Archiv für die Kategorie: “Kleiner Grasbrook”


..und sie bewegt sich doch!

..und sie bewegt sich doch!

Für Bezirksabgeordnete, die mit dem Elbinseln zu tun haben ist die “Hamburg Port Authority” (HPA) in der Nachfolge des Amtes für Strom und Hafenbau meistens ein harter Brocken. Wer meinen Blog ließt, wird auf Themen stoßen, in der ich mich mit der oft als “achter Bezirk” oder “kleines Königreich” bezeichneten HPA auseinandersetzen muss, beispielsweise [hier] oder [hier].

Doch jetzt gibt die HPA echte Leuchtzeichen ab, und schreibt sogar von Beteiligung der Bezirksversammlung bei Baugenehmigungen, wenn auch nur in sehr begrenzten Rahmen.

So wurde in diesem Jahr das Lagerhaus E in der Dessauer Straße zu einem Parkhaus umgebaut.

Das Parkhaus wurde durch zahlreiche Neonröhren rund um die Uhr beleuchtet. Der entstehende Lichtschein schien über die Freihafengrenze hinaus in die gegenüberliegenden Wohnungen an der Straße „Am Gleise“ und wird dort störend wahrgenommen, so das bei mir mehrere Beschwerden aufliefen.

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Der vom Verkehr bedrohte Norden der Veddel gehört zu HPA

Der vom Verkehr bedrohte Norden der Veddel gehört zu HPA

Zeitung lesen gehört für einen Lokalpolitiker zum Pflichtprogramm. Oft sind es die Randnotitzen, die aufhorchen lassen. Heute sind es gleich drei:

Straßennetz im Hafen zu Lasten der Veddel?

Die Bausenatorin Anja Hajduk hat sich in einem Interview gegenüber der “Welt” zu den geplanten Straßenneubauten im Hafengebiet geäußert. Es gehe um ein Netz von Straßen, eine Ost-West-Verbindung im Süden Wilhelmsburgs, eine im Norden und eine Verbindung zwischen den beiden. Es ist nicht schwer zu erraten, das die südliche Verbindung durch die Kornweide gehen wird, und die Verbindung nach Norden durch einen Neubau der Wilhelmsburger Reichsstraße hergestellt werden soll. Welchen Streckenverlauf die Nordtrasse aber nehmen soll ist unklar. Für die Planungen attraktiv ist die Tunnelstraße. Für die Veddel bedeutete das eine dritte quasi-Autobahn direkt durch den dichtbesiedelten Stadtteil. Da heisst es aufpassen!

Die Schulbezirke sind eigentümlich geschnitten

Die bevorstehende Schulreform des schwarz-grünen Senates soll in Regionalkonferenzen mit den Eltern besprochen werden. In diesem Zusammenhang druckte das Hamburger Abendblatt eine Karte der Schulbezirke ab, in denen über die Einrichtung von Primarschulen und Gymnasien diskutiert werden soll.

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Abriss von Strom- und Hafenbau (aus Wikipedia)

Abriss von Strom- und Hafenbau (aus Wikipedia)

Spötter meinten schon immer, das Amt für Strom- und Hafenbau sei der “achte Bezirk” der Hansestadt. Nach der Umwandlung zur Hamburg Port Authority (HPA) ist das Problem noch schlimmer geworden: Die HPA ist außer Rand und Band.

Nicht nur, das die HPA nach der Bezirksverwaltungsreform ihre Bauvorhaben jetzt selbst beantragen und genehmigen kann. Vorher wurden die Genehmigungen durch die Bauabteilung des Bezirksamtes erteilt, ein Prozess an dem noch demokratisch gewählte Volksvertreter beteiligt waren.

Offenbar weiß auch die Senatsebene nicht mehr, was in ihrem ehemaligen Amt vorgeht.

Heute meldete der NDR auf seiner Webseite, das der zuständige Wirtschaftssenator Gedaschko nicht informiert ist, was bei HPA so geschieht:

Die Wirtschaftsbehörde habe oft keine Kenntnis darüber, wie die Bauarbeiten vorankommen, wo es Probleme gibt und ob sich die Finanzierung halten lässt.

Dabei ist die HPA bereits in der jüngeren Vergangenheit mit sehr eigenwilligen Maßnahmen aufgefallen.
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Niedernfelder Brücken

Niedernfelder Brücken

Jahrelang hatte der Kampf um das Veddeler Wasserkreuz in der Nähe des Veddeler Bahnhofs gedauert. Die Niedernfelder- und die Müggenburger Durchfahrt sollten von Strom- und Hafenbau zugeschüttet werden weil das billiger wäre als ein Brückenneubau. So hatte es der Senat beschlossen. Doch es kam anders: Werner Marnette wies nach einem heftigen Wiederstand 2006 in einem Gutachten nach, das die Brücken zu einem relativ günstigen Preis saniert werden könnten. Doch der Senat entschied sich dann doch für den teureren Neubau.

Weil jetzt dennoch zwei Jahre nichts passiert ist, wird der Zustand der Brücken langsam kritisch.

Die inzwischen Hamburg-Port-Authority (HPA) genannte ehemalige Behörde gab gestern bekannt, das wegen des schlechten Zustands der Niedernfelder Bahnbrücken im Hafengebiet nach bereits erfolgten Geschwindigkeitsreduzierungen weitere Nutzungsbeschränkungen im Hafenbahnbetrieb verhängt werden müssen.

Aufgrund eines Gutachtens des Germanischen Loyd, das die Hamburg Port Authority zur Brückenprüfung erstellen ließ, ist seit gestern die zulässige Achslast auf 20 Tonnen beschränkt. „Wir können kein Risiko eingehen, auch wenn es zu Behinderungen kommen wird“, so HPA-Geschäftsführer Jens Meier. Das Gutachten sage zudem aus, dass bei einer weiteren Nutzung der Brücke stufenweise erhebliche Lastreduzierungen notwendig sind.

Im Klartext: Die Eisenbahnbrücke kann nicht mehr von schweren Lokomotiven befahren werden, die “Welt” spricht sogar von “Einsturzgefahr”.

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Kommt die Universität auf den Kleinen Grasbrook?

Kommt die Universität auf den Kleinen Grasbrook?

Die Diskussion, ob die Universität Hamburg auf den Kleinen Grasbrook verlegt werden soll kam überraschend. Die Entscheidung soll im Frühjahr 2009 fallen.

Um es klar zu sagen: Für die Elbinseln und die Stadtentwicklung wäre der Umzug der Uni ein großer Gewinn. Auch die Universität könnte durch das zusätzliche Platzangebot erheblich profitieren. Die Universitätspräsidentin hat sich entsprechend klar geäußert.

Von Unwissenheit zeugt die Diskussion allerdings immer dann wenn es heißt die Uni solle “auf eine Wiese” gebaut werden, der Kleine Grasbrook sei nicht Citynah, oder die Uni solle in die Hafencity.

Wir werden uns in der Bezirksversammlung sicher mit dem Thema zu beschäftigen haben, und es ist klar das wir als Veddeler den Umzug befürworten. Das der Umzug allerdings tatsächlich stattfinden kann ist sehr ungewiss. Denn bis zur Realisierung muss nicht nur die Entscheidung in diese Richtung gefällt werden, es sind dann auch erhebliche Anstrengungen zur Planung und Finanzierung des Projektes nötig.

Es wird auch eine Rolle spielen, das es in den Behörden der Hansestadt seit Jahren einen Streit zwischen den Befürwortern einer weiteren Hafennutzung des Kleinen Grasbrook und den Verfechtern einer Stadtentwicklung gibt.

Die Behörde für Wissenschaft und Forschung hat jetzt zum weiteren Verfahren in einer Pressemitteilung geäussert: Den Rest des Eintrages lesen »

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Letzte Nacht habe ich im blau beleuchteten Hafen fotografiert. Ein paar Impressionen der Hamburg Cruise Days finden sich in diesem Album:

Blaue Nacht mit Queen Mary
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Der Rathausturm bei Nacht. Quelle: Pressestelle des Senates

Die Sommerpause ist da, und erlaubt einen Blick auf die vergangenen Monate und ein paar grundsätzliche Gedanken.

Der neue schwarz-grüne Senat hat eine Reihe von sehr großen Themen angefasst. Die Mehrzahl der Projekte betrifft die Elbinseln Veddel und Wilhelmsburg direkt. Was am Ende Wirklichkeit wird ist offen. Doch die Beschäftigung mit den Mega-Themen droht die alltäglichen Probleme in den Stadtteilen zu überdecken.

Dabei sind die Maga-Themen für Politiker attraktiv. Bieten sie doch die Gelegenheit mit großen Entwürfen zu glänzen, und vielleicht das Aussehen und die Entwicklungen in der Stadt auf lange Zeit zu prägen.

Die für die Elbinseln wichtigen Themen im einzelnen:

  • Der Freihafen, der in Hamburg am 15. Oktober seit 120 Jahren existiert, soll abgeschafft, oder radikal verkleinert werden.
  • Für die Hafenquerspange, einer Autobahn A 252 durch den Hafen und über die angrenzenden Stadtteile, die seit 25 Jahren diskutiert wird, die inzwischen in den Bundesverkehrswegeplan mit einer Linienfeststellung eingetragen ist, und in dessen Planung unzählige Arbeitsstunden investiert wurden soll eine Ersatzlösung gefunden und gebaut werden.
  • In Zusammenhang mit den Planungen zur Hafenquerspange steht der Plan die Wilhelmsburger Reichsstraße abzureißen, und eine Ersatzstraße zu bauen.
  • Schließlich wird diskutiert, ob die seit 1919 in Eimsbüttel beheimatete Universität Hamburg auf den Kleinen Grasbrook, und nicht wie oft fälschlicherweise behauptet wird in die Hafencity, zu verlegen.
  • Mit den Universitätsplänen rücken die Überlegungen, die U4 unter der Elbe hindurch auf den Kleinen Grasbrook und nach Wilhelmsburg zu erweitern wieder in den Focus.

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Kommt die Universität auf den Kleinen Grasbrook?Der Senat plant, die Universität Hamburg in den Hafen zu verlegen. So verkündet es heute die Überschrift eines Artikels des Hamburger Abendblattes. Doch im Artikel wird die Sensation schnell relativiert.

Auch die “Taz” und die “Welt” berichten heute über die Pläne, formulieren ihre Artikel aber weniger reißerisch.

Hintergrund der Idee ist der schlechte Zustand der Universitätsgebäude und die Notwendigkeit, diese umfassend zu sanieren. Damit der Lehrbetrieb nicht jahrelang auf einer Baustelle stattfinden muss, und weil der Platz in Eimsbüttel für Erweiterungen nicht ausreicht wird über einen kompletten Neubau nachgedacht.

Allerdings ist diese Idee nur eine von mehreren Möglichkeiten, die in einer behördlichen Arbeitsgruppe geprüft werden sollen. Alternativen sind die Sanierung der bestehenden Gebäude, der teilweise Abriss und Neubau vor Ort und der teilweise Abriss mit einem Teilumzug.

Einige Gebäude der Universität, wie der Philosophen-Turm und das Hauptgebäude stehen unter Denkmalschutz, einige gehören, wie der schreckliche WiWi-Bunker einfach abgerissen, und vom Geomatikum fallen ab und zu Betonbrocken aus der Fassade. Den Rest des Eintrages lesen »

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Die Living Bridge in einer Animation der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (Quelle: Presseinformation der BSU)Das Büro Bothe Richter Teherani Architekten und der Investor Dieter Becken haben der Stadt vorgeschlagen, eine Brücke von der Hafencity zum Kleinen Grasbrook zu bauen, auf der 1.000 Wohnungen und Büros errichtet werden sollen.
Die SPD Veddel beschloss auf Ihrer Vorstandssitzung am Donnerstag das Projekt wegen seiner vielen Schwächen und Probleme abzulehnen.

Wir reihen uns damit in eine große Gruppe von Kritikern des Projektes ein, zu der auch viele namhafte Fachleute gehören.

Der Vorstand kritisiert vor allem ein Fehlen eines Verkehrskonzeptes. Bemängelt haben wir auch, das  alle Sichtachsen aus den Gebieten östlich der Brücke abgeschnitten werden. Das betrifft auch die vorgesehenen Wohnungen auf dem Baakenhöft. Den Rest des Eintrages lesen »

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