Eigentlich ist das wenig verwunderlich, weil für diese Autobahn kein Baurecht besteht. Der Letzte Senat hat die Planungen radikal verändert. Während sie vorher neben der Köhlbrandbrücke in den Hafen hinein und über dem Spreehafen aus dem Hafen hinaus führen sollte, ist die Planung jetzt auf den Süden der Elbinsel nach Moorburg und Kirchdorf verlegt worden. Es handelt sich dabei um Linienbestimmungen. Vor den eigentlichen Bauarbeiten müsste noch ein umfangreiches Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Das dauert mehrere Jahre, und es schließen sich oft noch umfangreiche Gerichtsverfahren an.
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Die Bundesregierung stellt die Hafenquerspange in frage
Die Barkassenlinie Maritime Circle Line zur Veddel ist noch sicherer geworden
Für die meisten Barkassenbetriebe ist ein Ersatz durch Neubau keine Lösung. MCL-Reeder Gregor Mogi wollte seine historischen Barkassen – die älteste stammt von 1909 – auch weiter für den Personenverkehr nutzen. Deshalb wurde bei jedem Schiff der Bootskörper durch den Einbau von vier Schotten in fünf Bereiche unterteilt. Dringt nun durch ein Leck Wasser in eine Sektion, wird diese geschlossen und die anderen verhindern ein schnelles Untergehen des Bootes. “Und in der Zwischenzeit können die Gäste in Ruhe von Bord genommen werden”, erläutert Mogi.
Kultur: Die Einsparverpflichtung für das Bürgerhaus ist zurückgenommen
Die vom GAL-CDU Senat vor einem Jahr beschlossenen Kürzungen der Zuwendungen für die Bürgerhäuser, und damit auch für das Bürgerhaus Wilhelmsburg sind zurückgenommen. Das wurde dem Ausschuss für Kultur der Bezirksversammlung heute mitgeteilt. Ursprünglich war geplant von 2011 bis 2014 64.100 Euro zu streichen. Dagegen hatte es erheblichen Protest gegeben.
In früheren Jahren arbeitete das Bürgerhaus defizitär, bis im Jahr 2006 Bettina Kiehn die Geschäftsführung übernahm. Der Diplom-Kauffrau war es gelungen zusätzliche Drittmittel zu akquirieren und so wieder ausgeglichene Zahlen zu präsentieren.
Im letzten Jahr jedoch wurde dem Bezirksamt von Senatsebene mitgeteilt, das die Zuschüsse der Stadt zu kürzen seien. Zwar hat sich der Kulturausschuss, der Regionalausschuß Wilhelmsburg-Veddel und die Bezirksversammlung gegen die Verringerung ausgesprochen, doch stieß dies beim schwarz-grünen Senat auf taube Ohren.
Ein Tunnel um Container führerlos aus dem Hafen zu bringen?
Ungewöhnliche Ideen haben es meistens sehr schwer. Zu recht! “Never change a winning team”, ändere keine erfolgreiche Strategie. Wir wissen was mir mit der Umfuhr im Hafen durch LKW haben, ein laufendes, flexibles bezahlbares System. Aber es hat auch gravierende Nachteile. Daher sollten wir uns die Idee Container durch einem Tunnel mit automatisch gesteuerten Fahrzeugen oder durch eine Seilbahn aus dem Hafen abzutransportieren nicht von vorne herein verschließen.
Die Debatte kam überraschend. Wirtschaftssenator Frank Horch hat in seiner Rede vorm Hafenclub über die Möglichkeit gesprochen in Zukunft Container aus dem Hafen über eine Seilbahn oder ein Tunnelsystem abzutransportieren. Der Grund ist einfach: Wir brauchen zuverlässige Systeme um die angelandeten Waren schnell und zuverlässig aus den Hafen hinaus zu bringen. Dabei ächzt unsere Infrastruktur unter der heutigen Last schon ganz erheblich. Staus und Verspätungen sind an der Tagesordnung. Soll der Hafen wachsen scheint ein weiterer Ausbau unvermeidlich und teuer.
Neues Leben in der Rindermarkthalle St. Pauli: Versorgung für das Quartier
Es war ein schwieriges Thema, deshalb lohnt sich ein Blick auf die andere Elbseite: Der Streit um die seit dem Auszug des Real-Marktes leer stehende Rindermarkthalle St. Pauli wurde sehr hoch gekocht. Eine Möglichkeit dort neben vielen anderen Nutzungen eine mittelgroße Music-Hall einzubauen stieß bei einigem im Quartier auf wenig Gegenliebe. Eine Dialogveranstaltung wurde sogar gesprengt. Jetzt gibt es eine Lösung:
Die Halle wird wieder Nahversorgungszentrum für den nördlichen Teil St.Paulis. Eine bunte Mischung aus Edeka, Aldi, Budni und einer großen Markthalle werden die derzeit leerstehende Halle beleben und zu einem neuen Treffpunkt machen. Insgesamt 12.000 Quadratmeter Fläche bespielt das neue Konzept. Herzstück wird die neue Markthalle sein mit vielfältigen Angeboten.
Pegelstand Elbinsel zum Thema Verkehr: Mehr Veddeler Beteiligung erwünscht
Die Nähe des Hafens bringt für die Veddel und die Elbinseln erhebliche Belastungen durch den Schwerlastverkehr mit sich. Das Problem wird sich noch verschärfen, wenn mit dem Freihafen auch der Zoll, und damit die nächtliche Sperrung der Tunnelstraße entfällt.
In Wilhelmsburg schläft man nicht. Dort beteiligen sich seit Jahren zahlreiche Bürger und Vereine an der Diskussion, wie die Verkehre in Zukunft geführt werden sollen. Dabei konzentriert sich der Blick naturgemäß oft auf die eigenen Probleme. Damit die Veddel am Ende nicht buchstäblich überfahren wird, ist eine stärkere Beteiligung Veddeler nötig.
Die nächste Möglichkeit dazu bietet der Verein “Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg“, der im Rahmen seiner “Pegelstand” Veranstaltungsreihe das Thema Verkehr wieder einmal auf die Tagesordnung nimmt. Er findet am Donnerstag, den 8.September um 19:00 Uhr im Bürgerhaus Wilhelmsburg statt.
Die Veddel verliert mit der Dampferbrücke eine weitere Spur ihrer Geschichte
Am Nordufer der Veddel zwischen den Elbbrücken liegt noch ein Relikt aus der Geschichte der Veddel: Eine alte Dampferbrücke. Dieses im Dörnröschenschlaf liegende Bauwerk soll jetzt wach geküsst werden. Der Brückenbogen kommt in der Hafencity vor dem Maritimen Museum wieder als Zugangsbrücke für einen Barkassenanleger zum Einsatz. Nur der Brückenpfeiler wird auf der Veddel bleiben.
Dem vernehmen nach soll die Stahlkonstruktion von der Hamburg Port Authority (HPA) bereits an die Hafencity GmbH übereignet worden sein. Sie abzutransportieren dürfte aber nicht ganz einfach werden. Zunächst benötigt man einen ausreichend großen Kran, der, sollte er von der Wasserseite kommen, unter den Elbbrücken hindurch passen muss. Auf der Veddel wird nur noch der alte Brückenpfeiler verbleiben.
Ein neuer Bahnhof für die U4 und S3 an den Elbbrücken?
Der Senat plant die U4, deren Strecke vom Jungfernstieg bis in die Hafencity gerade im Bau ist bis an die Elbbrücken verlängern. Dort soll ein Umsteigebahnhof zur S3 errichtet werden. Damit würde in der Nähe der Veddel eine weitere Station entstehen.
Die Verlängerung der U4 bis zu den Elbbrücken würde die Zahl der Fahrgäste offenbar verdoppeln. Das berichtet der Blog “Nahverkehr Hamburg“. Das allerdings erst, wenn die Hafencity mit Büro- und Wohnungsneubau an der Zweibrückenstraße angekommen ist, was wohl noch ein Jahrzehnt dauern wird.
Für die S-Bahn Harburg-Veddel-Hauptbahnhof, so “Nahverkehr Hamburg” weiter, könnte der Fahrgastzuwachs den Kollaps bedeuten. Die Strecke zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und Wilhelmsburg gilt schon heute als der hochbelastetste Abschnitt im gesamten Hamburger S-Bahnnetz. Zwischen Hammerbrook und Veddel gibt es werktags in 25% aller Züge keine freien Sitzplätze mehr – ein Rekordwert im S-Bahnnetz.
Klimaretter fahren Pedelec von der Veddel
Am Sonnabend kann man auf der Veddel bei “Bike and Bite” das Pedelec der Aktion “Kirche für Klima” probe fahren.
Pedelecs oder Elektro-Fahrräder lassen sich nur unter Einsatz eigener Muskelkraft bewegen. Beim Treten wird eine intelligente Steuerungselektronik aktiviert, die die eigene Trittkraft misst und unterstützt:
Geht es z.B. bergauf oder gegen den Wind, verstärkt sich die Motorleistung. Für die Stärke der Unterstützung stehen sechs Stufen zur Verfügung. Die elektrische Unterstützung bricht sofort ab, wenn man aufhört zu treten.
Ein solches Rad erlaubt, kurze und mittlere Wege klimaverträglich zurückzulegen, ohne angestrengt oder verschwitzt zu einem Termin anzukommen. Aber auch entspannte Radausflüge oder Einkaufstouren sind damit möglich. Kirche für Klima erhofft sich, dass Menschen vom Auto aufs elektrisch unterstütze Fahrrad umsteigen und so einen Beitrag zur Emissionsverminderung leisten.
Die neuen Niedernfelder Brücken sind offiziell eröffnet
Wenn Senator Horch heute die Brücken über das Veddeler Wasserkreuz eröffnet, ist das ein Grund zur Freude. Durch die Brückenlösung wird an dieser Stelle mit den Wasserstraßen eine wichtige Infrastruktur im Hafen erhalten.
Außerdem freue ich mich auch über die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches der Elbinselbewohner: Der Rundweg um den Spreehafen erhält mit den an die Brücke angefügten Fuß- und Radweg endlich seinen Lückenschluss. Nach der Öffnung des Zollzaunes ist dies ein weiterer wichtiger Schritt zur Nutzung der Wasserflächen und Uferbereiche durch die Bewohner der Veddel und Wilhelmsburgs. Wir Insulaner erhalten so einen neuen attraktiv nutzbaren Zugang zum Wasser.










