mit dem Auto in die ausgeschilderte Umleitung einfahren, trifft dann aber westlich auf eine Absperrung. Ich bitte auf diesem Weg um Entschuldigung für meine falsche Wegweisung in diese Sackgasse hinein. Dort wieder rückwärts hinaus mit dem Wohnmobil war bestimmt kein Spaß. Wie ich später feststellte ist der einzig mögliche Weg wohl über Sachsenbrücke/Dessauer Straße.
Mit den “Öffis” vom Hafenmuseum weg, empfahl ich die “Circle Line”. Sonst bleibt ja wohl nur ein Fußweg zur S-Bahn-Veddel oder durch den Alten Elbtunnel, oder?
Das nächste Highlight war dann beim Wiedereintritt in den Wilhelmsburger Orbit, von Norden her kommend, durch den Zoll-Fußgängerdurchgang Ernst-August-Schleuse:
Dort vor dem verschlossenen Tor stand ein vollbesetzter Reisebus mit Reiseziel “König der Löwen” nebst angeschlossenem Autokonvoi und ratlosem Gesicht.
Es war mir fast peinlich dem Busfahrer nun berichten zu müssen, dass er aufgrund des am Wochenende verschlossenen Freihafens und der wegen Bauarbeiten unpassierbaren Reiherstieg-Klappbrücke nun den Weg zu den Norderelbbrücken zurückfinden muss, um dann nördlich der Elbe in den Freihafen zu gelangen (ist der Zolldurchgang am Großmarkt am Wochenende eigentlich offen? Sonst geht es wohl nur über Amsinckstraße/Deichtortunnel und irgendwo von Norden her durch die Hafencity bis zur nächsten Falle vor dem Veddeler Wasserkreuz).
Ich hoffe, dass die Touristen noch rechtzeitig zur Vorstellung gelangt sind und man sich bei “König der Löwen” nicht wundern musste, dass das Zelt leer bleibt.
Ich halte die gegenwärtige Situation für eine Zumutung und würde als Gast in einer fremden Stadt sicher zum letzten Mal so etwas hinnehmen.
Aber da HPA, Bundesfinanzministerium (für den Zoll) und die Behörde für Inneres (Verkehr) sicher alle die Verantwortung von sich weisen werden, ist ja juristisch alles in bester Ordnung.
Dabei wäre es in der Praxis so einfach, bei der derzeitigen Verkehrslage die Zolldurchgänge durch den ohnehin nur noch pro forma bestehenden Freihafen offen zu halten.
Liebe Grüße,
Torsten Radtke
Das beste zum Schluss….Die Sperrung wurde bis zum 19.12.2010 verlängert. Meine Kollegen und ich drehen so langsam durch!! *gagga*
Jörg von Prondzinski hatte gar nicht mal so Unrecht.
Ich schlage vor, dafür gibt’s ein Freibier, morgen, am 12.11.2010 ab 17:00 Uhr bei Metin Hakverdi im Abgeordnetenbüro
Nun geht die Sperrung ja erst einmal bis zum 19. Dezember 2010 weiter.
Schaun wir mal wie es weitergeht…
Liebe Grüße,
Torsten Radtke
Und weiter geht es, wegen des überraschend hereingebrochenen Winters.
Wer hätte es gedacht…
Ach ja, JvP hätte es gedacht.
Nochmal 100 Punkte.
Liebe Grüße,
Torsten Radtke
Langsam wird es eine traurige Geschichte.
Nun also bis zum 27. März.
Ich bin gespannt, ob nicht vielleicht demnächst ein dauerhaftes Sackgassen-Schild aufgestellt wird und Neuhof nur noch über Argentinienknoten oder Kornweide erreichbar bleibt.
Obwohl, bei Baubeginn der HQS-Süd wird die Kornweide sicher auch unpassierbar
Es bleibt spannend: http://www.hamburg-port-authority.de/hafenverkehr.html
Liebe Grüße,
Torsten Radtke
Der Fairness halber hätte ich nach so viel Gemecker von mir an dieser Stelle natürlich auch zeitnah über den erfolgreichen Abschluß der Bauarbeiten berichten müssen.
Das habe ich aus eigenem Verschulden versäumt.
Ich bitte dafür um Entschuldigung.
Die Brücke ist seit Ende März wieder befahrbar und wird von mir auch gerne wieder regelmässig per Fahrrad genutzt.
Ich freue mich, dass ich nun wieder die ‘große Runde links rum (23 km)’ um die Insel fahren kann.
Ab Eversween zum großen Teil mit für beide Seiten erfreulicher Trennung von Rad- und Autoverkehr.
Liebe Grüße,
Torsten Radtke