Archiv nach Kategorien: Lärm - Seiten 3

Die Verkehrsplanung, die Schulplanung und die Ungeschicklichkeit der HPA

Der vom Verkehr bedrohte Norden der Veddel gehört zu HPA

Der vom Verkehr bedrohte Norden der Veddel gehört zu HPA

Zeitung lesen gehört für einen Lokalpolitiker zum Pflichtprogramm. Oft sind es die Randnotitzen, die aufhorchen lassen. Heute sind es gleich drei:

Straßennetz im Hafen zu Lasten der Veddel?

Die Bausenatorin Anja Hajduk hat sich in einem Interview gegenüber der “Welt” zu den geplanten Straßenneubauten im Hafengebiet geäußert. Es gehe um ein Netz von Straßen, eine Ost-West-Verbindung im Süden Wilhelmsburgs, eine im Norden und eine Verbindung zwischen den beiden. Es ist nicht schwer zu erraten, das die südliche Verbindung durch die Kornweide gehen wird, und die Verbindung nach Norden durch einen Neubau der Wilhelmsburger Reichsstraße hergestellt werden soll. Welchen Streckenverlauf die Nordtrasse aber nehmen soll ist unklar. Für die Planungen attraktiv ist die Tunnelstraße. Für die Veddel bedeutete das eine dritte quasi-Autobahn direkt durch den dichtbesiedelten Stadtteil. Da heisst es aufpassen!

Die Schulbezirke sind eigentümlich geschnitten

Die bevorstehende Schulreform des schwarz-grünen Senates soll in Regionalkonferenzen mit den Eltern besprochen werden. In diesem Zusammenhang druckte das Hamburger Abendblatt eine Karte der Schulbezirke ab, in denen über die Einrichtung von Primarschulen und Gymnasien diskutiert werden soll.

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Die Hamburg Port Authority ist außer Kontrolle

Abriss von Strom- und Hafenbau (aus Wikipedia)

Abriss von Strom- und Hafenbau (aus Wikipedia)

Spötter meinten schon immer, das Amt für Strom- und Hafenbau sei der “achte Bezirk” der Hansestadt. Nach der Umwandlung zur Hamburg Port Authority (HPA) ist das Problem noch schlimmer geworden: Die HPA ist außer Rand und Band.

Nicht nur, das die HPA nach der Bezirksverwaltungsreform ihre Bauvorhaben jetzt selbst beantragen und genehmigen kann. Vorher wurden die Genehmigungen durch die Bauabteilung des Bezirksamtes erteilt, ein Prozess an dem noch demokratisch gewählte Volksvertreter beteiligt waren.

Offenbar weiß auch die Senatsebene nicht mehr, was in ihrem ehemaligen Amt vorgeht.

Heute meldete der NDR auf seiner Webseite, das der zuständige Wirtschaftssenator Gedaschko nicht informiert ist, was bei HPA so geschieht:

Die Wirtschaftsbehörde habe oft keine Kenntnis darüber, wie die Bauarbeiten vorankommen, wo es Probleme gibt und ob sich die Finanzierung halten lässt.

Dabei ist die HPA bereits in der jüngeren Vergangenheit mit sehr eigenwilligen Maßnahmen aufgefallen.
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Lärmkarten der Bahn veröffentlicht

Larmschutz muss sein!

Larmschutz muss sein!

Das Eisenbahnbundesamt hat die seit langen erwarteten Lärmkarten veröffentlicht. Demnach sind in Hamburg nicht die Stadtteile an der viel diskutierten Güterumgehungsbahn am stärksten vom Bahnlärm betroffen, sondern Wilhelmsburg, vor allem Georgswerder, sowie die Veddel.

Daneben leiden die Stadtteile an der Verbindungsbahn und im besonderen Maß auch Rothenburgsort unter dem Krach des Bahnbetriebes.

Die Lärmkartierung wurde nicht freiwillig erstellt, sondern erfolgte aufgrund der Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm (sog. EG-Umgebungslärmrichtlinie) der Europäische Gemeinschaft. Nach ihr erfolgt die flächendeckende Erstellung von Lärmkarten sowie die Ausarbeitung von Lärmminderungsplänen und die Durchführung von Lärmminderungsmaßnahmen auch in Hamburg.

Die Umsetzung in deutsches Recht erfolgt durch das Gesetz zur Umsetzung der EG-Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm.

Es wird Zeit, das nicht dort mit den Lärmschutzmaßnahmen begonnen wird, wo am lautesten danach gerufen wird, sondern dort wo es am lautesten ist, und die Menschen am meisten unter ihm leiden.

Weil uns dieses wichtige Thema in den nächsten Jahren in vielerlei Gestalt begegnen wird, habe ich für die Informationen hierzu eine eigene Seite auf meinem Blog eingerichtet.

Dort findet man auch die Links zu den Lärmkarten des Eisenbahnbundesamtes.

Uni statt Überseezentrum?

Kommt die Universität auf den Kleinen Grasbrook?Der Senat plant, die Universität Hamburg in den Hafen zu verlegen. So verkündet es heute die Überschrift eines Artikels des Hamburger Abendblattes. Doch im Artikel wird die Sensation schnell relativiert.

Auch die “Taz” und die “Welt” berichten heute über die Pläne, formulieren ihre Artikel aber weniger reißerisch.

Hintergrund der Idee ist der schlechte Zustand der Universitätsgebäude und die Notwendigkeit, diese umfassend zu sanieren. Damit der Lehrbetrieb nicht jahrelang auf einer Baustelle stattfinden muss, und weil der Platz in Eimsbüttel für Erweiterungen nicht ausreicht wird über einen kompletten Neubau nachgedacht.

Allerdings ist diese Idee nur eine von mehreren Möglichkeiten, die in einer behördlichen Arbeitsgruppe geprüft werden sollen. Alternativen sind die Sanierung der bestehenden Gebäude, der teilweise Abriss und Neubau vor Ort und der teilweise Abriss mit einem Teilumzug.

Einige Gebäude der Universität, wie der Philosophen-Turm und das Hauptgebäude stehen unter Denkmalschutz, einige gehören, wie der schreckliche WiWi-Bunker einfach abgerissen, und vom Geomatikum fallen ab und zu Betonbrocken aus der Fassade. Weiterlesen »

Nächtliche Ruhestörung durch Rammarbeiten

Eine Ramme an der Versmannstraße macht LärmAls wäre der Lärm, der durch die nächtlichen Güterzüge erzeugt würde nicht genug, kam gestern Nacht noch eine Dampframme zum Einsatz.
Eine Beschwerde bei der Polizei über den ruhestörenden Krach um 01:00 Uhr ergab kein Ergebnis, weil die Beamten noch mit den Nachwirkungen des Fußballspiels Deutschland-Türkei beschäftigt waren.
Eigene Nachforschungen ergaben dann, das die Bahn an der Versmannstraße baut. Nahe der Gleise wurden in je 45 Minuten zwei Pfeiler in den Boden gerammt. Nach Auskunft des Bauleiters müssen diese Arbeiten erfolgen, wenn kein Zugverkehr über die Bahnstrecke läuft. Angeblich seinen die Arbeiten von den zuständigen Behörden genehmigt worden. Die Genehmigung selbst konnte der Bauleiter aber nicht vorweisen.

Ich bekam aber Auskunft, das die Polizei aufgrund zahlreicher Beschwerden schon mehrmals vor Ort gewesen sei. Schließlich war nicht nur die Veddel, sondern auch die Hafencity betroffen.

Immerhin war es wieder ruhig, als ich von der Baustelle wieder nach Hause kam, und endlich in den Schlaf gefunden habe.

Event-Lärm in Wilhelmsburg: Wieviele Musikveranstaltungen vertragen die Elbinseln?

Jost Vitt, IBA Hamburg GmbHEs gibt viel Lärm auf den Elbinseln, doch nun gibt es noch mehr Krach: Über das Für und Wieder von Musikfestivals, und der damit verbundenen Belastungen, wird derzeit viel diskutiert. Die Meinungen gehen, was kaum überraschen kann, meilenweit auseinander.

Um gegen den Event-Lärm zu protestieren, hat sich jetzt sogar eine Bürgerinitiative gegründet. doch selbst die will nicht die “Spaßbremse” sein, die jegliches Feiern verhindern will. Aber schonender für die Bewohner des Reiherstieges soll es dann doch sein.

Mit dem Elbinselfestival am Reiherstieg steht das nächste Event vor der Tür. Die Verwaltung des Bezirkes, geübt durch Auseinandersetzungen mit Großveranstaltungen wie die “Harley-Days”, die in der Bevölkerung der Innenstadt immer wieder zu Beschwerden führen, hat reagiert, und den Veranstaltern des Elbinsel-Festivals auferlegt, ein mehrere tausend Euro teures Lärmschutzgutachten vorzulegen.

Für die Veranstalter aus der Honigfabrik, die mit einem geringen Eintrittsgeld arbeiten und dafür immerhin die derzeit vor allem bei jungen Mädchen sehr angesagte Punkrock-Band “Killerpilze” präsentieren können, wäre dieser Aufwand nicht zu bezahlen gewesen. Das Elbinsel-Festival stand vor dem aus.

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