Archiv nach Kategorien: Umwelt

Ratten gesehen? Bitte Melden!

Ratte (Quelle: Reg Mckenna)

Ratte (Quelle: Reg Mckenna)

Im Stadtteilbeirat kam die Frage auf, was zu tun sei wenn man Ratten gesehen hat. Die Antwort ist einfach: Man ruft beim Hygieneinstitut unter 42845-7972 an und meldet wo man das Tier gesehen hat. Dann wird innerhalb weniger Tage Gift ausgelegt. Dem Anrufer werden dafür keine Kosten in Rechnung gestellt.

Was kaum einer weiß: Es gibt eine Rattenverordnung. Wer eine Ratte sieht hat sogar die Pflicht sie zu melden. Trotzdem gelingt es nicht, dieses weit verbreitete Nagetier, das als Vorrats-, Material- und Gesundheitsschädling gefürchtet ist, aus unserem engeren Lebensumfeld vollständig zu vertreiben. Das gilt auch für die Veddel.

Ratten sind enorm anpassungsfähig und vermehren sich rasch. Eine weibliche Ratte bringt es – Kinder- und Kindeskinder eingeschlossen – auf ungefähr 600 Nachkommen pro Jahr. Gegen Ratten lässt sich trotzdem mehr tun: Zu vermeiden sind unbedingt die Vogelfütterung und das Wegwerfen von Lebensmittelresten auf der Straße. Abfälle gehören in die geschlossene Aufbewahrung und Müllbehälter.

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Delfi Cocoa: Neue Filter für die Industrieanlagen

Das Werk von Delfi Cocoa an der Elbe

Das Werk von Delfi Cocoa an der Elbe

Das am Einsiedeldeich auf der Peute liegende Werk von Delfi Cocoa, dessen Geruchsentwicklung nach einer Werkserweiterung im Jahr 2009 erheblich zugenommen hatte soll zwei zusätzliche Filteranlagen bekommen. Das ergab eine informelle Auskunft aus der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt.Demnach solle ein zusätzlicher biologischer Filter und eine thermische Nachverbrennung installiert werden.

Die Anlagen stünden jetzt kurz vor der Genehmigung. Bei zügiger Umsetzung könnten die Filter zum Jahresende in Betrieb gehen. Delfi Cocoa, das zum Konzern Petra Food aus Singapur gehört hatte das Werk von Hamester Kakao übernommen, und die Kapazität erheblich ausgeweitet. Daraufhin wurde eine zunehmende Geruchsbelastung auf der Veddel wahrgenommen. Dabei riecht es manchmal nach Schokolade, oft genug aber ziemlich ekelig.

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Ein Tunnel um Container führerlos aus dem Hafen zu bringen?

Tunnel (CC Mike Sandman) Quelle: Flikr msandmann

Tunnel (CC Mike Sandman)

Ungewöhnliche Ideen haben es meistens sehr schwer. Zu recht! “Never change a winning team”, ändere keine erfolgreiche Strategie. Wir wissen was mir mit der Umfuhr im Hafen durch LKW haben, ein laufendes, flexibles bezahlbares System. Aber es hat auch gravierende Nachteile. Daher sollten wir uns die Idee Container durch einem Tunnel mit automatisch gesteuerten Fahrzeugen oder durch eine Seilbahn aus dem Hafen abzutransportieren nicht von vorne herein verschließen.

Die Debatte kam überraschend. Wirtschaftssenator Frank Horch hat in seiner Rede vorm Hafenclub über die Möglichkeit gesprochen in Zukunft Container aus dem Hafen über eine Seilbahn oder ein Tunnelsystem abzutransportieren. Der Grund ist einfach: Wir brauchen zuverlässige Systeme um die angelandeten Waren schnell und zuverlässig aus den Hafen hinaus zu bringen. Dabei ächzt unsere Infrastruktur unter der heutigen Last schon ganz erheblich. Staus und Verspätungen sind an der Tagesordnung. Soll der Hafen wachsen scheint ein weiterer Ausbau unvermeidlich und teuer.

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Ein neuer Bahnhof für die U4 und S3 an den Elbbrücken?

S-Bahn Hamburg an der Elbbrücke

S-Bahn Hamburg an der Elbbrücke

Der Senat plant die U4, deren Strecke vom Jungfernstieg bis in die Hafencity gerade im Bau ist bis an die Elbbrücken verlängern. Dort soll ein Umsteigebahnhof zur S3 errichtet werden. Damit würde in der Nähe der Veddel eine weitere Station entstehen.

Die Verlängerung der U4 bis zu den Elbbrücken würde die Zahl der Fahrgäste offenbar verdoppeln. Das berichtet der Blog “Nahverkehr Hamburg“. Das allerdings erst, wenn die Hafencity mit Büro- und Wohnungsneubau an der Zweibrückenstraße angekommen ist, was wohl noch ein Jahrzehnt dauern wird.

Für die S-Bahn Harburg-Veddel-Hauptbahnhof, so “Nahverkehr Hamburg” weiter, könnte der Fahrgastzuwachs den Kollaps bedeuten. Die Strecke zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und Wilhelmsburg gilt schon heute als der hochbelastetste Abschnitt im gesamten Hamburger S-Bahnnetz. Zwischen Hammerbrook und Veddel gibt es werktags in 25% aller Züge keine freien Sitzplätze mehr – ein Rekordwert im S-Bahnnetz.

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Klimaretter fahren Pedelec von der Veddel

Elektro-Fahrrad Pedelec

Elektro-Fahrrad Pedelec

Am Sonnabend kann man auf der Veddel bei “Bike and Bite” das Pedelec der Aktion “Kirche für Klima” probe fahren.
Pedelecs oder Elektro-Fahrräder lassen sich nur unter Einsatz eigener Muskelkraft bewegen. Beim Treten wird eine intelligente Steuerungselektronik aktiviert, die die eigene Trittkraft misst und unterstützt:
Geht es z.B. bergauf oder gegen den Wind, verstärkt sich die Motorleistung. Für die Stärke der Unterstützung stehen sechs Stufen zur Verfügung. Die elektrische Unterstützung bricht sofort ab, wenn man aufhört zu treten.

Ein solches Rad erlaubt, kurze und mittlere Wege klimaverträglich zurückzulegen, ohne angestrengt oder verschwitzt zu einem Termin anzukommen. Aber auch entspannte Radausflüge oder Einkaufstouren sind damit möglich. Kirche für Klima erhofft sich, dass Menschen vom Auto aufs elektrisch unterstütze Fahrrad umsteigen und so einen Beitrag zur Emissionsverminderung leisten.

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Endlich: Der Radweg über den Argentinienknoten ist freigegeben

Radweg zum Elbtunnel

Die neue Radwegbrücke entlang der Klütjenfelder Straße ist fertig. Das medet die Hamburg Port Authority heute. Ab sofort können Radfahrer den neuen Weg nutzen. Die Brücke ist Teil eines Radweges durch den Hafen, den die HPA momentan baut. Zukünftig soll die Verbindung von Reiherstieg zum St. Pauli-Elbtunnel auf einem durchgehenden Radweg befahrbar sein.

Der Radweg war das erste Projekt das wärend meiner Mitgliedschaft im Ortsausschuss Veddel-Rothenburgsort vorgestellt wurde. Das ist neun Jahre her. Damals sollte auf den Radweg noch eine Treppe eingebaut werden, wogegen wir uns ausgesprochen haben. Jahrelang wurde die Forderung nach einem Radweg vergeblich gestellt. Erst in der letzten Wahlperiode kam Bewegung in die Angelegenheit.

Manch ein Radfahrer befuhr die Argentinienbrücke auf der Fahrbahn, was bei dem Schwerlastverkehr eine sehr mutige Alternative zu der steilen Treppe war, die man regulär benutzen sollte. Im Zuge der Baumaßnahme entstand im Hafen entlang der Klütjenfelder Straße eine neue Radwegbrücke. Insgesamt 13 Stahlbauelemente werden dazu an die Westseite der Hochstraße gehängt. Die Brücke überwindet einen Höhenunterschied von sieben Metern und ist barrierefrei angelegt. Die Fahrbahn selbst besteht aus einem glasfaserverstärktem Kunststoff. Das rutschfeste Material soll für zusätzliche Sicherheit sorgen.

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Kein Witz: Grüne wollen Autobahn bauen

Impression einer Hochbrücke über die Süderelbe bei Moorburg (Illustration: DEGES)

Impression einer Hochbrücke über die Süderelbe bei Moorburg (Illustration: DEGES)

Gestern hat der Senat trotz aller Widerstände und Probleme beschlossen, die neue Linienbestimmung für die sogenannte Hafenquerspange durch den dicht bewohnten Süden Wilhelmsburgs bei der Bundesregierung zu beantragen. Auf dieser Grundlage sollen die weiteren Entwurfs- und Genehmigungsplanungen vorangetrieben werden. Die neue Linie soll westlich von Moorburg an die geplante A26 anschließen und endet im Osten im Bereich der Anschlussstelle Stillhorn an der A1. Diese Linienbestimmung soll die 2005 beim Bund beantragte Nordtrasse unter den Spreehafen hindurch ersetzen.

Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (GAL) setzt sich damit konsequent über die Diskussionen des sogenannten “kooperativen Beteiligungsverfahrens” des letzten Jahres hinweg. Kein einziger der vorgebrachten Einwände gegen die Südtrasse wurde berücksichtigt. Nicht einmal die negativen Stellungnahmen der Internationalen Bausstellung (IBA) und der Internationalen Gartenschau (igs) fanden Berücksichtigung.

Keine Spur gibt es von dem versprochenen Verkehrskonzept für den Hamburger Süden. Gerade mit Hilfe dieses Konzeptes hätte man entscheiden können, wo Schnellstraßen notwendig, und wo sie eben nicht notwendig sind. Deshalb hätte dieses Konzept unbedingt vor das Linienbestimmungsverfahren gehört. Wenn die Autobahnen in dem Konzept sowieso gesetzt sind, ist die Erarbeitung desselben am Ende nur noch weiße Salbe, oder Geldverschwendung, je nachdem welchen Standpunkt man einnimmt.

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Die Nase voll vom Gestank? Beschweren sie sich per Telefon!

Die Stinkefabrik Delfi Cocoa an der Elbe

Die Stinkefabrik Delfi Cocoa an der Elbe

Am Einsiedeldeich auf der Peute ist die ehemalige Kakaorösterei Hamester erweitert worden. Seit dem stinkt es auf der Veddel öfter mal, manchmal fein nach Schokolade, aber öfter auch ziemlich unangenehm. Wir haben uns des Themas im Regionalausschuss Wilhelmsburg-Veddel angenommen, und von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) jetzt eine Antwort bekommen:

“Die BSU hatte bislang keine Kenntnis von einer Häufung von Geruchsbeschwerden auf der Veddel”.

Deshalb rufe ich an dieser Stelle alle dazu auf, sich sofort telefonisch zu beschweren, wenn es wieder mal stinkt!

Das Schadensmanagement der BSU ist während der Dienstzeiten unter der Telefonnummer 040 42840-2300 erreichbar, außerhalb dieser Zeiten über den Lagedienst der Polizei 110. Wer will kann auch die Adresse immissionsschutz@bsu.hamburg.de anmailen.

Herr Spengler vom Schadensmanagement der BSU schrieb mir, es sei für sie sehr hilfreich, wenn die Bürger Zeit und Ort der Geruchsbelastungen und die empfundene Geruchsart mitteilen. Schlimmer als die Veddel dürfte übrigens Rothenburgsort betroffen sein, weil der Stadtteil von der Peute aus in der Hauptwindrichtung liegt.

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Ein neues Naturschutzgebiet im Osten Wilhelmsburgs

Bunthäuser Spitze - Quelle: BSU

Bunthäuser Spitze - Quelle: BSU

Nach den Aufregungen um die Baumfällungen der igs ist diese Nachricht beinahe untergegangen: Die Auenlandschaft Norderelbe, die auch Teile des Wilhelmsburger Osten umfasst, ist unter Naturschutz gestellt worden.

Es ist das 31. Naturschutzgebiet in Hamburg. Bislang bewahren elf NSG die Besonderheit und Vielseitigkeit der Hamburger Elbe. Damit sind nun weite Teile der Tide-Flächen im Norderelbe-Bereich mit wertvollen Röhrichten, Auwäldern und seltenen Tieren unter Schutz gestellt.

Die „Auenlandschaft Norderelbe“ erstreckt sich von der Brücke der Autobahn A1 im Norden bis zur Bunthausspitze im Süden. Mit einer Größe von 222 Hektar zählt es zu einem der größeren Naturschutzgebiete in Hamburg. Die Teilflächen im Einzelnen sind: Das Vorland rund um die Bunthäuser Spitze, die Wasserfläche der Norderelbe, die Filterbecken auf der südlichen Billwerder Insel, die Spadenländer Spitze sowie Kreetsand als Pilotprojekt der Hamburg Port Authority (HPA) zur Senkung des Tidehubes.

Durch die Kraft der Gezeiten und den Tidehub von bis zu 3,5 Meter ist das Vorland einem ständigen Wandel ausgesetzt. Die Folge: hier können nur anpassungsfähige Fier- und Pflanzenarten dauerhaft leben. So hat sich hier z.B. der weltweit nur im Hamburger Tide-Bereich vorkommende Schierlings-Wasserfenchel etabliert. Von dieser besonders geschützten Art gibt es nur noch ca. 2.000 Pflanzen.

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Die igs hält die Baumfällungen auf dem Gartenschaugelände für erforderlich

Für den schiffbaren Kanal zum Rathaus wurde eine Schneise durch den Baumbestand geschlagen

Für den schiffbaren Kanal zum Rathaus wurde eine Schneise durch den Baumbestand geschlagen

Nachdem die Internationale Gartenschau (igs) wegen der Pläne zahlreiche Bäume zu fällen unter heftige Kritik geraten ist, geht sie jetzt mit ihrer eigenen Darstellung an die  Öffentlichkeit. Anlässlich einer Pressekonferenz im Bürgerhaus veröffentlichte sie zu den Arbeiten eine Erklätung, die ich hier wiedergebe. Dabei kann kaum überraschen, das die igs die Baumfällungen für die nun beginnenden, großflächigen Arbeiten auf dem Gartenschaugelände für erforderlich hält:

Der Umbau des Wasserwerks zu einem attraktiven Gartenlokal mit Terrassen zu den Rathauswettern, der Bau einer der modernsten Kletterhallen Norddeutschlands oder der Ausbau eines Kanukanals im Parkgelände sind nur einige der Bausteine für den Park der Zukunft, der in Wilhelmsburg entstehen soll. Um diese Projekte umzusetzen, hat die internationale gartenschau hamburg (igs 2013) beim Bezirksamt Hamburg-Mitte die dafür erforderliche Fällung von Bäumen auf dem Gartenschaugelände für die jetzige Fällsaison beantragt. Dies hat in der Öffentlichkeit Irritationen ausgelöst. Hierzu Heiner Baumgarten, Geschäftsführer der igs 2013:

„Wir legen viel Wert darauf, die Planungen zur Gartenschau optimal an den bestehenden Baumbestand anzupassen. Die Entwürfe wurden mehrfach geändert, um Bäume erhalten zu können. So haben wir die geplante Wegeführung entlang der Gewässer Kükenbrack und Mahlbusen verändert, um den Baumbestand zu schützen und die Störungen an den Gewässerrändern möglichst gering zu halten. Dennoch werden für die Parkgestaltung, insbesondere für die späteren Spiel-, Sport- und Freizeitnutzungen eines modernen Parks, freie Flächen benötigt, um unser Ziel zu erreichen: einen Park für alle Kulturen und Generationen mit Vorbildcharakter für andere große Metropolen“.

Insgesamt stehen auf dem rund 100 Hektar großen Gartenschaugelände hochgerechnet 20.000 Bäume, die sich aus den rund 6.000 erfassten Einzelbäumen mit einem Stammdurchmesser größer als 25 Zentimeter, kleineren Bäumen und den waldartigen Beständen zusammensetzen. Die Landschaftsbauarbeiten werden 2010 auf dem gesamten Gartenschaugelände große Fortschritte machen. Es werden unter anderem Leitungen verlegt, Wege gebaut, Gewässer entschlammt und mit dem Bau der Kletterhalle begonnen. Beispielsweise für den Bau des neuen Schwimmbads und der Kletterhalle, für den Wegebau oder die Grabenunterhaltung müssen Bäume weichen.

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