Am Montag erschien die Firma Taucher-Knoth mit einem Schwimmkran vor Ort. Für die Aktion musste auf eine günstige Tiede gewartet werden, denn das Gerät passt nur bei Niedrigwasser unter der Freihafenbelbrücke hindurch. Mit insgesamt vier Leuten wurde die Arbeit angegangen. Der Stahlbogen wurde an vier Punkten aufgehängt und mit dem Kran relativ mühelos abgehoben. Die notwendigen Vorarbeiten waren schon Wochen zuvor erledigt worden. Die Vegetation hatte sich der Brücke bemächtigt, mindestes zwei Bäume waren gefällt worden.
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Nach 130 Jahren auf der Veddel: Unsere alte Dampferbrücke ist weg
Endlich fertig: Die Elbbrücke ist wieder baustellenfrei
Seit über einem Jahr nervte die Baustelle auf den Elbbrücken. Nicht nur, das man beständig im Stau stand wenn man in die Stadt wollte, auch der Bus fuhr nicht mehr durch den alten Straßenbahntunnel auf die Brücke. Die Folge waren ständige Verspätungen. In der Straße Am Zollhafen/Hovestieg waren lange Staus an der Tagesordnung, und belasteten das Quartier. Das Kapitel gehört jetzt endlich der Vergangenheit an. Die Bauarbeiten sind im wesentlichen abgeschlossen.
Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation gab jetzt folgende Pressemitteilung heraus:
Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße: Bund gibt grünes Licht (aktualisiert)
Heute erhielt ich eine Pressemitteilung der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, die ich hier unverändert und unkommentiert einstelle:
Eine wichtige Hürde zur Verlegung der sanierungsbedürftigen Wilhelmsburger Reichsstraße (B4/B75) an die Bahntrasse ist genommen: Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat mit Schreiben vom 16. September 2011 den so genannten „Gesehen-Vermerk“ erteilt. Das bedeutet: Der Bund stimmt der von der DEGES im Auftrage Hamburgs aufgestellten Entwurfsplanung zu und bekennt sich damit zu einer Finanzierung der Maßnahme in den nächsten Jahren.
Die Bundesregierung stellt die Hafenquerspange in frage
Eigentlich ist das wenig verwunderlich, weil für diese Autobahn kein Baurecht besteht. Der Letzte Senat hat die Planungen radikal verändert. Während sie vorher neben der Köhlbrandbrücke in den Hafen hinein und über dem Spreehafen aus dem Hafen hinaus führen sollte, ist die Planung jetzt auf den Süden der Elbinsel nach Moorburg und Kirchdorf verlegt worden. Es handelt sich dabei um Linienbestimmungen. Vor den eigentlichen Bauarbeiten müsste noch ein umfangreiches Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Das dauert mehrere Jahre, und es schließen sich oft noch umfangreiche Gerichtsverfahren an.
Ein Tunnel um Container führerlos aus dem Hafen zu bringen?
Ungewöhnliche Ideen haben es meistens sehr schwer. Zu recht! “Never change a winning team”, ändere keine erfolgreiche Strategie. Wir wissen was mir mit der Umfuhr im Hafen durch LKW haben, ein laufendes, flexibles bezahlbares System. Aber es hat auch gravierende Nachteile. Daher sollten wir uns die Idee Container durch einem Tunnel mit automatisch gesteuerten Fahrzeugen oder durch eine Seilbahn aus dem Hafen abzutransportieren nicht von vorne herein verschließen.
Die Debatte kam überraschend. Wirtschaftssenator Frank Horch hat in seiner Rede vorm Hafenclub über die Möglichkeit gesprochen in Zukunft Container aus dem Hafen über eine Seilbahn oder ein Tunnelsystem abzutransportieren. Der Grund ist einfach: Wir brauchen zuverlässige Systeme um die angelandeten Waren schnell und zuverlässig aus den Hafen hinaus zu bringen. Dabei ächzt unsere Infrastruktur unter der heutigen Last schon ganz erheblich. Staus und Verspätungen sind an der Tagesordnung. Soll der Hafen wachsen scheint ein weiterer Ausbau unvermeidlich und teuer.
Pegelstand Elbinsel zum Thema Verkehr: Mehr Veddeler Beteiligung erwünscht
Die Nähe des Hafens bringt für die Veddel und die Elbinseln erhebliche Belastungen durch den Schwerlastverkehr mit sich. Das Problem wird sich noch verschärfen, wenn mit dem Freihafen auch der Zoll, und damit die nächtliche Sperrung der Tunnelstraße entfällt.
In Wilhelmsburg schläft man nicht. Dort beteiligen sich seit Jahren zahlreiche Bürger und Vereine an der Diskussion, wie die Verkehre in Zukunft geführt werden sollen. Dabei konzentriert sich der Blick naturgemäß oft auf die eigenen Probleme. Damit die Veddel am Ende nicht buchstäblich überfahren wird, ist eine stärkere Beteiligung Veddeler nötig.
Die nächste Möglichkeit dazu bietet der Verein “Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg“, der im Rahmen seiner “Pegelstand” Veranstaltungsreihe das Thema Verkehr wieder einmal auf die Tagesordnung nimmt. Er findet am Donnerstag, den 8.September um 19:00 Uhr im Bürgerhaus Wilhelmsburg statt.
Ein neuer Bahnhof für die U4 und S3 an den Elbbrücken?
Der Senat plant die U4, deren Strecke vom Jungfernstieg bis in die Hafencity gerade im Bau ist bis an die Elbbrücken verlängern. Dort soll ein Umsteigebahnhof zur S3 errichtet werden. Damit würde in der Nähe der Veddel eine weitere Station entstehen.
Die Verlängerung der U4 bis zu den Elbbrücken würde die Zahl der Fahrgäste offenbar verdoppeln. Das berichtet der Blog “Nahverkehr Hamburg“. Das allerdings erst, wenn die Hafencity mit Büro- und Wohnungsneubau an der Zweibrückenstraße angekommen ist, was wohl noch ein Jahrzehnt dauern wird.
Für die S-Bahn Harburg-Veddel-Hauptbahnhof, so “Nahverkehr Hamburg” weiter, könnte der Fahrgastzuwachs den Kollaps bedeuten. Die Strecke zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und Wilhelmsburg gilt schon heute als der hochbelastetste Abschnitt im gesamten Hamburger S-Bahnnetz. Zwischen Hammerbrook und Veddel gibt es werktags in 25% aller Züge keine freien Sitzplätze mehr – ein Rekordwert im S-Bahnnetz.
Klimaretter fahren Pedelec von der Veddel
Am Sonnabend kann man auf der Veddel bei “Bike and Bite” das Pedelec der Aktion “Kirche für Klima” probe fahren.
Pedelecs oder Elektro-Fahrräder lassen sich nur unter Einsatz eigener Muskelkraft bewegen. Beim Treten wird eine intelligente Steuerungselektronik aktiviert, die die eigene Trittkraft misst und unterstützt:
Geht es z.B. bergauf oder gegen den Wind, verstärkt sich die Motorleistung. Für die Stärke der Unterstützung stehen sechs Stufen zur Verfügung. Die elektrische Unterstützung bricht sofort ab, wenn man aufhört zu treten.
Ein solches Rad erlaubt, kurze und mittlere Wege klimaverträglich zurückzulegen, ohne angestrengt oder verschwitzt zu einem Termin anzukommen. Aber auch entspannte Radausflüge oder Einkaufstouren sind damit möglich. Kirche für Klima erhofft sich, dass Menschen vom Auto aufs elektrisch unterstütze Fahrrad umsteigen und so einen Beitrag zur Emissionsverminderung leisten.
Die neuen Niedernfelder Brücken sind offiziell eröffnet
Wenn Senator Horch heute die Brücken über das Veddeler Wasserkreuz eröffnet, ist das ein Grund zur Freude. Durch die Brückenlösung wird an dieser Stelle mit den Wasserstraßen eine wichtige Infrastruktur im Hafen erhalten.
Außerdem freue ich mich auch über die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches der Elbinselbewohner: Der Rundweg um den Spreehafen erhält mit den an die Brücke angefügten Fuß- und Radweg endlich seinen Lückenschluss. Nach der Öffnung des Zollzaunes ist dies ein weiterer wichtiger Schritt zur Nutzung der Wasserflächen und Uferbereiche durch die Bewohner der Veddel und Wilhelmsburgs. Wir Insulaner erhalten so einen neuen attraktiv nutzbaren Zugang zum Wasser.
Die Sache mit dem Penny-Parkplatz
Manch ein Argloser vermisste Anfang Februar sein Fahrzeug, musste dann irgendwo in Altona um die 280 Euro blechen nur um zu erfahren das sein Auto irgendwo in Norderstedt am Straßenrand stehen würde. Der Vorgang hat unter einzelnen Nachbarn zu so viel Unmut geführt, das Verkäuferinnen bedroht wurden und Scheiben zu Bruch gingen. Um das hier mal ganz klar zu betonen: Solche Handlungen sind absolut nicht in Ordnung sondern Straftaten.
Andererseits beruhte die langjährig geduldete Nutzung des Parkplatzes durch die Anwohner auf einer Abmachung die beim Bau des Platzes im damals zuständigen Ortsausschusses Veddel-Rothenburgsort getroffen worden war. Darüber hatte ich einen Hinweis aus der Bevölkerung erhalten, den mir zwei damalige Mitglieder des Ausschusses bestätigt haben. Denn bevor Penny den Platz ausgebaut hat, war dort eine Fläche die ebenfalls schon von den Anwohnern als Parkplatz genutzt worden war. Deshalb haben die Abgeordneten damals als Bedingung für die Baugenehmigung die Nachbarschaftsregelung eingefordert.
Ich habe daraufhin Kontakt mit dem verantwortlichen Mitarbeiter der Penny-Markt GmbH aufgenommen. Er hat dann die Angelegenheit aus seiner Sicht berichtet.









