Antrag vom 20.11.2006: Bezirkliches Wochenmarktmanagement einführen

Bezirkliches Wochenmarktmanagement einführen
Antrag der Abgeordneten Klaus Lübke, Hansjörg Schmidt, sowie Jutta Kodrzynski, Michael Osterburg (GAL und Fraktion

Interfraktioneller Antrag für die Sitzung der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte am 21. November 2006:

Wochenmärkte sind der wichtigste Vertriebsstandort für die Direktvermarktung der Erzeugerbetriebe von landwirtschaftlichen Produkten aus dem regionalen Umfeld. Zusammen mit einer Vielzahl von ambulanten Warenanbietern aus fast allen Bereichen des Einzelhandels kann so ein interessanter Warenmix und für den Kunden ein Einkaufsstandort mit besonderem Flair entstehen.

Der Senat hat entschieden, die Zuständigkeit für Märkte in die Bezirke zu verlagern. Das bedeutet, dass jeder Bezirk individuell über seine Märkte entscheiden kann. Finanziellen Gestaltungsspielraum haben die Bezirke hinsichtlich der Wochenmärkte, für die ein Gebührenrahmen festgelegt wurde.

In Hamburg-Mitte werden derzeit 11 Wochenmärkte abgehalten:

Bei der Vogelstange (Hamm), Carl-von-Ossietzsky-Platz (St. Georg),Finkweg (Finkenwerder),

Großneumarkt (Neustadt), Hopfenmarkt (Altstadt ), Meurerweg (Horn) , Möllner Landstraße und

Kandinskyallee (Billstedt), Rothenburgsorter Marktplatz, Sachsenfeld (Hammerbrook) und der

Kolonialwarenwochenmarkt im Kontorhausviertel auf dem Burchardplatz. Der ehemalige Wochen-markt in der Slomanstraße auf der Veddel ist durch eine Sondernutzungsgenehmigung ersetzt wor-den.

Die Wochenmärkte stehen zunehmend in Konkurrenz zu Einkaufszentren, in denen der Warenmix zentral gemanagt wird. Einige Wochenmärkte verlieren durch die Zunahme von Bekleidungsständen und die Abnahme vor allem von Lebensmittelständen an Attraktivität. In Zukunft ist daher auch für die Wochenmärkte ein modernes Management notwendig. Stände, die die Gesamtattraktivität eines Marktes steigern, können durch ermäßigte Gebühren gefördert werden, Stände, für dessen

Warenangebot auf einem Markt ein Überangebot besteht, können mit höheren Gebühren belegt wer-den.

Es ist auch zu prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, die Attraktivität von umsatzschwächeren

Märkten dadurch zu steigern, dass die Gebühr für das Auftreten auf unterschiedlichen Märkten

miteinander gekoppelt wird.

Die Bezirksversammlung möge deshalb beschließen:

1. Die Bezirksverwaltung wird beauftragt, die Rahmenbedingungen für die Einführung eines

Bezirklichen Wochenmarktmanagements zu untersuchen und im Ausschuss für Haushalt und Regionale Wirtschaftsförderung vorzustellen.

2. Der Ausschuss für Haushalt und Regionale Wirtschaftsförderung stellt in Zusammenarbeit mit der Bezirksverwaltung einen Kriterienkatalog für die Platzvergabe und Gebührenerhebung auf den Wochenmärkten auf.

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