Archiv nach Kategorien: IBA/IGS - Seiten 4

Sternstunde für Wilhelmsburg: Bürger zwingen Hajduk in die Knie

Randvolles Bürgerhaus

Randvolles Bürgerhaus

“Ich hier gelernt, das wir dieses Thema nicht isoliert betrachten können. Geben Sie mir etwas Zeit, ich komme wieder.” So hatte Senatorin Anja Hajduk sich den Abend wohl nicht vorgestellt.  Schließlich kam Sie mit einigen Versprechen im Gepäck in das Bürgerhaus Wilhelmsburg, um die Wogen um die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße zu glätten. Doch am Ende musste Sie noch ein Versprechen drauflegen: Es wird ein umfassendere Planung für die Elbinseln geben in das die Frage der Verlegung der Reichsstraße eingebettet wird.

Das mehr als sechshundert Wilhelmsburger ins Bürgerhaus gekommen waren, dürfte die grüne Senatorin überrascht haben. Mit so viel Publikum wird sie nicht gerechnet haben. Um alle Interessierten zu fassen mussten der große und der kleine Saal gemeinsam genutzt werden. Dennoch blieb die Veranstaltung geordnet und diszipliniert. Durch eine kluge Moderation kam ein erster Austausch von Argumenten zustande.

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Vertragsunterzeichnung: „Haus der Projekte“ findet Heimat im Hamburger Hafen

Haus der Projekte - Animation von Studio NL-D, (Quelle IBA Hamburg GmbH)

Haus der Projekte

Bessere Perspektiven für Jugendliche ohne Ausbildung will der Verein „Get the Kick“ e.V. mit seinem „Haus der Projekte“ schaffen. Die von der IBA geförderte Werkstatt findet im Müggenburger Zollhafen auf einem Grundstück der Hamburg Port Authority (HPA) ihre Heimat.
Dort werden Jugendliche zum Tischler oder Bootsbauer ausgebildet und in metallverarbeitenden Berufen qualifiziert.

Die Medienvertreter sind zur Unterzeichnung des Mietvertrags am Mittwoch, 11. Februar, um 13 Uhr, im Sitzungssaal der Hamburg Port Authority, Neuer Wandrahm 4, Hamburg, eingeladen. An dem Termin nehmen Bezirksamtsleiter Markus Schreiber, Hans Lied (IBA), Tino Klemm (Leiter Immobilien und Finanzen HPA) teil. Jürgen Hensen, Vorstand von „Get the Kick“ e.V. stellt nach der Vertragsunterzeichnung das Projekt und das außergewöhnliche Gebäude vor.
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SPD und GAL fordern eine Verkehrskonferenz für die Elbinseln

Wilhelmsburger Reichsstraße

Wilhelmsburger Reichsstraße

Die Koalition aus SPD und GAL fordern eine Verkehrskonferenz für die Elbinseln. Ein entsprechender Antrag wurde jetzt in den Regionalausschuss eingebracht. Sie schließen sich damit den in die gleiche Richtung erhobenen Forderungen des IBA/igs Beteiligungsgremiums und anderer Akteure an.

Wilhelmsburg, die Veddel und der Kleine Grasbrook liegen zwischen Deutschlands größten Hafen und den westlichsten Querungen der Elbe in einem Kreuzungsbereich zahlreicher Verkehrsströme. Neben der Umfuhr und den notwendigen Hinterlandanbindungen des Hafens treffen hier Fern- und Pendelverkehr, Personen- und Frachttransport, Straßen- und Schienenverkehr aufeinander.

Seit vielen Jahren wird über die Verbesserung der Verkehrssituation diskutiert. Dabei meldet sich berechtigterweise auch die Wohnbevölkerung immer wieder zu Wort, dessen Interessen in einem angemessenen Ausgleich zu berücksichtigen sind.
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IBA auf der Veddel und in Wilhelmsburg: 2009 soll das “Jahr der Spatenstiche” werden

IBA-Dock (Quelle: IBA Hamburg)

Geplantes IBA-Dock (Quelle: IBA Hamburg GmbH)

Wie die IBA Hamburg GmbH in einer Pressemitteilung berichtet, soll das Jahr 2009 das Jahr der Spatenstiche werden. Nach einer zweijährigen Projektfindungs- und Projektentwicklungsphase nehmen die Visionen und Entwürfe der Internationalen Bauausstellung Hamburg für die Zukunft der Metropole jetzt konkrete Gestalt an. Die wichtigsten Projekte wurden jetzt vorgestellt.

Mit dem Projekt „Wilhelmsburg Mitte“ soll 2009 ein Herzstück der IBA Hamburg greifbar werden. Auf einer rund 30 Hektar großen Fläche soll in den kommenden Jahren das neue Zentrum für die Elbinseln – mit einer Mischung aus Wohnen und Arbeiten, Einzelhandel, Verwaltung, Dienstleistung, Hotel- und Freizeitnutzung entstehen. Nachdem der Masterplan im September 2008 vorgestellt wurde, gehe es jetzt mit großen Schritten weiter: In der zweiten Jahreshälfte sollen die Ausschreibungen für vier Baufelder südlich der Neuenfelder Straße beginnen.

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Die Bauarbeiten für die Barkassenverbindung zum Bürgerhaus sollen am Jahresende beginnen

Simulation des ausgebauten Assman-Kanals

Simulation des ausgebauten Assman-Kanals

Ein Herzstück der IGS-Planungen war ein See in der Mitte Wilhelmsburgs, der inzwischen aus Kostengründen gestrichen worden ist. Von der Planung blieb eine Verbreiterung des Assmankanales übrig, damit ab 2012 Barkassen bis zum Bürgerhaus verkehren können. Wie der NDR jetzt meldet, sollen die Bauarbeiten noch dieses Jahr beginnen.

Dazu müssen mehrere Brücken umgebaut und die Fahrrinne auf 1,70 Meter vertieft werden. Die Gesamtkosten des Projekts sollen 18 Millionen Euro betragen.

Der Assmann-Kanal endet bislang als Sackgasse. Die Schiffe eines Barkassen-Unternehmens fahren dort schon jetzt, die Fahrt endet allerdings vor einer niedrigen Betonbrücke. Der Teil der Wasserstraße von der Brücke bis zum Bürgerhaus ist bislang nicht für Barkassen zugänglich. Der Kanal soll nun nicht nur tiefer, sondern auch breiter werden: Künftig wird er dem Bericht zufolge 15 Meter messen. Zudem wird der Teich am Bürgerhaus vergrößert.

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Hafenbahn und Autobahn: Da kommt was auf uns zu

"Ludmilla" Diesellokomotive (Quelle: Wikipedianutzer Thomas94)

"Ludmilla" Diesellokomotive

Die Elbinsulaner die heute das Hamburger Abendblatt und die Harburger Rundschau gelesen haben können es sich zusammenreimen: Es kommt mehr Verkehr auf uns zu. Das ist zwar nicht neu, doch es wurde wieder ein Stückchen an der Schraube gedreht.

So sind die Pläne für eine Süderelbquerung der Hafenbahn in Bewegung geraten. Unter dem Titel “Definitiv keine neue Eisenbahnbrücke” meldet die Harburger Rundschau das Gegenteil. Doch die Brücke soll weiter westlich als Klappbrücke ausgeführt werden, damit die Harburger Seehäfen nicht vom Seeverkehr abgeschnitten werden.

Kenner der Diskussion wissen allerdings auch, das die von Altenwerder kommende Hafenbahn mit einem sogenannten “Überwerfungsbauwerk” über die Hauptbahntrasse in der Mitte Wilhelmsburgs herübergeführt werden soll. Denn am Ende der gemeinsamen Trasse sollen die Güterzüge hinter den Elbbrücken nach rechts abbiegen. Ohne das “Überwerfungsbauwerk” wären sie aber auf der “linken” Spur eingefädelt.

“Überwerfungsbauwerk” steht hier für eine Brücke. Sie muss oberhalb des Bahnprofiles, also in einiger Höhe die Hauptstrecke kreuzen. Es steht zu befürchten, das diese Konstruktion für eine weithin hörbare zusätzliche Lärmquelle in Wilhelmsburg wird.

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Verlegung der Reichsstraße war Thema im IBA-IGS Bürgerbeteiligungsgremium

Im Bürgerbeteiligungsgremium der IBA-IGS wurden gestern Abend die Pläne zur Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße durch den Staatsrat Dr. Stephan-Hugo Winters aus der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) vorgestellt. Der Vortrag stieß auf starkes Publikumsinteresse.

Der Sitzungssaal im Bürgerhaus platzte aus allen Nähten. Normalerweise verirrt sich nur wenig Publikum zu diesem stets öffentlich tagenden Gremium.

In der vorhergehenden Sitzung war bekannt geworden, das die Verlegung der Reichsstraße als Autobahn an die Bahnstrecke jetzt in der konkreten Planung sei. Das Gremium hatte daraufhin die BSU gebeten, zu den Planungen Stellung zu nehmen.
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Die Eltern aus Georgswerder wehren sich gegen die Schließung ihrer Schule

Schule Rahmwerder Straße

Schule Rahmwerder Straße

So hat man sich die “Bildungsoffensive Elbinseln” nicht vorgestellt: Über einhundert Jahre existiert die Grundschule in der Rahmwerder Straße in Georgswerder. Es ist die einzige Schule im Quartier, die nächste Schule ist vier Kilometer weiter in der Buddestraße. Jetzt soll die Schule ganz plötzlich dichtgemacht werden. Angeblich ist das Aus in der Schulbehörde endgültig gefallen.

Gestern Abend fand eine Informationsveranstaltung der Behörde für die Eltern in der Schule statt. Die Entscheider hatten Beamte losgeschickt, die den ganzen Unmut der Betroffenen zu hören bekamen. Nach einer zum Teil emotional geführten Debatte weigerte sich die Elternschaft geschlossen, in einer Arbeitsgruppe zur Abwicklung der Schule mitzuarbeiten.

Am Sonnabend treffen sich die Eltern und Kinder um 15:00 Uhr zu einem Fototermin an der Schule. Alle Georgswerderaner, und alle die den Erhalt der Schule unterstützen wollen sind willkommen!

Theaterförderung und Schulschließung: Eine vollkommen unsachliche Polemik!

Vierhundertachzigtausend Euro fuer Corny

Vierhundertachzigtausend Euro fuer Corny

Diese beiden Geschichten haben natürlich nichts miteinander zu tun, außer, das sie mir am gleichen Tag begegnet sind. Denn wenn man sie in Verbindung bringt, ist das natürlich bloß Populismus, Polemik und vollkommen unsachlich. Und das darf ein anständiger Politiker ja nicht machen.

Mittags war ich auf einer Veranstaltung in unseren Nachbarstadtteil St. Pauli. Ich freue mich immer dort eingeladen zu werden, und lasse mich gern von den interessanten Referenten informieren.

Gestern war Fahrid Müller, der Wahlkreisabgeordnete der GAL vor Ort, und er hatte in ganzes Füllhorn dabei.

Mehr Geld gibt es erstens für die Kulturförderung, auch für Corny Littmanns Privattheater St. Pauli. Kulturförderung ist wichtig, da gibt es nichts. Und obwohl Corny bisher nicht am Hungertuch zu nagen schien, kann das Theater St. Pauli ja wohl nicht schlechter behandelt werden, als das Ohnsorg-Theater.

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Verbrannte Erde: Hamburg Port Authority will den alten Ballsaal auf der Veddel sofort abreißen

Ballsaal Veddel

Ballsaal Veddel

Heutzutage ist der Nordteil der Veddel ein recht unwirtlicher Ort. Ein Zollamt nimmt den größten Teil des Geländes ein. Das war nicht immer so. Bis zum Jahr 1943 sah es hier aus wie in Ottensen. Gründerzeithäuser bestimmten das Bild. In diesem Stadtteil nahe am Hafen gab es zahlreiche Lokale und Tanzsäle, angeblich sogar mehr als auf St. Pauli.

Heute ist von der alten Pracht nur noch eine Spur übrig geblieben: Der Alte Ballsaal, der gerade von der IBA und einer Gruppe um Mathias Lintl aus seinem Dornröschenschlaf geweckt worden ist, und dabei in den Feuilletons der Hamburger Presse durchaus für Aufsehen gesorgt hat.

Doch jetzt ist das Märchen zu Ende: Die Hamburg Port Authority (HPA) will das vom Denkmalverein Hamburg als bedrohtes Denkmal geführte Gebäude noch im November abreißen.

Angeblich ist das Gebäude einsturzgefährdet, und bedroht die unmittelbar am Haus entlangfahrende S-Bahn.

Doch dieses Argument ist vorgeschoben. Denn wie ist es sonst zu erklären, das die HPA noch im Sommer Konzerte, Aufführungen und Ausstellungen in dem Gebäude erlaubt hat? Hat tatsächlich die Gefahr bestanden, dass der Ballsaal über den Besuchern zusammenbricht? In diesem Fall hätte die HPA doch mit dem Leben der Veranstalter und Besucher gespielt!

Hat sie aber nicht, denn Bedingung für die Erlaubnis zur Nutzung des Hauses hing unter Anderem von dem Ergebnis eines Gutachtens über die Standfestigkeit des Gebäudes ab. Dieses wurde von der IBA GmbH in Auftrag gegeben, und hatte ein eindeutiges Ergebnis: Die unmittelbare Standsicherheit des Alten Ballsaals ist gegeben.

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