Bei einer Deichverteidigungsübung tut man so als sei eine Sturmflut angekündigt. Männer und Frauen der verschiedenen Zivilschutzorganisationen rücken in die für sie bereitstehenden Bereitschaftsunterkünfte ein und melden sich beim Stab im Rathaus Wilhelmsburg an. Sie nennen das “einen Meldekopf” bilden. Ich habe gestern neben der Deichwacht Angehörige des THW, der Bundeswehr, und der Feuerwehr und freiwillige Deichschützer gesehen. Außerdem waren zahlreiche Mitarbeiter des Bezirksamtes und einiger Behörden dabei. Uwe Sommer, Chef der Deichwacht Wilhelmsburg, meldete 32 einsatzbereite Helfer beim Stab an.
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Mit der Deichwacht auf Katastrophenschutzübung
Die neue Unterkunft der Deichwacht: Lösung in Sicht!
Die Deichwacht muss aus ihrer Unterkunft in der Rotenhäuser Straße weichen, weil das Gebäude, eine alte Turnhalle, baufällig ist. Lange wurde eine neue Unterkunft gesucht. Die Lösung am Depot Finkenriek Bürocontainer aufzustellen lag schon einige Zeit vor, doch es haperte an der Finanzierung. Jetzt ist endlich eine Lösung in Sicht.
Am Rande einer Veranstaltung sprach Bezirksamtsleiter Markus Schreiber mit dem Chef der Deichwacht, Uwe Sommer. Das Bezirksamt stellt bis zu 100.000 Euro für die neue Unterkunft zur Verfügung. Wichtige Arbeiten zur Herrichtung des Geländes will die Deichwacht in Eigenleistung selbst erbringen. Dadurch werden erhebliche Kosten gespart. So wurde es zwischen den Beiden mit Handschlag vereinbart.
Deichwacht Wilhelmsburg: Eine Sturmflut im Wasserglas
Die CDU-Geführten Senatsbehörden verweigern den ehrenamtlichen Helfern der Deichwacht Wilhelmsburg die Finanzierung der notwendigen Erschließung ihrer neuen Unterkunft. Als wenn diese Tatsache nicht schon ein Skandal für sich wäre, verbreitete die CDU Wilhelmsburg in Form ihres Bürgerschaftsabgeordneten am Montagabend in einer Pressemitteilung auch noch die Falschmeldung, die jetzige Unterkunft der Deichwacht an der Rotenhäuser Straße werde bereits im Juli abgerissen.
Doch betrachten wir die Ereignisse einmal chronologisch:
Seit einiger Zeit ist das Schicksal der alten Turnhalle an der Rotenhäuser Straße ungewiss. Zunächst hieß es, die der Schulbehörde gehörende Halle falle dem Ausbau der Rathauswettern zu einem schiffbaren Kanal zum Opfer. Das war Anlass über einen Umzug der hier untergebrachten Deichwacht Wilhelmsburg nachzudenken. Nach einigem Hin- und her entschied man im Bezirksamt Hamburg-Mitte, die Unterkunft der Mannschaften auf dem Gelände des Sandsacklagers der Deichwacht in der Nähe des Finkenrieks unterzubringen. Die Finanzierung der hierfür benötigten Bauten durch den Bezirk wurde sichergestellt. Diese mit der Deichwacht abgestimmte Lösung hat nur einen Haken: Für die Gebäude benötigt man eine Erschließung. Die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser muss hergestellt werden, außerdem muss das Abwasser ans Siel angeschlossen werden. Die Kosten dieser Arbeiten wurden mit 120.000 € veranschlagt. Eine Summe, die vom Senat aufzubringen ist.
Gendenken an die Opfer der Sturmflut 1962
Die Sturmflut im Februar 1962 war eine der größten Naturkatastrophen in der hamburgischen Geschichte. In diesen Tagen jährt sich dieses Ereignis nun zum 48. Mal. Wilhelmsburg gehörte zu den am stärksten betroffenen Gebieten – von den 315 Opfern in Hamburg kamen die meisten aus Wilhelmsburg.
An der Elbe wurde in den späten Abendstunden des 16. Februar 1962 ein sehr starkes Ansteigen der Wasserstände beobachtet, das durch den Orkan Vincinette (die Siegreiche) ausgelöst wurde. Gegen Mitternacht wurden vielerorts die Kronen der noch nicht erhöhten Deiche erreicht und überströmt, wenig später brachen die ersten Deiche.
Heute, Dienstag, den 16. Februar 2010 um 17.30 Uhr wird in Wilhelmsburg am Flutopferdenkmal in der Grünanlage Kirchdorfer Straße in einer Gedenkveranstaltung mit der Entzündung einer Mahnflamme an die vielen Opfer erinnert.
Die Mitglieder der Wilhelmsburger Deichwacht und der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsburg werden sich mit Fackeln zu einer Mahnwache formieren.
Dachstuhlbrand in der Slomanstraße
Die Feuerwache Veddel und die Freiwillige Feuerwehr Veddel-Rothenburgsort waren an dem Einsatz beteiligt. Die Ursache des Brandes ist noch ungeklärt. Einige Hausbewohner spekulierten über spielende Kinder oder Wasserpfeife rauchende Jugendliche. Ein Feuerwehrmann zuckte mit den Schultern und sagte: “Wir nennen es mal spontane Selbstentzündung.”
Gedenken an die Sturmflutopfer von 1962
Die Sturmflut im Februar 1962 war eine der größten Naturkatastrophen in der hamburgischen Geschichte. In diesen Tagen jährt sich dieses Ereignis nun zum 47. Mal. Wilhelmsburg gehörte zu den am stärksten betroffenen Gebieten – über 200 Menschen verloren hier ihr Leben.
Heute, Montag, den 16. Februar 2009 um 18.00 Uhr wird in Wilhelmsburg am Flutopferdenkmal in der Grünanlage Kirchdorfer Straße in einer Gedenkveranstaltung mit der Entzündung einer Mahnflamme an die vielen Opfer erinnert.
Die Mitglieder der Deichwacht und der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsburg werden sich mit Fackeln zu einer Mahnwache formieren.
Katastrophale Katastrophenschutzübung in Wilhelmsburg
In Hamburg haben gestern Abend über fünfhundert Helfer die zum Beginn der Sturmflutsaison übliche Katastrophenschutzübung durchgeführt. Im Bereich Wilhelmsburg wurden dabei eklatante Versäumnisse der Einsatzleitung deutlich. In einem Ernstfall hätte das simulierte Schadensbild leicht zu einem fatalem Deichbruch führen können.
Zunächst hatte die Einsatzleitzentrale gleich drei Teams an die Schadenstelle kommandiert, zwei vom THW und die Männer von der Deichwacht. Nur die Sandsäcke waren nicht da, denn die hätten aus dem Sandsackdepot ebenfalls von der Zentrale aus angefordert werden müssen.
Schließlich zog das THW unverrichteter Dinge ab, und die Deichwacht brachte ihre eigene Ausrüstung zum Einsatz.
Als die Sandsäcke endlich eintrafen, waren bereits eineinhalb Stunden vergangen. Nur: Niemand aus der Leitzentrale hatte das Material zur Schadenstelle befohlen, sondern ein Mann von der Deichwacht war zu Fuß in das Depot gegangen. Das war ausnahmsweise möglich, da es sich in der Nähe befand. Ein Zufall, mit dem man im Ernstfall nicht zählen kann.






