Archiv nach Kategorien: Jugend

Tod der elfjährigen Chantal aus Wilhelmsburg

Wie wohl viele andere Menschen fühle ich mich tief betroffen und bedrückt von dem Tod der elf Jahre alten Chantal aus Wilhelmsburg. Die heute vorliegenden Erkenntnisse machen mich fassungslos. Fünf ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter des Bezirksamts kannten die Situation vor Ort und haben sie für gut befunden. Nicht einer, nicht zwei, nein fünf. Und sie haben alle Warnungen von Nachbarn, ja sogar von der Schule abgetan. Dieses Wissen vermittelt mir  zunächst einmal ein Gefühl der Hilflosigkeit. Wie viele Leute soll man denn noch schicken?

Es ist notwendig innerlich zu durchdringen, zu begreifen wie es zu einer solchen Kette von Fehleinschätzungen durch verschiedene Menschen kommen konnte. Ich, und nicht nur ich habe so etwas für unmöglich gehalten.

Weil es um unsere Kinder geht müssen wir jetzt Lehren ziehen. Die SPD-Fraktion Hamburg-Mitte hat damit begonnen. Ich dokumentiere hier die Pressemitteilung meiner Fraktion:

Auf schmerzliche Weise haben wir wieder einmal sehen müssen, dass das derzeitige System der Kinder- und Jugendhilfe, der Hilfen zur Erziehung und der Kinder- und Jugendwohlfahrt den Tod der elfjährigen Chantal nicht verhindern konnte.

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Eine gute Lösung für das Spielhaus Veddel ist auf dem Weg

Platz für Spielhaus Container ist in der Katenweide

Platz für Spielhaus Container ist in der Katenweide

Das Spielhaus Veddel musste nach dem Sommer aus seinem angestammten Gebäude ausziehen, weil sich nach einem Wassereinbruch Schimmel gebildet hatte. Vorläufig ging der Betrieb notdürftig in der Schule Slomanstieg weiter. Bis es zu einem Neubau kommt, wird mit Hochdruck eine Lösung für eine Wiederaufnahme des vollen Betriebes gesucht. Und die kommt bald.

Angedacht ist das Spielhaus für wenige Jahre in Containern unterzubringen. Diese sollen unmittelbar vor dem bisherigen Haus in der Katenweide aufgestellt werden. Leider sind bis zu einer bezugsfertigen Unterkunft einige Hürden zu überspringen. Die Baugenehmigung ist mittlerweile erteilt. Derzeit werden Angebote eingeholt. Schließlich wird parallel geprüft, ob bessere und günstigere Möglichkeiten bestehen. Schließlich sind die Container nicht ganz billig, und im Jugendhilfeetat kneift es an jeder Ecke.

In diesem Zuge wurde auch bei der Immanuelkirche angefragt, ob der Gemeindesaal für das Spielhaus genutzt werden könne. Andernorts ist die Kirche, die ebenfalls unter Geldsorgen leidet, froh durch eine Fremdvermietung zusätzliches Geld einnehmen zu können. So gastiert in Hamm seit Jahren das Kleine Hoftheather in einem ehemaligen Gemeindesaal. Nebenbei bemerkt, eine Einrichtung dessen Programm das Hinschauen lohnt. Theoretisch wäre also beiden Seiten gedient, wenn das Spielhaus gleich neben der Immanuelkirche unterkommen könnte.

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Spielhaus Veddel geschlossen: Notprogramm in der Schule

Das Notquartier des Spielhauses

Das Notquartier des Spielhauses

Das Spielhaus Veddel in der Katenweide musste geschlossen werden. Nach starken Regen drang Wasser in das Gebäude ein, was zur Schimmelbildung führte. Bei Raumluftuntersuchungen wurden giftige Sporen entdeckt. Jetzt darf das Gebäude nicht mehr betreten werden.

Um den betroffenen Kindern und Eltern überhaupt eine Betreuung anzubieten, fährt das Team des Spielhauses ein Notprogramm in der Schule Slomanstieg. Dort wurde ein Raum zur Verfügung gestellt, in dem es auch eine Kochgelegenheit gibt.

Obwohl der Schule für die großzügige Hilfe zu danken ist, sind die Bedingungen dort alles andere als Ideal. Es gibt nur einen Raum mit einer nicht besonders freundlichen Atmosphäre. Er ist mit einem Raumtrenner und ein paar Schulmöbeln ausgestattet. Die Kinder jedenfalls waren mit dem erzwungenen Umzug nicht sehr glücklich.

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NeunPlus – Chancen auf Ausbildung müssen erhalten bleiben!

Der Westflügel der Schule Slomanstieg

Schule Slomanstieg

Die SPD-Fraktion Hamburg-Mitte hat den Erhalt des erfolgreichen „Neun-Plus“ Programms der Schule Slomanstieg für den Berufseinstieg von Haupt- und Realschülern gefordert. Der Hauptausschuss der Bezirksversammlung hat gestern einen von mir formulierten und von der SPD eingebrachten Antrag einstimmig beschlossen.

Das in den letzten Jahren von der Schule Slomanstieg und auf der Veddel und deren Kooperationspartnern aus der Wirtschaft, allen voran der Aurubis AG entwickelte Modell war sehr erfolgreich.

Das Modell besteht aus einem Praxislerntag in der siebten Klasse, bei denen die Schüler einen Tag in der Woche in den Lehrwerkstätten der Betriebe verbringen. Schüler mir einem Schulabschluss, die keine Lehrstelle bekommen können sich dann für das „Neun-Plus“ Programm anmelden, in dem sie drei Tage im Betrieb verbringen und zwei Tage an der Schule intensiv geschult werden.

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Die Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg gewinnt den Stadtteilkulturpreis

Der Klotz im Park: Flakbunker Wilhelmsburg

Klotz im Park: Flakbunker

Das Geschichtsprojekt „Klotz im Park“ von der Geschichtswerkstatt und der Bonifatiusschule in Wilhelmsburg wurde heute von der Kultursenatorin mit dem mit 5.000 Euro dotierten Stadtteilkulturpreis 2010 ausgezeichnet.

Nominiert waren außerdem das Theaterprojekt „Der Duls ruft“ vom Theater am Strom mit der Grundschule Dulsberg, dem Stadtteilbüro und der Geschichtswerkstatt Dulsberg sowie das Medienprojekt „Die Ohrlotsen“ von der MOTTE in Altona.

Im Rahmen von „Klotz im Park“ machten sich von April bis September 2009 Schülerinnen und Schüler der Bonifatiusschule auf geschichtliche Spurensuche rund um den Bunker am Rotenhäuser Feld in Wilhelmsburg und gingen Fragen nach, wie: Welche Rolle hat der Bunker im Zweiten Weltkrieg gespielt? Welche Geschichten haben sich hinter den fast drei Meter dicken Mauern und um sie herum ereignet? Die historischen Fakten sowie die Erfahrungsberichte älterer Menschen, die im Krieg im Bunker ausharren mussten, haben die Schüler in Theaterszenen und eine multimediale Ausstellung umgesetzt. Das Projekt wurde im Rahmen des Fonds „Kultur bewegt“ von der Behörde für Kultur, Sport und Medien, der Hamburgischen Kulturstiftung und der Stiftung Maritim, Hermann und Milena Ebel gefördert.

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Die Veddeler Kiezläufer nehmen heute ihre Rundgänge auf

Veddeler Kiezläufer

Veddeler Kiezläufer

In einer Mieterversammlung der Saga/GWG wurden gestern die “Veddeler Kiezläufer” einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Die Kiezläufer sind sieben junge Männer und eine Frau die auf der Veddel abends Rundgänge machen, und so zur Beruhigung im Stadtteil beitragen sollen. Dabei ersetzen sie weder die Polizei noch Sozialpädagogen, sondern sind Ansprechpartner und Vermittler für Unterhaltungs- Bildungs- und Hilfsangebote. Das die meisten der jungen Kiezläufer selbst auf der Veddel aufgewachsen sind soll für die notwendige Akzeptanz sorgen.

Zur Vorbereitung auf ihre Aufgabe durchliefen die Kiezläufer einen Lehrgang des Institutes für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation (ikm). Maßgeblich vorangetrieben wurde das Projekt von der Saga/GWG-Tochtergesellschaft “Pro Quartier”. Kooperationspartner sind die “Jungen Muslime Veddel”, der Verein “Get the Kick” und die Polizei. Finanziert wird das Programm vor allem vom Bezirksamt Hamburg-Mitte mit EU-Mitteln aus dem Topf “Stärken vor Ort.”

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60% aller Kinder in den Kindertageseinrichtungen in Hamburg-Mitte haben mindestens einen ausländischen Elternteil

Kinder - Quelle: Woodley Wonderworks

Kinder - Quelle: Woodley Wonderworks (cc)

Das Statistikamt Nord hat interessante Zahlen über den Anteil an Kinder ausländischer Herkunft in Tageseinrichtungen in den Bezirken Hamburgs veröffentlicht.

Anfang März 2009 hatten fast 38 Prozent aller in Hamburger Kindertageseinrichtungen betreuten Kinder mindestens einen aus dem Ausland stammenden Elternteil. Das ist ein Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Kita-Kinder ausländischer Herkunft war mit 60 Prozent im Bezirk Hamburg-Mitte am höchsten, so das Statistikamt Nord.

Auch der Bezirk Harburg wies mit 46 Prozent eine überdurchschnittliche Quote auf. Vergleichsweise wenige Kinder mit Migrationshintergrund gab es in den Kitas der Bezirke Wandsbek (32 Prozent), Eimsbüttel (30 Prozent) und Hamburg-Nord (27 Prozent).

Insgesamt hatten fast 26 500 Kita-Kinder ausländische Wurzeln, das waren knapp sechs Prozent mehr als vor Jahresfrist. Auch ihr Anteil an allen in Tageseinrichtungen betreuten Kindern ist geringfügig gestiegen.

Das durch den hohen Anteil besondere Anforderungen an die Betreuungseinrichtungen gestellt werden zeigt eine weitere Statistik aus dem letzten Jahr: Lediglich 39 Prozent der in Hamburger Tageseinrichtungen betreuten Kinder von Eltern ausländischer Herkunft sprechen in der Familie vorrangig deutsch.

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Kinderarmut in Hamburg: Die Veddel wieder knallrot

Artikel über Kinderarmut in der "Bild"Nein, in Sachen Kinderarmut ist  die Veddel nicht “Spitze”. Diesen Titel trägt der Stadtteil Dulsberg. Aber die Silbermedallie in diesen Rennen zu tragen, ist schlimm genug. Die “Bild” veröffentlichte letzte Woche eine Grafik, in der die Veddel wieder einmal in knallroter Farbe abgedruckt war.

In Dulsberg leben nach den Zahlen von 2008 54,4% der Kinder von staatlicher Unterstützung, die Veddel folgt mit einem Anteil von 52,6%. In Billstedt liegt der Wert mit 51,1% kaum geringer, und Wilhelmsburg folgt mit 49,7%. Insgesamt waren in Hamburg 26% aller Kinder von staatlichen Leistungen abhängig.

Erstmalig wurden in der Statistik alle staatlichen Hilfeleistungen zusammengefasst. Die Hilfequote bei Kindern ist in Hamburg doppelt so hoch, wie die der Erwachsenen. Das Kinder ein Armutsrisiko darstellen, wird schon lange diskutiert. Die Lage auf der Veddel kann aber kaum überraschen, befinden wir uns doch in dem ärmsten Stadtteil Hamburgs.

Für die Bezirkspolitik stellt sich die Frage, mit welchen Maßnahmen man die Situation der Kinder abfedern kann, und zwar vor dem Hintergrund das gerade Hamburg-Mitte in besonderer Weise von dem Problem betroffen ist. Hier brennt es sozusagen an jeder Ecke. Im Rahmen der Möglichkeiten wird auf der Veddel einiges getan.

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Basketball: Der Veddeler Rene Kindzeka spielt um Deutsche Meisterschaft

SSVS Basketball

SSVS Basketball

Was der Schulsportverein Slomanstieg (SSVS) leistet ist erstaunlich. Die Basketballmannschaft der unter 12-Jährigen ist Hamburger Vizemeister geworden. Im letzten Spiel unterlagen sie gegen die Hamburg Tigers, die sie in der Saison bereits mehrfach bezwungen hatten. Mit Mannschaften wie beispielsweise Wedel haben sie vorher starke Konkurrenten aus dem Feld geschlagen, die es kaum verknusen konnten von einem vier Jahre alten Verein von der Veddel aus dem Feld geschlagen zu werden.

Der Veddeler Rene Kindzeka spielt, ausgeliehen an die Hittfeld Sharks, sogar in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft der unter 14 -Jährigen. Das Turnier der vier qualifizierten Teams wird am 13. und 14 Juni in Bamberg stattfinden. Rene wurde als Talent beim SSVS entdeckt und gefördert.

Herz und Hirn des SSV Slomanstieg ist Jörg Jacobs, der seit einiger Zeit auf der Veddeler wohnt. Den Verein hat er aus der Taufe gehoben, als seine Tochter auf der Veddel zur Schule ging. Seiner Arbeit und seinem Engagement vor allem ist der Erfolg des Sportvereines  zu verdanken.

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Internationales Kinderfest Wilhelmsburg – Nisan

Internationales Kinderfest

Internationales Kinderfest

Nach einer Türkischen Tradition wird am 23. April der Tag des Kindes gefeiert. Inzwischen hat sich dieses Fest über viele Länder verbreitet. In Wilhelmsburg hat es der Türkische Elternbund  und das Haus der Jugend zu einem aus dem Kalender nicht mehr wegzudenkenden Ereignis entwickelt.

Auch gestern haben sich wieder zahlreiche Institutionen aus Wilhelmsburg an dem Fest beteiligt. Auf der Bühne fand ein umfangreiches Kulturprogramm statt, der Steiger war umlagert, viele Kinderspiele aufgebaut. Mit zum Programm gehörten jede Menge Stände mit Essen, von gefüllten Weinblättern bis zur Erdbeertorte war alles zu haben.

Kurz und gut, bei bestem Sonnenschein war das Rothenhäuser Feld unterhalb des Flakturmes voll von Besuchern, die alle auf ihre Kosten gekommen sein dürften.

Hier ein paar Eindrücke vom Tag:

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