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	<title>Klaus Lübke Blog &#187; Hamburg</title>
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	<description>Hier schreibt der Stadteilkümmerer über die Veddel, Wilhelmsburg, Hamburg und die Welt</description>
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		<title>Tod der elfj&#228;hrigen Chantal aus Wilhelmsburg</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 14:46:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2012/02/03/tod-der-elfjahrigen-chantal-aus-wilhelmsburg/" title="Tod der elfjährigen Chantal aus Wilhelmsburg"></a>Wie wohl viele andere Menschen f&#252;hle ich mich tief betroffen und bedr&#252;ckt von dem Tod der elf Jahre alten Chantal aus Wilhelmsburg. Die heute vorliegenden Erkenntnisse machen mich fassungslos. F&#252;nf ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter des Bezirksamts kannten die Situation vor &#8230;<p class="read-more"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/2012/02/03/tod-der-elfjahrigen-chantal-aus-wilhelmsburg/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2012/02/03/tod-der-elfjahrigen-chantal-aus-wilhelmsburg/" title="Tod der elfjährigen Chantal aus Wilhelmsburg"></a><p><a href="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2009/03/trauer.jpg" rel="lightbox[2980]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1411" title="trauer" src="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2009/03/trauer-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><strong>Wie wohl viele andere Menschen f&#252;hle ich mich tief betroffen und bedr&#252;ckt von dem Tod der elf Jahre alten Chantal aus Wilhelmsburg. Die heute vorliegenden Erkenntnisse machen mich fassungslos. F&#252;nf ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter des Bezirksamts kannten die Situation vor Ort und haben sie f&#252;r gut befunden. Nicht einer, nicht zwei, nein f&#252;nf. Und sie haben alle Warnungen von Nachbarn, ja sogar von der Schule abgetan. Dieses Wissen vermittelt mir  zun&#228;chst einmal ein Gef&#252;hl der Hilflosigkeit. Wie viele Leute soll man denn noch schicken? </strong></p>
<p>Es ist notwendig innerlich zu durchdringen, zu begreifen wie es zu einer solchen Kette von Fehleinsch&#228;tzungen durch verschiedene Menschen kommen konnte. Ich, und nicht nur ich habe so etwas f&#252;r unm&#246;glich gehalten.</p>
<p>Weil es um unsere Kinder geht m&#252;ssen wir jetzt Lehren ziehen. Die SPD-Fraktion Hamburg-Mitte hat damit begonnen. Ich dokumentiere hier die Pressemitteilung meiner Fraktion:</p>
<blockquote><p>Auf schmerzliche Weise haben wir wieder einmal sehen m&#252;ssen, dass das derzeitige System der Kinder- und Jugendhilfe, der Hilfen zur Erziehung und der Kinder- und Jugendwohlfahrt den Tod der elfj&#228;hrigen Chantal nicht verhindern konnte.</p>
<p><span id="more-2980"></span></p>
<p>Es ist besonders ersch&#252;tternd, dass anders als im Fall Lara-Mia, bei dem das pers&#246;nliche Versagen eines Mitarbeiters eines freien Tr&#228;gers vorlag, wir es hier mit der unglaublichen kollektiven Fehleinsch&#228;tzung von f&#252;nf studierten, erfahrenen Sozialp&#228;dagogen sowie eines freien Tr&#228;gers und seinen Mitarbeitern zu tun haben.</p>
<p>Als unmittelbare Konsequenz gilt es nun, die vorhandenen Hilfesysteme grunds&#228;tzlich auf den Pr&#252;fstand zu stellen. Das Dreieck Jugendamt, freie Tr&#228;ger und ambulante Hilfen zur Erziehung ist nicht nur in Hamburg-Mitte, sondern in ganz Hamburg gescheitert. Dieses Strukturproblem f&#252;hrte in Hamburg mittlerweile zum Tod von vier Kindern.</p>
<p>Die Ermittlungen zum Todesfall von Chantal sind noch nicht abgeschlossen, bereits jetzt zeichnet sich aber ab, dass das System strukturell versagt hat.</p>
<p>Aus diesem Grund fordert die SPD-Fraktion Hamburg-Mitte die Einsetzung einer gesamthamburgischen Kommission, die diese gescheiterte Struktur grunds&#228;tzlich &#252;berpr&#252;ft – sowohl auf die Hamburger, als auch auf die bundesgesetzlichen Regelungen und Wechselwirkungen.</p>
<p>Bereits nach dem Tod von Lara-Mia hat der Bezirk Hamburg-Mitte Ma&#223;nahmen eingeleitet:</p>
<ul>
<li>der ASD Wilhelmsburg ist materiell und personell deutlich gest&#228;rkt worden (zwei ASD-Abteilungen mit jeweils einer eigenen Gesch&#228;ftsstelle)</li>
<li>Durchsetzung von Face-to-Face- Kontaktb&#246;gen: Jeder freie Tr&#228;ger musste seinen Besuch bei Klienten gegenzeichnen lassen.</li>
<li>2010 wurde das Babybegr&#252;&#223;ungsprogramm in Hamburg-Mitte eingef&#252;hrt.</li>
<li>Der Bezirk Hamburg-Mitte hat sich auf Landesebene massiv f&#252;r neue ASD-Stellen eingesetzt, von der Bezirksamtsleiter 2/3 nach Wilhelmsburg gegeben hat.</li>
</ul>
<p>Die F&#228;lle Lara-Mia und Chantal sind offensichtlich anders gelagert, so dass die geschilderten Ma&#223;nahmen im Fall „Chantal“ nicht gegriffen haben. Das Gesamtversagen des Systems ist uns durch den Tod von Chantal schmerzlich klar gemacht worden.</p>
<p>Folgende Inhalte m&#252;ssen dringend untersucht, diskutiert und letztlich ge&#228;ndert werden:</p>
<ul>
<li>Ist die &#220;bertragung der Aufgaben in gro&#223;en Teilen der offenen Kinder- und Jugendarbeit verantwortbar und sinnvoll? Tragen geteilte Zust&#228;ndigkeiten zwischen freien Tr&#228;gern und staatlichen Stellen nicht zu einem Weniger an Verantwortung und Transparenz bei?</li>
</ul>
<ul>
<li>Kann das Vertrauensverh&#228;ltnis zwischen freiem Tr&#228;ger und Klienten so weit gehen, dass selbst das Jugendamt nicht st&#228;ndig seiner Kontrollfunktion nachkommen kann und keinen Zugriff auf die Akten hat?</li>
</ul>
<ul>
<li>Ist die Fachaufsicht der Familiengerichte &#252;ber die Amtsvorm&#252;nder noch ausreichend oder sollte die Fachaufsicht nicht so intensiv sein wie zwischen ASD-Amtsleitung und ASD-Mitarbeiter? Sollten die Familiengerichte Ihrer Fachaufsicht nicht proaktiv nachkommen?</li>
</ul>
<ul>
<li>Wie viele F&#228;lle kann ein Amtsvormund &#252;berhaupt verantwortbar betreuen?</li>
</ul>
<ul>
<li>Ist es nicht an der Zeit, zentrale, einheitliche und &#252;berpr&#252;fbare Standards f&#252;r Pflegefamilien zu schaffen? Hierbei sind die neuen Regeln von Sozial- und Familiensenator Detlef Scheele ein Schritt in die richtige Richtung.</li>
<li>Bisher versuchen die Mitarbeiter des Jugendamtes, ihren Klienten zu helfen und sie zu beraten, sind aber zeitgleich auch Kontrollinstanz f&#252;r staatliche Leistungen. Es ist fraglich, ob es nicht analog zur Pflege- und Wohnaufsicht eine eigene Aufsicht f&#252;r Pflegeeltern geben sollte, die jeden Fall unabh&#228;ngig pr&#252;ft.</li>
<li>Ist die sogenannte „milieu- und wohnortnahe Unterbringung“ zeitgem&#228;&#223; und vertretbar?</li>
<li>Ebenso ist zu &#252;berpr&#252;fen, ob die geltende Datenschutzpraxis immer im Sinne des Kindeswohles sinnvoll ist.</li>
</ul>
<p>Wir wollen wissen, was wirklich passiert ist. Warum wurde Chantal in dieser Familie untergebracht? Warum haben f&#252;nf Mitarbeiter des Jugendamtes sowie ein freier Tr&#228;ger mit seinen Mitarbeitern, die sich aufgrund unterschiedlicher Zust&#228;ndigkeiten in der Familie aufgehalten haben, nichts von den Zust&#228;nden in der Familie gemerkt &#8211; oder sie falsch eingesch&#228;tzt?</p>
<p>All dies wollen wir mit unserem Bezirksamtsleiter Markus Schreiber gemeinsam kl&#228;ren und danach umsetzen. Nicht R&#252;cktritt sondern harte Arbeit f&#252;r das Kindeswohl ist jetzt gefordert. Es muss so unwahrscheinlich wie m&#246;glich werden, dass wieder ein Kind stirbt. Wir wollen Hamburgs Kinder besser sch&#252;tzen.</p></blockquote>
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		<item>
		<title>&#220;ber den D&#228;chern der Peute: Lokaltermin im Kampf f&#252;r den Erhalt der denkmalgesch&#252;tzten GEG-Fabrik</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 09:09:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antrag]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2012/01/19/uber-den-dachern-der-peute-lokaltermin-im-kampf-fur-den-erhalt-der-denkmalgeschutzten-geg-fabrik/" title="Über den Dächern der Peute: Lokaltermin im Kampf für den Erhalt der denkmalgeschützten GEG-Fabrik"></a>Im Ringen mit der Hamburg Port Authority (HPA) um den Erhalt der mittlerweile vorl&#228;ufig unter Denkmalschutz gestellten Peute-Fabrik werden viele Verb&#252;ndete ben&#246;tigt. Gestern kam Gabi Dobusch, Sprecherin f&#252;r Kultur der SPD B&#252;rgerschaftsfraktion zu einem Besichtigungstermin, der uns bis auf das &#8230;<p class="read-more"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/2012/01/19/uber-den-dachern-der-peute-lokaltermin-im-kampf-fur-den-erhalt-der-denkmalgeschutzten-geg-fabrik/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2012/01/19/uber-den-dachern-der-peute-lokaltermin-im-kampf-fur-den-erhalt-der-denkmalgeschutzten-geg-fabrik/" title="Über den Dächern der Peute: Lokaltermin im Kampf für den Erhalt der denkmalgeschützten GEG-Fabrik"></a><div id="attachment_2969" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/dobusch_luebke_peute.jpg" rel="lightbox[2968]"><img class="size-thumbnail wp-image-2969" title="Ganz oben auf der Peute mit Gabi Dobusch" src="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/dobusch_luebke_peute-150x150.jpg" alt="Ganz oben auf der Peute mit Gabi Dobusch" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Ganz oben auf der Peute mit Gabi Dobusch</p></div>
<p><strong>Im Ringen mit der Hamburg Port Authority (HPA) um den Erhalt der mittlerweile vorl&#228;ufig unter Denkmalschutz gestellten Peute-Fabrik werden viele Verb&#252;ndete ben&#246;tigt. Gestern kam <a href="http://www.gabi-dobusch.de/" target="_blank">Gabi Dobusch</a>, Sprecherin f&#252;r Kultur der SPD B&#252;rgerschaftsfraktion zu einem Besichtigungstermin, der uns bis auf das Dach der Fabrik f&#252;hrte.</strong></p>
<p>Sie brachte die Nachricht mit, das inzwischen Konsens bestehe, das die gro&#223;en Geb&#228;ude stehen bleiben sollen.  Allerdings sei weder &#252;ber die Nutzung noch &#252;ber den Verbleib der angesiedelten Unternehmen entschieden. Die HPA wolle den Komplex grundsanieren. Das bedeutet Bauarbeiten, die zwei Jahre andauern w&#252;rden. Und das bedeutet das aus der zahlreichen Mieter an diesem Standort.</p>
<p>Einige Firmen werden sicher neue Fl&#228;chen finden, aber f&#252;r Andere wird es sehr eng. Da ist zum Beispiel ein Tonstudio, das immerhin schon EMI, Sony Music und die Fantastischen Vier zu seinen Kunden z&#228;hlte, und das sich speziell diese R&#228;ume akustisch ausgemessen und passgenau eingerichtet hat.</p>
<p><span id="more-2968"></span></p>
<p>Mit den Kulturthemen Denkmalschutz und Kreativwirtschaft im Gep&#228;ck  fuhr Gabi zur&#252;ck in die Innenstadt, wo Sie das Thema weiter bewegen wird.</p>
<p>Auch in der Bezirksversammlung werden wir aktiv: Die SPD-Fraktion hat einen Antrag eingebracht. Darin fordern wir in zwei klaren aber knappen Punkten:</p>
<blockquote><p>Bezirksversammlung m&#246;ge daher beschlie&#223;en:</p>
<ol>
<li>Die Bezirksversammlung fordert den Erhalt der ehemaligen Geb&#228;ude der GEG in der Peutestra&#223;e 24 bis 34. Das Gesamtensemble mit den Nebengeb&#228;uden ist dauerhaft unter Denkmalschutz zu stellen.</li>
<li>Die Wirtschaftsf&#246;rderung des Bezirkes wird gebeten die Ma&#223;nahmen zu bef&#246;rdern, die f&#252;r den Erhalt der derzeit in den Geb&#228;uden untergebrachten Unternehmen notwendig sind.</li>
</ol>
</blockquote>
<p>Mit bei dem Termin waren &#252;brigens Journalisten von Hamburg 1 und vom Hamburger Abendblatt. Der Fernsehsender hat sich bei der HPA noch einmal nach dem Stand erkundigt, und dort war man noch nicht so weit. Deshalb berichte Hamburg 1 von der <a href="http://www.hamburg1.de/aktuell/Verwirrung_um_Elbinsel_Peute-10521.html" target="_blank">Verwirrung auf der Peute</a>. Der Bericht vom Matthias Rebaschus im Hamburger Abendblatt titelt: &#8220;<a href="mobil.abendblatt.de/hamburg/article2162629/SPD-will-Peute-Ensemble-erhalten.html" target="_blank">SPD will Peute-Ensemble erhalten</a>&#8220;</p>
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		<item>
		<title>Hamburg Port Authority auf der Peute: R&#252;cksichtsloser Kahlschlag denkmalw&#252;rdiger Baukultur</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 21:44:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bezirksversammlung]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2012/01/14/hamburg-port-authority-auf-der-peute-rucksichtsloser-kahlschlag-denkmalwurdiger-baukultur/" title="Hamburg Port Authority auf der Peute: Rücksichtsloser Kahlschlag denkmalwürdiger Baukultur"></a>Das Jahr h&#228;tte viel sch&#246;ner beginnen k&#246;nnen, als mit dem Auferstehen der alten Erkenntnis des Kunsthallendirektors Lichtwark das Hamburg eine &#8220;freie und Abrissstadt&#8221; sei. F&#252;r Viele, auch f&#252;r mich vollkommen &#252;berraschend, und , wie man h&#246;rt f&#252;r das Denkmalschutzamt viel &#8230;<p class="read-more"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/2012/01/14/hamburg-port-authority-auf-der-peute-rucksichtsloser-kahlschlag-denkmalwurdiger-baukultur/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2012/01/14/hamburg-port-authority-auf-der-peute-rucksichtsloser-kahlschlag-denkmalwurdiger-baukultur/" title="Hamburg Port Authority auf der Peute: Rücksichtsloser Kahlschlag denkmalwürdiger Baukultur"></a><div id="attachment_2941" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/HPA_reisst_Peute_ab.jpg" rel="lightbox[2932]"><img class="size-thumbnail wp-image-2941" title="Von der HPA entsandte Abrissbagger machen kurzen Prozess" src="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/HPA_reisst_Peute_ab-150x150.jpg" alt="Von der HPA entsandte Abrissbagger machen kurzen Prozess" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Von der HPA entsandte Abrissbagger machen kurzen Prozess</p></div>
<p><strong>Das Jahr h&#228;tte viel sch&#246;ner beginnen k&#246;nnen, als mit dem Auferstehen der alten Erkenntnis des Kunsthallendirektors Lichtwark das Hamburg eine &#8220;freie und Abrissstadt&#8221; sei. F&#252;r Viele, auch f&#252;r mich vollkommen &#252;berraschend, und , wie man h&#246;rt f&#252;r das Denkmalschutzamt viel zu schnell, hat die Hamburg Port Authority (HPA) auf der Peute ihr altbekanntes Gesicht gezeigt und mit dem Abriss des historischen Fabrik- und Lagerkomplexes der GEG, der &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Feinkaufs-Gesellschaft_Deutscher_Consumvereine" target="_blank">Gro&#223;einkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine</a>&#8221; begonnen.</strong></p>
<p>Dieser Geb&#228;udekomplex ist sowohl aus architektonischer Sicht als auch wegen seiner Rolle f&#252;r die Geschichte der Stadt Hamburg und der Arbeitergeschichte bedeutend. Das Denkmalschutzamt schreibt von „wuchtigen Pfeilerfassaden&#8221; und &#8220;kubischen Bauk&#246;rpern mit monumentaler Wirkung“. Auf der Peute gibt es drei gro&#223;e Backsteingeb&#228;ude aus der Schumacher-&#196;ra mit zahlreichen Nebengeb&#228;uden. Zwei davon sind im Besitz der Stadt, das dritte wird von einer privaten Gesellschaft als Gewerbezentrum liebevoll gepflegt, und rentabel an zahlreiche Firmen vermietet.</p>
<p>Kurz nach Neujahr, zu einer Zeit wo sich noch nicht Alle von den Feiertagen erholt haben, und noch Mancher im Urlaub weilt, r&#252;ckten die von der HPA ausgesandten Abrissbagger dem Fl&#252;gelbau der &#8220;Chemischen Fabrik&#8221; zu Leibe und machten ihn dem Erdboden gleich.</p>
<p><span id="more-2932"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie ich h&#246;re ohne die &#252;blichen Vorkehrungen des Denkmalschutzes. Da dieses Nebengeb&#228;ude zur gleichen Zeit wie das Hauptgeb&#228;ude entstand, h&#228;tten hier zahlreiche Dinge und Material geborgen werden k&#246;nnen, die man f&#252;r eine denkmalgerechte Sanierung des Hauptgeb&#228;udes h&#228;tte verwenden k&#246;nnen. Aus und vorbei!</p>
<p>Das die HPA, die in der Vergangenheit oft als &#8220;demokratiefreie Zone&#8221; und &#8220;achter Bezirk&#8221; tituliert wurde, die Abrissarbeiten ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt durchf&#252;hrt ist nach Ansicht mancher Kenner der Verwaltung kein Zufall, sondern planvolles und b&#246;swilliges Vorgehen, um die Arbeiten ungehindert durchf&#252;hren zu k&#246;nnen. Das die HPA in der Vergangenheit oft sehr eigenwillige Entscheidungen getroffen hat, konnte man bereits 2008 auf diesem Blog in dem Artikel <a href="http://www.veddel.net/wordpress/2008/08/20/die-hamburg-port-authority-ist-ausser-kontrolle/">&#8220;Die Hamburg Port Authority ist au&#223;er Kontrolle&#8221;</a> nachlesen. Unvergessen sind das von der Polizei vorl&#228;ufig gestoppte &#8220;Kettens&#228;genmassaker&#8221; an der Wassertreppe 51 und der sinnlose Abriss des <a href="http://www.veddel.net/wordpress/2009/05/29/die-hamburg-port-authority-reisst-die-historische-veddel-ab/">historischen Ballsaales auf der Veddel</a>.</p>
<p>In den letzten Jahren hatte sich mein Bild von der HPA erheblich aufgehellt. Dort wollte man schlie&#223;lich nicht mehr der Pr&#252;gelknabe sein &#252;ber den Alle herziehen. Die HPA startete eine Charme-Offensive. Gerade zum Thema &#8220;Veddeler Norden&#8221; und die Frage wie die schweren und lauten LKW am besten von den Wohnh&#228;usern der Veddel weg gef&#252;hrt werden gab es erhebliche Ann&#228;herungen. So wirkt der Abriss auf der Peute und der Plan dort ein Logistikgebiet zu errichten wie der R&#252;ckfall in die alten Zeiten mit klaren Feindbildern. Das Ende von &#8220;Glasnost&#8221;</p>
<p>Doch was jetzt? Wie kann man in dieser Situation weiter agieren? Als erster Schritt muss es gelingen das Zerst&#246;rungswerk der HPA zu beenden. Das Denkmalschutzamt hat inzwischen reagiert, und die verbliebenen Geb&#228;ude mit der juristischen Notbremse des § 26 des Hamburgischen Denkmalschutzgesetzes vor dem unmittelbaren Abriss gesch&#252;tzt. In dem Paragraphen zum vorl&#228;ufigen Schutz hei&#223;t es:</p>
<blockquote><p>(1) Die zust&#228;ndige Beh&#246;rde ist in F&#228;llen einer Gefahr befugt, zur Sicherung der durch dieses Gesetz gesch&#252;tzten Interessen anzuordnen, dass Denkm&#228;ler im Sinne von § 2 als vorl&#228;ufig in die Denkmalliste eingetragen und dass bestimmte abgegrenzte Bezirke im Sinne von § 16 als vorl&#228;ufig zu Grabungsschutzgebieten erkl&#228;rt werden. Mit dem Erlass der Anordnung tritt f&#252;r die Dauer ihrer Wirksamkeit Denkmalschutz (§§ 8 bis 14), bei Grabungsschutzgebieten der Schutz nach § 16 ein.<br />
(2) Die Anordnung tritt au&#223;er Kraft, wenn die Unterschutzstellung nicht innerhalb von drei Monaten eingeleitet und nach weiteren sechs Monaten verf&#252;gt und festgesetzt worden ist. Bei Vorliegen wichtiger Gr&#252;nde k&#246;nnen diese Fristen um bis zu drei Monate verl&#228;ngert werden.</p></blockquote>
<p>Es ist schon ein bemerkenswerter Vorgang, das dieser Schutzmechanismus gegen&#252;ber einer der Hansestadt geh&#246;renden Anstalt &#246;ffentlichen Rechts angewendet werden muss. Im Sinne dieses Gesetzes stellt die HPA eine &#8220;Gefahr&#8221; dar. Wohl zu Recht. Innerhalb des n&#228;chsten halben Jahres muss die endg&#252;ltige Unterschutzstellung betrieben werden.</p>
<p>Mit einem Beschluss der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte kann man weder eine Beh&#246;rde noch die HPA zwingen etwas zu tun oder zu unterlassen. Eine solche Wirkung k&#246;nnen wir nur f&#252;r das Bezirksamt erzielen. Aber unsere Meinungs&#228;u&#223;erung kann dem Denkmalschutzamt in seinem Bestreben um den Erhalt des Ensembles den R&#252;cken st&#228;rken. Deshalb bin ich froh, das die SPD-Fraktion einen entsprechenden von mir formulierten Antrag in die n&#228;chste Sitzung der Bezirksversammlung einbringen wird.</p>
<p>Allerdings gibt es eine L&#246;sung in Zeiten knapper Kassen nur dann, wenn man die Geb&#228;ude wirtschaftlich sinnvoll und rentabel nutzen kann. Das dies ohne weiteres m&#246;glich ist, sieht man in der Peutestra&#223;e 51-53. Bereits jetzt nutzen viele Firmen auch die Geb&#228;ude Peutestra&#223;e 24-32, die meisten w&#252;rden sicher gerne bleiben. Neben Werkst&#228;tten, Packbetrieben und Lagern haben sich auch Unternehmen aus dem Kreativbereich, Ton- und Filmstudios eingefunden.</p>
<p>Eine weitere M&#246;glichkeit ist das geplante gemeinsame Archiv der Hamburgischen Museen, den sogenannten Kulturspeicher hier unterzubringen. F&#252;r diese Nutzung sind die Geb&#228;ude bereits einige Zeit im Gespr&#228;ch. Die Diskussion um Kosten, Eignung und Erweiterungsfl&#228;chen l&#228;uft schon l&#228;nger als ein Jahr und ist noch nicht abgeschlossen.</p>
<p>Im Weiteren wird man nicht umhin kommen mit der HPA ins Gespr&#228;ch zu kommen. Einerseits muss man ber&#252;cksichtigen, das sie eine wichtige Aufgabe, n&#228;mlich die des Hafenmanagements und der Hafenentwicklung im Hamburger Hafen wahrnimmt. Andererseits wird man sie &#252;berzeugen m&#252;ssen, das dies nur gelingen kann wenn sie diese Aufgabe im Einvernehmen mit der umliegenden Stadtteilen wohnenden und von den Ma&#223;nahmen betroffenen Bev&#246;lkerung organisiert. Im Falle der Peute kann man n&#228;mlich ernsthaft fragen, warum dieses Industrie- und Gewerbegebiet noch zum Hafen geh&#246;rt. Neben der historischen Begr&#252;ndung muss man n&#228;mlich feststellen, das hier nur noch eine geringe hafentypische Nutzung stattfindet. Das Gebiet unterscheidet sich somit nicht von anderen Gewerbegebieten, wie das benachbart liegende Obergeorgswerder. Dort allerdings werden Baugenehmigungen von den Gremien der gew&#228;hlten Bezirksversammlung kontrolliert, die f&#252;r die Ber&#252;cksichtigung der B&#252;rgerinteressen sorgt. Die in der Nachbarschaft der Peute wohnenden Menschen werden aber in diesen Fragen wie B&#252;rger zweiter Klasse behandelt. Ihre Vertreter erhalten keine Informationen, ihre Interessen werden im normalen Verfahren nicht vertreten.</p>
<p>Zu kl&#228;ren wird auch die Frage sein, ob man an dieser Stelle wirklich Logistikbetriebe ansiedeln m&#246;chte. Im Augenblick ist das nicht zu empfehlen, weil dies unweigerlich zu erheblichen Verkehrsproblemen f&#252;hren w&#252;rde. So ist die Kreuzung Veddeler Br&#252;ckenstra&#223;e/Peutestra&#223;e bereits heute zu vielen Tageszeiten vollkommen &#252;berlastet, was fast regelm&#228;&#223;ig zu R&#252;ckstaus bis in das Wohngebiet der Veddel f&#252;hrt. Bedenklich ist auch, das die Peute &#246;stlich des Wohnquartieres der Veddel liegt, der Hafen aber westlich. Man organisiert mit einem schlechten Fl&#228;chenmanagement gerade erhebliche Verkehrs- und L&#228;rmprobleme herbei.</p>
<p>In Wilhelmsburg gibt es eine &#228;hnliche Situation mit einem Containerlager in der Jaffestra&#223;e. Die Bezirksversammlung hat gerade beschlossen, das hier in Zukunft gewohnt werden soll, weil das im Zentrum des Stadtteils liegende Gebiet von zahlreichen LKW durch die Wohngebiete angefahren werden muss. Es ist doch nicht einsehbar, das auf der Veddel eine Situation geschaffen wird, die wir woanders gerade zu heilen versuchen. Ohne ein &#252;berzeugendes Konzept der Anbindung und deren Umsetzung ist eine Ansiedlung von Betrieben mit einer hohen Rate von Ziel- und Quellverkehren h&#246;chst problematisch. Wobei nebenbei vermerkt die gr&#246;&#223;te Unf&#228;higkeit gerade wieder bei der HPA selbst erkennbar ist. Die die f&#252;r die Logistik begehrte Fl&#228;che erschlie&#223;ende Peutestra&#223;e hat n&#228;mlich derzeit ein Nadel&#246;hr: Die Peutebr&#252;cke ist wegen eines Schadens einseitig gesperrt, und der Verkehr muss mit einer Wechselampel &#252;ber die allein verbliebene Fahrspur geleitet werden. Anstatt den Schaden zu reparieren, hat HPA ein Schild aufgestellt: &#8220;Wegen Br&#252;ckensch&#228;den dauerhaft nur einseitig befahrbar.&#8221; Wie vertrauenerweckend!</p>
<p>Zu diesem Thema gibt es weitere Links:</p>
<p><strong>Eigene Bildergalerien:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.veddel.net/wordpress/photos/abriss-auf-der-peute/">Abriss des Geb&#228;udes Peutestra&#223;e 22</a></li>
<li><a href="http://www.veddel.net/wordpress/photos/peute-untergangsbedrohte-industriekultur-der-geg/">Industriekomplex der GEG Peutestra&#223;e 24-32</a></li>
</ul>
<p><strong>Fernsehberichte:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.hamburg1.de/aktuell/Umstrittene_Abrissplaene-10312.html" target="_blank">&#8220;Hamburg1&#8243; vom 05.01.2012</a>(extern)</li>
<li><a href="http://www.rtlregional.de/player.php?id=18171" target="_blank">&#8220;RTLRegional&#8221; vom 06.01.2012</a>(extern)</li>
<li><a href="http://www.hamburg.1730sat1.de/aktuell-hh.html?&amp;tx_ttnews[backPid]=14&amp;tx_ttnews[tt_news]=84784" target="_blank">&#8220;Sat1 Regional&#8221; vom 10.01.2012</a>(extern)</li>
<li><a href="http://www.hamburg1.de/aktuell/Streit_um_Gebaeudeabriss_-10418.html" target="_blank">&#8220;Hamburg1&#8243; vom 11.01.2012</a>(extern)</li>
</ul>
<p><strong>Zeitungsartikel:</strong></p>
<ul>
<li>Berichte des &#8220;Hamburger Abenblattes&#8221; vom <a href="http://mobil.abendblatt.de/hamburg/article2144235/Hafenbehoerde-will-historische-Veddeler-Fabrik-abreissen.html" target="_blank">02.01.2012</a> , <a href="http://mobil.abendblatt.de/hamburg/article2145261/Ein-Stueck-Arbeitergeschichte-Hamburgs.html" target="_blank">03.01.2012</a> und <a href="http://mobil.abendblatt.de/hamburg/article2146484/SPD-verlangt-Stopp-der-Abrissplaene-fuer-alte-Peute-Fabrik.html" target="_blank">04.01.2012</a> (extern)</li>
<li>Bericht des &#8220;<a href="http://www.elbe-wochenblatt.de/wilhelmsburg/lokales/alte-fabrik-auf-der-peute-abgerissen-d4995.html" target="_blank">Elbe Wochenblatt</a>&#8221; vom 11.01.2012 <a href="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/2012_01_11_Wochenblatt_Peute_Abriss.jpg" rel="lightbox[2932]"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-2944" title="" src="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/2012_01_11_Wochenblatt_Peute_Abriss-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></li>
<li>Bericht aus dem &#8220;<a href="http://www.neuerruf.de/" target="_blank">Neuen Ruf</a>&#8221; vom 14.01.2012<a href="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/2012_01_14_Neuerruf_Peute_Abriss.jpg" rel="lightbox[2932]"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-2945" title="2012_01_14_Neuerruf_Peute_Abriss" src="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/2012_01_14_Neuerruf_Peute_Abriss-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Nach 130 Jahren auf der Veddel: Unsere alte Dampferbr&#252;cke ist weg</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 22:38:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Veddel]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/11/23/nach-130-jahren-auf-der-veddel-unsere-alte-dampferbrucke-ist-weg/" title="Nach 130 Jahren auf der Veddel: Unsere alte Dampferbrücke ist weg"></a>Am Nordufer der Veddel d&#228;mmerte sie vor sich hin: Eine alte Zugangsbr&#252;cke zu einem l&#228;ngst abgebauten Anleger auf der Norderelbe. Mit dem Br&#252;ckenbuch l&#228;sst sich ihr Alter nachweisen: Die Stahlkonstruktion wurde vor etwa 130 Jahren mit Nieten zusammengef&#252;gt. Jetzt wurde &#8230;<p class="read-more"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/11/23/nach-130-jahren-auf-der-veddel-unsere-alte-dampferbrucke-ist-weg/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/11/23/nach-130-jahren-auf-der-veddel-unsere-alte-dampferbrucke-ist-weg/" title="Nach 130 Jahren auf der Veddel: Unsere alte Dampferbrücke ist weg"></a><p><div id="attachment_2921" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Dampferbruecke_am_Kran.jpg" rel="lightbox[2920]"><img src="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Dampferbruecke_am_Kran-150x150.jpg" alt="Dampferbr&#252;cke am Kran" title="Dampferbr&#252;cke am Kran" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-2921" /></a><p class="wp-caption-text">Dampferbr&#252;cke am Kran</p></div><strong>Am Nordufer der Veddel d&#228;mmerte sie vor sich hin: Eine alte Zugangsbr&#252;cke zu einem l&#228;ngst abgebauten Anleger auf der Norderelbe. Mit dem Br&#252;ckenbuch l&#228;sst sich ihr Alter nachweisen: Die Stahlkonstruktion wurde vor etwa 130 Jahren mit Nieten zusammengef&#252;gt. Jetzt wurde sie abtransportiert. Nach ihrer Restaurierung soll sie einem neuen Anleger im Magdeburger Hafen dienen.</strong></p>
<p>Am Montag erschien die Firma Taucher-Knoth mit einem Schwimmkran vor Ort. F&#252;r die Aktion musste auf eine g&#252;nstige Tiede gewartet werden, denn das Ger&#228;t passt nur bei Niedrigwasser unter der Freihafenbelbr&#252;cke hindurch. Mit insgesamt vier Leuten wurde die Arbeit angegangen. Der Stahlbogen wurde an vier Punkten aufgeh&#228;ngt und mit dem Kran relativ m&#252;helos abgehoben. Die notwendigen Vorarbeiten waren schon Wochen zuvor erledigt worden. Die Vegetation hatte sich der Br&#252;cke bem&#228;chtigt, mindestes zwei B&#228;ume waren gef&#228;llt worden. </p>
<p><span id="more-2920"></span></p>
<p>Zwei Arbeiter an Land und einer an Deck unterst&#252;tzten den Kranf&#252;hrer bei der Aufgabe die schwere Last sicher an Deck zu verstauen. Eine solche Aufgabe ist nicht ohne T&#252;cken. Kommt so eine Last erst einmal in Bewegung kann es unangenehm werden. Nicht nur das ein Aufprall auf das Ruderhaus erhebliche Besch&#228;digungen an Schiff und Last hervorrufen kann, es ist au&#223;erdem die Gefahr gegeben, das ein Deckarbeiter eingeklemmt und schwer verletzt wird.   </p>
<p>Doch unsere Veddeler Dampferbr&#252;cke machte keine Probleme. Der routinierte Kranf&#252;hrer bugsierte das gute St&#252;ck ohne Zwischenf&#228;lle auf das Kranschiff. Zur&#252;ck blieb ein Br&#252;ckenlager und ein einsamer Pfeiler am Ufer. Nach getaner Arbeit musste der Schwimmkran auf die n&#228;chste Ebbe warten, um wieder unter der Freihafenelbbr&#252;cke hindurch zu kommen.</p>
<p>Der Br&#252;ckenbogen war &#252;brigens von einem Sachverst&#228;ndigen auf ihren Zustand hin &#252;berpr&#252;ft worden. Die Stahlkonstruktion ist grunds&#228;tzlich intakt, obwohl an einigen Stellen der Zahn der Zeit Spuren hinterlassen hat. In den n&#228;chsten Tagen wird die Br&#252;cke zum Bremer Kai bei den 50er Schuppem gebracht, wo sie aupoliert werden soll. Dann wird man erst richtig feststellen k&#246;nnen, wie viel Aufwand f&#252;r die Instandsetzung wirklich n&#246;tig sein wird.  </p>
<p>Ein paar Bilder von der Aktion gibt es [<strong><a href="http://www.veddel.net/wordpress/photos/ausheben-der-alten-dampferbrucke-am-21-11-2011/">hier</a></strong>]</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Denen ist nicht zu helfen: Zomia lehnt gro&#223;z&#252;giges Angebot von Rot-Gr&#252;n in Altona ab</title>
		<link>http://www.veddel.net/wordpress/2011/11/21/denen-ist-nicht-zu-helfen-zomia-lehnt-groszugiges-angebot-von-rot-grun-in-altona-ab/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 20:53:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bezirksversammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/11/21/denen-ist-nicht-zu-helfen-zomia-lehnt-groszugiges-angebot-von-rot-grun-in-altona-ab/" title="Denen ist nicht zu helfen: Zomia lehnt großzügiges Angebot von Rot-Grün in Altona ab"></a>Der Eingabenausschuss der B&#252;rgerschaft hat sich heute abschlie&#223;end mit der Bauwagen-Gruppe Zomia befasst. Trotz eines weiteren Entgegenkommens der rot-gr&#252;nen Bezirkskoalition in Altona hat sich die Zomia-Gruppe bislang au&#223;erstande gesehen, das gro&#223;z&#252;gige Angebot f&#252;r eine neue Perspektive im Bezirk Altona anzunehmen; &#8230;<p class="read-more"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/11/21/denen-ist-nicht-zu-helfen-zomia-lehnt-groszugiges-angebot-von-rot-grun-in-altona-ab/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/11/21/denen-ist-nicht-zu-helfen-zomia-lehnt-groszugiges-angebot-von-rot-grun-in-altona-ab/" title="Denen ist nicht zu helfen: Zomia lehnt großzügiges Angebot von Rot-Grün in Altona ab"></a><p><div id="attachment_2817" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/Bauwagenplatz_Zomia.jpg" rel="lightbox[2912]"><img src="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/Bauwagenplatz_Zomia-150x150.jpg" alt="Bauwagenplatz Zomia" title="Bauwagenplatz Zomia" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-2817" /></a><p class="wp-caption-text">Bauwagenplatz Zomia</p></div><strong>Der Eingabenausschuss der B&#252;rgerschaft hat sich heute abschlie&#223;end mit der Bauwagen-Gruppe Zomia befasst. Trotz eines weiteren Entgegenkommens der rot-gr&#252;nen Bezirkskoalition in Altona hat sich die Zomia-Gruppe bislang au&#223;erstande gesehen, das gro&#223;z&#252;gige Angebot f&#252;r eine neue Perspektive im Bezirk Altona anzunehmen; stattdessen wurde eine neue Vorbedingung gestellt. </strong></p>
<p>&#8220;Das ist eine sehr bedauerliche und unkluge Entscheidung. In dieser schwierigen Situation war und ist der Bezirk Altona bereit, zugunsten der Zomianer eine Br&#252;cke zu bauen. Aber es ist kaum nachvollziehbar, dass man der Zomia-Gruppe &#252;ber Monate mehr als ein halbes Dutzend Fl&#228;chenangebote in drei Bezirken macht – und sie trotzdem alles ablehnt. Das kann man in dieser Stadt niemandem mehr vermitteln – erst recht nicht vielen Wohnungssuchenden in Hamburg&#8221;, so die beiden SPD-Obleute im Eingaben- und Stadtentwicklungsausschuss S&#246;ren Schumacher und Andy Grote. </p>
<p><span id="more-2912"></span></p>
<p>Vor diesem Hintergrund sei es unausweichlich, dass die Eingabe heute im Eingabeausschuss als &#8220;nicht abhilfef&#228;hig&#8221; votiert wurde. Gleichwohl wurde seitens der SPD-Fraktion die Zusage gegeben, dass bis Donnerstag, dem Altonaer Bezirksversammlungstermin, ein Umzug nach Altona noch m&#246;glich sei. &#8220;Es wurde in den letzten Monaten durch zahlreiche Beh&#246;rden und Politiker alles versucht, f&#252;r die Gruppe eine Anschlussperspektive zu finden und eine Deeskalation voran zu bringen &#8211; leider gab es nur wenig Bewegung der Zomianer selbst. Die Zeit l&#228;uft nun langsam ab&#8221;, so Grote und Schumacher.</p>
<p>Auch der Altonaer SPD-Fraktionschef Thomas Adrian bedauerte die Ablehnung durch die Zomianer: &#8221;</p>
<p>Altona hat eine sehr weitreichende Einladung ausgesprochen, die Zomianer aber haben mit neuen Bedingungen geantwortet. Die neue Forderung, schon heute die &#252;bern&#228;chste Fl&#228;che definitiv festzulegen, ist unerf&#252;llbar. Mehr als die Garantien, die wir gegeben haben, war nicht drin. Gleichwohl bleibt bis Donnerstag Mittag, der letzten Bezirksversammlung in diesem Jahr, die T&#252;r nach Altona offen &#8211; f&#252;r eine Interimsnutzung am Holstenkamp und eine Zusage f&#252;r eine Anschlussperspektive. Mehr kann Altona nicht tun.&#8221;</p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p><strong>Entwurf des Bezirksversammlungsantrags f&#252;r das Altonaer Angebot an Zomia</strong></p>
<blockquote><p>Die Bezirksversammlung m&#246;ge beschlie&#223;en,</p>
<p>1. Die Fl&#228;che beim Pflegeheim am Holstenkamp wird der Zomia-Gruppe f&#252;r eine sofortige Zwischennutzung zur Verf&#252;gung gestellt, bis ein von der Zomia-Gruppe akzeptierter Standort im Bezirk Altona gefunden ist. Die Zomia-Gruppe kann ihre Wagen und Fahrzeuge mitbringen und die sanit&#228;ren Einrichtungen und auch R&#228;ume im leer stehenden Haus am Holstenkamp 4 nutzen.</p>
<p>2. Das Bezirksamt wird verpflichtet, die wohlwollende Pr&#252;fung und Suche nach alternativen Standorten fortzusetzen, bis ein von der Zomia-Gruppe akzeptierter Standort in Altona gefunden ist. Priorit&#228;r und kurzfristig soll das Bezirksamt die Verf&#252;gbarkeit der von der Zomia-Gruppen vorgeschlagenen st&#228;dtischen Fl&#228;chen kl&#228;ren. Bis Mitte Januar 2012 soll Klarheit &#252;ber die Fl&#228;chenalternativen bestehen.</p>
<p>3. Ist ein von der Zomia-Gruppe akzeptierter Standort gefunden, erh&#228;lt Zomia daf&#252;r eine Nutzungsgenehmigung und eine entsprechende Nutzungsvereinbarung, sofern es sich um eine st&#228;dtische Fl&#228;che handelt. Sollte die Gruppe auf eine private Fl&#228;che umziehen, w&#252;rde der Bezirk dies wohlwollend begleiten und die entsprechenden Genehmigungen erteilen. Damit w&#228;re der Wagenplatz legalisiert. </p></blockquote>
<p>(Quelle: Pressemitteilung der SPD-B&#252;rgerschaftsfraktion Hamburg)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit der Deichwacht auf Katastrophenschutz&#252;bung</title>
		<link>http://www.veddel.net/wordpress/2011/10/22/mit-der-deichwacht-auf-katastrophenschutzubung/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 10:36:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kleiner Grasbrook]]></category>
		<category><![CDATA[Veddel]]></category>
		<category><![CDATA[Wilhelmsburg]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Bezirksversammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Sturmflut]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/10/22/mit-der-deichwacht-auf-katastrophenschutzubung/" title="Mit der Deichwacht auf Katastrophenschutzübung"></a>Nicht jedem ist klar, das wir auf der Veddel und Wilhelmsburg Inseln leben die von Sturmfluten gef&#228;hrdet werden. Obwohl wir ein gut ausgebautes Hochwasserschutzsystem haben kann es im Fall einer Sturmflut ganz schnell n&#246;tig sein auftretende Sch&#228;den am Deich zu &#8230;<p class="read-more"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/10/22/mit-der-deichwacht-auf-katastrophenschutzubung/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/10/22/mit-der-deichwacht-auf-katastrophenschutzubung/" title="Mit der Deichwacht auf Katastrophenschutzübung"></a><p><div id="attachment_2903" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Deichwacht_Uebeung.jpg" rel="lightbox[2893]"><img src="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Deichwacht_Uebeung-150x150.jpg" alt="Deichwacht bei der &#220;bung" title="Deichwacht bei der &#220;bung" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-2903" /></a><p class="wp-caption-text">Deichwacht bei der &#220;bung</p></div><strong>Nicht jedem ist klar, das wir auf der Veddel und Wilhelmsburg Inseln leben die von Sturmfluten gef&#228;hrdet werden. Obwohl wir ein gut ausgebautes Hochwasserschutzsystem haben kann es im Fall einer Sturmflut ganz schnell n&#246;tig sein auftretende Sch&#228;den am Deich zu reparieren oder L&#246;cher zu stopfen. Um f&#252;r den Ernstfall gewappnet zu sein findet jedes Jahr im Herbst eine Katastrophenschutz&#252;bung statt. Als Bezirksabgeordnete haben Anja Keuchel, Michael Weinreich und ich bei der gestrigen &#220;bung die Deichwacht begleitet.</strong></p>
<p>Bei einer Deichverteidigungs&#252;bung tut man so als sei eine Sturmflut angek&#252;ndigt. M&#228;nner und Frauen der verschiedenen Zivilschutzorganisationen r&#252;cken in die f&#252;r sie bereitstehenden Bereitschaftsunterk&#252;nfte ein und melden sich beim Stab im Rathaus Wilhelmsburg an. Sie nennen das &#8220;einen Meldekopf&#8221; bilden. Ich habe gestern neben der Deichwacht Angeh&#246;rige des THW, der Bundeswehr, und der Feuerwehr und freiwillige Deichsch&#252;tzer gesehen. Au&#223;erdem waren zahlreiche Mitarbeiter des Bezirksamtes und einiger Beh&#246;rden dabei. Uwe Sommer, Chef der Deichwacht Wilhelmsburg, meldete 32 einsatzbereite Helfer beim Stab an. </p>
<p><span id="more-2893"></span></p>
<p>Dort wusste man noch nicht was genau kommt. Im Ernstfall patrouillieren die Deichv&#246;gte die Hochwasserschutzbauwerke und melden auftretende Sch&#228;den. Der Stab muss dann daf&#252;r sorgen, das Helfer und Material vor Ort geschafft werden um den Deich sichern zu k&#246;nnen. In dieser Nacht wurden alleine in Wilhelmsburg vier Schadstellen an den Stab gemeldet, die er innerhalb kurzer Zeit zu organisieren hatte. Diese Aufgabe ist nicht ohne T&#252;cken, denn es n&#252;tzt nichts, wenn die M&#228;nner am brechenden Deich ohne Material herumstehen, oder wenn umgekehrt die Sands&#228;cke herumliegen und niemand da ist der etwas mit ihnen anzufangen wei&#223;. Dabei muss die reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen, unterschiedlich ausgestatteten Organisationen koordiniert werden. Auch gestern gab es wieder einige L&#252;cken bei der Organisation, aber dabei war nichts tragisches. Und um diese L&#252;cken zu erkennen wird ja schlie&#223;lich ge&#252;bt.</p>
<p>Bei der Deichwacht ging gegen 20:15 Uhr der Einsatzbefehl ein. Der im Stadtteil Kleiner Grasbrook liegende Deichkilometer 1 sollte heute die Einsatzstelle sein. Innerhalb weniger Minuten waren die M&#228;nner und Freuen mit dem Bus unterwegs in Richtung Harburger Chaussee, Anja, Michael und Ich waren zusammen mit einer Historikerin des Hamburg-Museums im Schlepptau. </p>
<p>An der Einsatzstelle angekommen gab es von der Deichaufsicht das erste Lob f&#252;r das schnelle Erscheinen. Da die Sands&#228;cke noch nicht eingetroffen waren sorgte die Deichwacht zun&#228;chst mit zwei Scheinwerfern und einem Generator f&#252;r eine Beleuchtung der Einsatzstelle. </p>
<p>Der LKW aus dem Sandsackdepot traf zehn Minuten nach der Deichwacht ein. Hier offenbarte sich die einzige Schw&#228;che an dieser Einsatzstelle f&#252;r den Abend. Da die Polizei nicht gen&#252;gend Leute in der Wache hatte, konnte sie an der &#220;bung nicht teilnehmen. Sie h&#228;tte die Einsatzstelle vom Verkehr auf der Harburger Chaussee absichern sollen. Die Deichwacht, die keine eigenen Fahrzeuge besitzt, erst recht keine mit Blaulicht, konnte dies nicht leisten. Als der LKW mit den Sands&#228;cken auf dem rechten Streifen der Harburger Chaussee anhielt, um seine Ladung abzuliefern gab es ein Hupkonzert eines ungeduldigen Autofahrers. Der wusste wohl nicht, das dies eine &#220;bung war die seiner Sicherheit diente. Auch ein vorbeikommender Radfahrer beklagte sich &#252;ber die Unterbrechung seiner Fahrt, und fragte ob ein Film gedreht w&#252;rde. Etwas sp&#228;ter wurde der Mangel von der Einsatzleitung erkannt, und zur Absicherung ein Fahrzeug des THW gerufen, das auch umgehend erschien. Da war die Deichwacht aber schon wieder am Aufr&#228;umen. </p>
<p>Den M&#228;nnern und Frauen der Deichwacht brauchte man nicht viel zu erkl&#228;ren. Eine kurze Einweisung in das Schadbild gen&#252;gte. Mit zun&#228;chst einer, sp&#228;ter zwei Ketten wurden die Sands&#228;cke von den bereitgestellten Paletten in Windeseile in eine Deichfu&#223;verst&#228;rkung verwandelt. Nachdem das Abladen der Sandsackpaletten zehn Minuten in Anspruch genommen hatte, wurde diese Aufgabe in zwanzig Minuten erledigt. Vom Einsatzbefehl bis zur Aufgabenvollendung war eine Stunde vergangen. Die &#220;bungsleiter vor Ort waren alle sehr zufrieden und sprachen davon wie &#8220;geschmeidig&#8221; das laufen w&#252;rde. Auch wir Laien hatten den Eindruck das der Einsatz der erfahrenen Helfer reibungslos funktionierte. Im Umgang mit Sands&#228;cken mach der Deichwacht keine professionelle Organisation etwas vor.</p>
<p>Nachdem die Deichverst&#228;rkung wieder abgebaut war wurden die Freiwilligen wieder in ihre Unterkunft an der Rotenh&#228;user Stra&#223;e gefahren, wo es um 22:00 Uhr eine leckere Erbsensuppe vom THW gab. Scheinbar hatte die Deichwacht einen zu guten Appetit, so das der Vorrat nicht f&#252;r alle reichte. Doch f&#252;r diesen Fall hat die Deichwacht mit einem kleinen Lager mit Bockw&#252;rsten vorgesorgt.</p>
<p>In der Nachbesprechung habe ich noch geh&#246;rt, das es an der Einsatzstelle der Bundeswehr noch eine Panne gegeben habe. Ausgerechnet dort wo die Presse hin gebeten worden war um ihre Bilder aufzunehmen gab es zun&#228;chst keine Beleuchtung. So mussten die freiwilligen Reservisten, die von einem Offizier und einem Feldwebel mit Wimpel angef&#252;hrt werden zun&#228;chst im Dunklen mit ihrer Aufgabe beginnen. Die Beleuchtung besorgten zun&#228;chst die Kameraleute des Fernsehens, bis die eigentliche Ausr&#252;stung nach einer weiteren Viertelstunde eingetroffen war. Das war kein entscheidend wichtiger Mangel, aber dennoch ein Merkposten f&#252;r das n&#228;chste mal.  </p>
<p>Wie es an den &#252;brigen zwei Einsatzstellen in Wilhelmsburg ausgesehen hat, habe ich nicht mitbekommen. Au&#223;erdem gab es mindestens eine &#220;bung auf Finkenwerder und vier in Bergedorf. W&#228;hrend die meisten Menschen von den Aktivit&#228;ten nichts mitbekommen haben, waren in dieser Nacht viele Leute mit einem Training zu ihrer Sicherheit besch&#228;ftigt.    </p>
<p>Dabei muss hier angemerkt werden, das es sich hier durchweg um freiwillige Helfer handelt, die sich der Katastrophenschutzstelle des Bezirksamtes zur Verf&#252;gung stellen. Die Deichwacht hat zwar einigen Nachwuchs bekommen, sucht aber weiter nach Mitstreitern. Man darf nicht vergessen, das die Aufgabe der Deichwacht darin besteht die eigenen Stadtteile, das eigene Haus und den eigenen Hof vor den Folgen der Sturmfluten zu sch&#252;tzen. Daran haben alle 57.000 Insulaner auf den Elbinseln, aber auch auf Finkenwerder und den Bezirken Bergedorf und Harburg ein Interesse. Wer sich daf&#252;r interessiert bei dieser Aufgabe mitzuwirken, kann sich bei der &#246;rtlichen Deichwacht oder beim Bezirksamt danach erkundigen. </p>
<p>Ein paar Bilder des Abends findet man [<strong><a href="http://www.veddel.net/wordpress/photos/deichverteidigungsubung-am-22-oktober-2011-mit-der-deichwacht/">hier</a></strong>] </p>
<p>Ein kurzes Video der Sandsackkette:<br />
<iframe width="480" height="360" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/cBwZSyZtins?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Endlich fertig: Die Elbbr&#252;cke ist wieder baustellenfrei</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 11:49:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Veddel]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/10/17/endlich-fertig-die-elbbrucke-ist-wieder-baustellenfrei/" title="Endlich fertig: Die Elbbrücke ist wieder baustellenfrei"></a>Seit &#252;ber einem Jahr nervte die Baustelle auf den Elbbr&#252;cken. Nicht nur, das man best&#228;ndig im Stau stand wenn man in die Stadt wollte, auch der Bus fuhr nicht mehr durch den alten Stra&#223;enbahntunnel auf die Br&#252;cke. Die Folge waren &#8230;<p class="read-more"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/10/17/endlich-fertig-die-elbbrucke-ist-wieder-baustellenfrei/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/10/17/endlich-fertig-die-elbbrucke-ist-wieder-baustellenfrei/" title="Endlich fertig: Die Elbbrücke ist wieder baustellenfrei"></a><p><div id="attachment_2887" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/elbbruecken.jpg" rel="lightbox[2881]"><img src="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/elbbruecken-150x150.jpg" alt="Neue Elbbr&#252;cken" title="Neue Elbbr&#252;cken" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-2887" /></a><p class="wp-caption-text">Neue Elbbr&#252;cken</p></div>
<p><strong>Seit &#252;ber einem Jahr nervte die Baustelle auf den Elbbr&#252;cken. Nicht nur, das man best&#228;ndig im Stau stand wenn man in die Stadt wollte, auch der Bus fuhr nicht mehr durch den alten Stra&#223;enbahntunnel auf die Br&#252;cke. Die Folge waren st&#228;ndige Versp&#228;tungen. In der Stra&#223;e Am Zollhafen/Hovestieg waren lange Staus an der Tagesordnung, und belasteten das Quartier. Das Kapitel geh&#246;rt jetzt endlich der Vergangenheit an. Die Bauarbeiten sind im wesentlichen abgeschlossen.</strong><br />
Die Beh&#246;rde f&#252;r Wirtschaft, Verkehr und Innovation gab jetzt folgende Pressemitteilung heraus: </p>
<p><span id="more-2881"></span></p>
<blockquote><p>Hamburg investiert in die Erhaltung der Infrastruktur.<br />
<strong>Billhorner Br&#252;ckenstra&#223;e – Arbeiten weitgehend abgeschlossen</strong><br />
Ab Montag, 17.10.2011 stehen auf der Billhorner Br&#252;ckenstra&#223;e wieder alle Fahrstreifen zur Verf&#252;gung. Der Landesbetrieb Stra&#223;en, Br&#252;cken und Gew&#228;sser konnte planm&#228;&#223;ig die Hauptarbeiten zur Grundinstandsetzung abschlie&#223;en. In den n&#228;chsten Wochen werden nur noch Tagesbaustellen ab 10 Uhr vormittags erforderlich f&#252;r das Pflanzen einiger B&#228;ume und Restarbeiten in den Nebenfl&#228;chen.<br />
Mit &#252;ber 120.000 Fahrzeugen t&#228;glich ist die Billhorner Br&#252;ckenstra&#223;e eine der meist befahrenen Stra&#223;en Hamburgs. Der LKW- und Busverkehr liegt bei rd. 10 %. Die Fahrbahnen waren entsprechend stark beansprucht und so gesch&#228;digt, dass eine Grunderneuerung erforderlich war.<br />
Die Sanierung der Fahrbahnen bot die Gelegenheit, diesen wichtigen Stadteingang Hamburgs durch B&#228;ume und neue Beleuchtung auch st&#228;dtebaulich aufzuwerten.<br />
Von April 2010 bis November 2010 erfolgten die Bauarbeiten zwischen Neue Elbbr&#252;cken / Zweibr&#252;ckenstra&#223;e und der Amsinckstra&#223;e stadtausw&#228;rts und von M&#228;rz 2011 bis Oktober 2011 stadteinw&#228;rts sowohl im Stra&#223;en- wie auch im s&#252;dlich angrenzenden Br&#252;ckenbereich.<br />
Die Arbeiten begannen oft in den sehr fr&#252;hen Morgenstunden. Auch nachts und am Wochenende wurde gearbeitet. Im Baufeld waren neben den Stra&#223;enbauern auch diverse andere Gewerke t&#228;tig wie z.B. die zahlreichen Leitungstr&#228;ger – Hamburg Wasser (Stadtentw&#228;sserung), E.ON-Hanse und verschiedene Telekommunikationsunternehmen, die Garten- und Landschaftsbauer, die Br&#252;ckenbauer sowie Elektriker f&#252;r den Umbau der &#246;ffentlichen Beleuchtung.
</p>
</blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Ratten gesehen? Bitte Melden!</title>
		<link>http://www.veddel.net/wordpress/2011/10/08/ratten-gesehen-bitte-melden/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 08:25:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beirat]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Veddel]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/10/08/ratten-gesehen-bitte-melden/" title="Ratten gesehen? Bitte Melden!"></a>Im Stadtteilbeirat kam die Frage auf, was zu tun sei wenn man Ratten gesehen hat. Die Antwort ist einfach: Man ruft beim Hygieneinstitut unter 42845-7972 an und meldet wo man das Tier gesehen hat. Dann wird innerhalb weniger Tage Gift &#8230;<p class="read-more"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/10/08/ratten-gesehen-bitte-melden/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/10/08/ratten-gesehen-bitte-melden/" title="Ratten gesehen? Bitte Melden!"></a><p><div id="attachment_2874" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Ratte_Urheber_Reg_Mckenna.jpg" rel="lightbox[2873]"><img src="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Ratte_Urheber_Reg_Mckenna-150x150.jpg" alt="Ratte (Quelle: Reg Mckenna)" title="Ratte (Quelle: Reg Mckenna)" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-2874" /></a><p class="wp-caption-text">Ratte (Quelle: Reg Mckenna)</p></div><strong>Im Stadtteilbeirat kam die Frage auf, was zu tun sei wenn man Ratten gesehen hat. Die Antwort ist einfach: Man ruft beim Hygieneinstitut unter 42845-7972 an und meldet wo man das Tier gesehen hat. Dann wird innerhalb weniger Tage Gift ausgelegt. Dem Anrufer werden daf&#252;r keine Kosten in Rechnung gestellt.</strong></p>
<p>Was kaum einer wei&#223;: Es gibt eine Rattenverordnung. Wer eine Ratte sieht hat sogar die Pflicht sie zu melden. Trotzdem gelingt es nicht, dieses weit verbreitete Nagetier, das als Vorrats-, Material- und Gesundheitssch&#228;dling gef&#252;rchtet ist, aus unserem engeren Lebensumfeld vollst&#228;ndig zu vertreiben. Das gilt auch f&#252;r die Veddel.</p>
<p>Ratten sind enorm anpassungsf&#228;hig und vermehren sich rasch. Eine weibliche Ratte bringt es – Kinder- und Kindeskinder eingeschlossen – auf ungef&#228;hr 600 Nachkommen pro Jahr. Gegen Ratten l&#228;sst sich trotzdem mehr tun: Zu vermeiden sind unbedingt die Vogelf&#252;tterung und das Wegwerfen von Lebensmittelresten auf der Stra&#223;e. Abf&#228;lle geh&#246;ren in die geschlossene Aufbewahrung und M&#252;llbeh&#228;lter.</p>
<p><span id="more-2873"></span></p>
<p>Ein politisches Thema ist die Ratte auf der Veddel auch deswegen geworden, weil die Mitglieder der Linkspartei das offenbar nicht gewusst haben. Sie haben sich an das Bezirksamt gewandt und gefragt ob die Verwaltung &#252;ber die vermehrten Rattensichtungen informiert sei, und was sie dagegen t&#228;te.</p>
<p>Die Antwort des Bezirksamts: </p>
<blockquote><p>
Zust&#228;ndig f&#252;r die Sch&#228;dlingsbek&#228;mpfung auf &#246;ffentlichem Grund ist das Institut f&#252;r Hygiene und Umwelt der Beh&#246;rde f&#252;r Gesundheit und Verbraucherschutz. Entsprechenden Hinweisen wird von dort umgehend nachgegangen. Aktuell (Stand: 27.09.2011) liegen keine Hinweise von Anwohnern oder anderweitige Erkenntnisse &#252;ber eine Rattenplage auf der Veddel vor.</p></blockquote>
<p>Nebenbei darf ich erw&#228;hnen, das es eine einfachere und schnellere Methode gibt, um so etwas herauszubekommen. Wie das geht sieht man [<a href="http://www.lmgtfy.com/?q=ratten+hamburg" target="_blank">hier</a>]</p>
<p>Am besten ist es, wenn man die Rattenhotline gleich in seinem Telefon abspeichert:<br />
Institut f&#252;r Hygiene und Umwelt<br />
Telefon (040) 42845-7972<br />
Fax (040) 42845-7971<br />
E-Mail:  thorsten.krause@hu.hamburg.de</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Darstellung der Polizei zur Lage unter der Kersten-Miles-Br&#252;cke vom 28. Oktober 2010 und Differenzen zur Darstellung in der &#8220;Mopo&#8221;</title>
		<link>http://www.veddel.net/wordpress/2011/09/29/darstellung-der-polizei-zur-lage-unter-der-kersten-miles-brucke-vom-28-oktober-2010-und-differenzen-zur-darstellung-in-der-mopo/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 01:41:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Bezirksversammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/09/29/darstellung-der-polizei-zur-lage-unter-der-kersten-miles-brucke-vom-28-oktober-2010-und-differenzen-zur-darstellung-in-der-mopo/" title="Darstellung der Polizei zur Lage unter der Kersten-Miles-Brücke vom 28. Oktober 2010 und Differenzen zur Darstellung in der &quot;Mopo&quot;"></a>Um die Errichtung eines Zaunes an der Kersten-Miles-Br&#252;cke gibt es zur Zeit einen heftig ausgetragenen Streit. Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte, genauer gesagt der sie vertretene Hauptausschuss, hat in seiner letzten Sitzung des Jahres 2010 f&#252;r die Entfernung zweier Bunker aus dem &#8230;<p class="read-more"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/09/29/darstellung-der-polizei-zur-lage-unter-der-kersten-miles-brucke-vom-28-oktober-2010-und-differenzen-zur-darstellung-in-der-mopo/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/09/29/darstellung-der-polizei-zur-lage-unter-der-kersten-miles-brucke-vom-28-oktober-2010-und-differenzen-zur-darstellung-in-der-mopo/" title="Darstellung der Polizei zur Lage unter der Kersten-Miles-Brücke vom 28. Oktober 2010 und Differenzen zur Darstellung in der &quot;Mopo&quot;"></a><p><div id="attachment_2857" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/demo_kersten-miles-bruecke.jpg" rel="lightbox[2852]"><img class="size-thumbnail wp-image-2857" title="Demonstration an der Kersten-Miles-Br&#252;cke" src="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/demo_kersten-miles-bruecke-150x150.jpg" alt="Demonstration an der Kersten-Miles-Br&#252;cke" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Demonstration an der Kersten-Miles-Br&#252;cke</p></div><strong>Um die Errichtung eines Zaunes an der Kersten-Miles-Br&#252;cke gibt es zur Zeit einen heftig ausgetragenen Streit. Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte, genauer gesagt der sie vertretene Hauptausschuss, hat in seiner letzten Sitzung des Jahres 2010 f&#252;r die Entfernung zweier Bunker aus dem Kriege 100.000 Euro bereitgestellt. Die von der SPD und GAL beantragte und beschlossene Ma&#223;nahme hatte erkl&#228;rtermassen den Zweck die verfestigte Situation der Obdachlosen an dieser Stelle zu beenden. Ich m&#246;chte an hier keine Bewertung des Vorganges vornehmen, aber auf eine wesentliche Diskrepanz in der Darstellung der Vorgeschichte hinweisen.</strong></p>
<p>Bezirksamtsleiter Markus Schreiber hat wiederholt erkl&#228;rt, das es an dieser Stelle zu Straftaten gekommen sei, und das Anleger, Passanten und Touristen in ihrem Sicherheitsgef&#252;hl beeintr&#228;chtigt gewesen seien. In der Hamburger Morgenpost erschien dazu ein <a href="http://www.mopo.de/politik---wirtschaft/-anti-obdachlosen-zaun--auch-polizei-sauer-auf-sheriff-schreiber,5067150,10908600.html" target="_blank">Artikel von Thomas Hirschbiegel und Christoph Heinemann unter dem Titel &#8220;Auch Polizei sauer auf Scheriff Schreiber&#8221;</a>. Darin wurde der Eindruck erweckt, als h&#228;tte Markus Schreiber die Unwahrheit gesagt. Im Artikel hei&#223;t es:</p>
<p><span id="more-2852"></span></p>
<blockquote><p>„Es gibt dort keine erhebliche Beschwerdelage“, so Polizeisprecher Mirko Streiber zur MOPO. Markus Schreiber hatte von dem Gebiet rund um die Kersten-Miles-Br&#252;cke von einem „Angstraum“ f&#252;r Anwohner gesprochen. Regelrecht sauer ist die Polizei auf &#196;u&#223;erungen Schreibers in der „Welt“. Der SPD-Politiker hatte behauptet, dass die Polizei ihn gebeten habe, die Zust&#228;nde zu &#228;ndern, weil sie nicht mehr „Herr der Lage“ sei. Polizeisprecher Streiber: „Das ist falsch.“ Fakt ist: Es hat 2010 schwere Straftaten unter der Br&#252;cke gegeben – allerdings unter den Obdachlosen selbst. Anwohner waren davon nicht betroffen.</p></blockquote>
<p>Mir liegt zum Vergleich ein Schreiben des Polizeikommisariates 14 vor, das in der Caffamacherreihe liegt. Es tr&#228;gt das Datum vom 28.Oktober 2010 und war eine Grundlagen der Entscheidung des Hauptausschusses und der Umsetzung des Beschlusses durch den Bezirksamtsleiter. Aus Gr&#252;nden der Transparenz zitiere ich es hier vollst&#228;ndig:</p>
<blockquote><p><strong>Darstellung der Deliktslage im Bereich der Kersten-Miles-Br&#252;cke<br />
</strong><br />
Unterhalb der Kersten-Miles-Br&#252;cke n&#228;chtigen bzw. wohnen seit mehreren Jahren obdachlose Personen. Die Zusammensetzung dieses Personenkreises und die Anzahl der angetroffenen Personen unterliegen einer st&#228;ndigen Fluktuation. Neben den lebens&#228;lteren, ausl&#228;ndischen Obdachlosen halten sich dort zunehmend junge Personen, die der Punkerszene zuzuordnen sind, auf.</p>
<p>Die Polizeilichen Ma&#223;nahmen des PK 14 (Anm.: Polizeikommisariat 14, Caffamacherreihe) f&#252;r den Brennpunkt beschr&#228;nken sich im Wesentlichen auf die, zur Aufkl&#228;rung und Verfolgung von Straftaten, erforderlichen Ma&#223;nahmen und die Benachrichtigung des BOD (Anm.: Bezirklicher Ordnungsdienst) bei festgestellter Verm&#252;llung.</p>
<p>Durch sichtbare, massive Verwahrlosung dieses &#246;ffentlichen Raumes und damit verbundenen, negativen Senergieeffekte kommt es zu empfindlichen St&#246;rungen des Sicherheitsgef&#252;hls der Anlieger, Passanten und Touristen. Verst&#228;rkt wird die Beeintr&#228;chtigung des Sicherheitsgef&#252;hls durch Straftaten / zum Teil schwerwiegende Straftaten, deren Begehung in mehreren F&#228;llen eindeutig der, unter der Kersten-Miles-Br&#252;cke aufh&#228;ltigen, Personengruppe zugeordnet werden konnten.</p>
<p>So wurden hier in den Jahren 2009 und 2010 insgesamt drei gef&#228;hrliche K&#246;rperverletzungen durch Randst&#228;ndige und Punker begangen.</p>
<p>Des weiteren kam es in dem in Rede stehenden Bereich zu einer K&#246;rperverletzung mit Todesfolge unter Randst&#228;ndigen und zu einer schweren K&#246;rperverletzung. Bei letzterer wurde die Matratze eines schlafenden Obdachlosen durch einen alkoholisierten Randst&#228;ndigen angez&#252;ndet.</p>
<p>Vom 01.01.2009 bis zum heutigen Tag wurden drei Sexualdelikte durch diese Personengruppe begangen. Es kam zu einer Vergewaltigung, einer versuchten Vergewaltigung und einer exibitionistischen Handlung.</p>
<p>Weiter sind im n&#228;heren Umfeld der Kersten-Miles-Br&#252;cke mehrere Raubstraftaten / Eigentumsdelikte zu verzeichnen gewesen. Bei keiner der Taten ist eine klare Zuordnung zu der betreffenden Gruppierung m&#246;glich gewesen. Dennoch kann aufgrund der r&#228;umlichen N&#228;he der Tatorte zur Kersten-Miles-Br&#252;cke nicht ausgeschlossen werden, dass diese Personen an der Tatbegehung beteiligt waren.</p></blockquote>
<p>Der amtlich-n&#252;chtene Text der Polizei stellt meiner Ansicht nach die Lage unter der Kersten-Miles-Br&#252;cke ganz anders dar als der in tendenzi&#246;ser Weise geschriebene Artikel von Thomas Hirschbiegel und Christoph Heinemann.</p>
<p>Folgender Halbsatz aus dem &#8220;Mopo&#8221;-Artikel ist nach meiner Ansicht aus einem anderen Grund besonders zu hinterfragen: &#8220;allerdings unter den Obdachlosen selbst&#8221;. Er kann als eine Beschwichtigung interpretiert werden. Das w&#252;rde unterstellen, das die begangenen Straftaten vergleichsweise weniger schlimm seien weil sie andere Obdachlose, aber keine Passanten betroffen haben. Die Polizei sollte meiner Meinung nach aufkl&#228;ren, ob dieser Halbsatz von der Hamburger Morgenpost korrekt zitiert worden ist, und falls ja, wie er zu interpretieren ist.</p>
<div id="attachment_2853" class="wp-caption aligncenter" style="width: 223px"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/Polizeibericht_Kersten-Miles-Br%C3%BCcke.jpg" rel="lightbox[2852]"><img class="size-medium wp-image-2853" title="Polizeibericht zur Lage an der Kersten-Miles-Br&#252;cke" src="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/Polizeibericht_Kersten-Miles-Br%C3%BCcke-213x300.jpg" alt="Polizeibericht zur Lage an der Kersten-Miles-Br&#252;cke" width="213" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Polizeibericht zur Lage an der Kersten-Miles-Br&#252;cke</p></div>
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		<title>Neuer Bauwagenplatz in Hamburg: Zomia bracht nur noch zuzugreifen</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 12:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antrag]]></category>
		<category><![CDATA[Bezirksversammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Wilhelmsburg]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/09/21/neuer-bauwagenplatz-in-hamburg-zomia-bracht-nur-noch-zuzugreifen/" title="Neuer Bauwagenplatz in Hamburg: Zomia bracht nur noch zuzugreifen"></a>Ein neuer Bauwagenplatz in Hamburg ist zum greifen nahe. Der Stadtentwicklungsausschuss der B&#252;rgerschaft hatte beschlossen, das nach Fl&#228;chen gesucht werden sollen. Man wurde f&#252;ndig, und bietet der Bauwagenguppe vier Pl&#228;tze zur Auswahl an. Zomia ist in der komfortablen Lage sich &#8230;<p class="read-more"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/09/21/neuer-bauwagenplatz-in-hamburg-zomia-bracht-nur-noch-zuzugreifen/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.veddel.net/wordpress/2011/09/21/neuer-bauwagenplatz-in-hamburg-zomia-bracht-nur-noch-zuzugreifen/" title="Neuer Bauwagenplatz in Hamburg: Zomia bracht nur noch zuzugreifen"></a><p><div id="attachment_2817" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/Bauwagenplatz_Zomia.jpg" rel="lightbox[2816]"><img src="http://www.veddel.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/Bauwagenplatz_Zomia-150x150.jpg" alt="Bauwagenplatz Zomia" title="Bauwagenplatz Zomia" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-2817" /></a><p class="wp-caption-text">Bauwagenplatz Zomia</p></div><strong>Ein neuer Bauwagenplatz in Hamburg ist zum greifen nahe. Der Stadtentwicklungsausschuss der B&#252;rgerschaft hatte beschlossen, das nach Fl&#228;chen gesucht werden sollen. Man wurde f&#252;ndig, und bietet der Bauwagenguppe vier Pl&#228;tze zur Auswahl an. Zomia ist in der komfortablen Lage sich nur noch entscheiden zu m&#252;ssen, dann wird dem Antrag auf einen Bauwagenplatz zugestimmt.</strong></p>
<p>Das der derzeitig genutzte Platz in Wilhelmsburg f&#252;r eine l&#228;ngerfristige Nutzung durch Wohnen in Wagen ungeeignet ist war von Beginn an klar. Ein entsprechender Antrag der eine Beendigung der Nutzung zum 30.04.2011 vorsah, wurde im Dezember von allen Parteien gemeinsam in den Regionalausschuss eingebracht, einstimmig beschlossen und von der Bezirksversammlung ebenso einstimmig best&#228;tigt. Die Frage der langfristigen Nutzung ist im Wesentlichen unumstritten geblieben, nur die Linkspartei hat ihre Position dazu ver&#228;ndert. Die Piraten teilen diese Ansicht der Linken ebenso, nur sind sie erst seit der Neuwahl in der Bezirksversammlung vertreten. </p>
<p><span id="more-2816"></span></p>
<p>Doch auch Wilhelmsburger Initiativen, wie zum Beispiel &#8220;Baum und Busch&#8221; halten die derzeit genutzte Fl&#228;che f&#252;r ungeeignet. Wohlgemerkt sind das Leute die sich grunds&#228;tzlich f&#252;r einen Bauwagenplatz, auch in Wilhelmsburg, aussprechen. Der Vollst&#228;ndigkeit und Fairness wegen zitiere ich zun&#228;chst was sie <a href="http://www.buergerdialoge.de/" target="_blank">auf ihrer Webseite</a> f&#252;r sich betonen:</p>
<blockquote><p>Nichtsdestotrotz haben wir immer gesagt, und das gilt nach wie vor, dass wir uns nicht gegen Bauwagenpl&#228;tze in Wilhelmsburg oder woanders aussprechen wollen. Dass unser Brief nun als Argumentationshilfe f&#252;r die Schreiber-Politik herhalten muss, k&#246;nnen auch wir nur als mies empfinden, machen aber darauf aufmerksam, dass wir f&#252;r das strategische Verhalten von PolitikerInnen nicht verantwortlich sind.</p></blockquote>
<p>&#220;ber Zomia aber schreiben sie: </p>
<blockquote><p>Nun mussten wir leider feststellen, dass der Unterschied zwischen dem, was von Zomia gesagt wird und dem, was tats&#228;chlich geschieht, sehr gro&#223; ist. Der Tropfen, der f&#252;r uns das Fass zum &#220;berlaufen brachte, war die Ank&#252;ndigung und Durchf&#252;hrung zweit&#228;giger Maifeierlichkeiten inklusive Lifemusik und Tanz auf der sch&#246;nen Fl&#228;che. In einem solchen Prim&#228;rwald derartige Partys mitten in der Brutzeit zu feiern, ist so ziemlich das Schlechteste, was man tun kann. Es st&#246;rt die V&#246;gel bei der Brut massiv.<br />
&#8230;<br />
Die Fl&#228;che wird von Zomia systematisch &#246;kologisch entwertet. Der Ausgleich, der bei Bebauung f&#252;r solch eine entwertete Fl&#228;che zu leisten w&#228;re, w&#252;rde viel geringer ausfallen, als dies vorher der Fall gewesen w&#228;re. Danke daf&#252;r!</p></blockquote>
<p>In den Kommentaren zur Webseite assistiert &#8220;jvp&#8221; dieser Ansicht und schreibt:</p>
<blockquote><p>
also nochmal: wenn dieses gebiet tats&#228;chlich industrialisiert (oder aktueller f&#252;r wohnungsbau verwendet) werden sollte, macht es f&#252;r den &#246;ko-ausgleich einen unterschied, ob es schon verwohnt ist – dann freut sich der investor, weil weniger ausgleich zu leisten ist. andernorts von der iba schon beispielhaft durchdekliniert, zb bei der ‘wiese’ am f&#228;hrstieg.</p></blockquote>
<p>In einer weiteren Stellungnahme von Baum und Busch finden sich dann folgende Passagen:</p>
<blockquote><p>Auf unsere Initiative hin kamen wir zun&#228;chst mit Zomia gut ins Gespr&#228;ch, sie zeigten sich offen und entgegenkommend. So wurden in mehreren Treffen gemeinsame Ma&#223;nahmen diskutiert, um die &#246;kologischen Qualit&#228;ten des Platzes m&#246;glichst zu erhalten. In einem Presseerkl&#228;rungsentwurf r&#252;hmte sich Zomia dann auch alsbald, „gemeinsame Sache“ mit „den Natursch&#252;tzern“ zu machen, es schien, als w&#252;rden sie die Sache sogar h&#246;her h&#228;ngen, als wir selbst.</p>
<p>Die beschlossenen Ma&#223;nahmen wurden dann aber von Zomia unvollst&#228;ndig oder gar nicht umgesetzt oder waren nach wenigen Tagen (von wem auch immer) wieder beseitigt. Auf der sensiblen Fl&#228;che (Brutzeit, trittempfindlicher Pflanzenwuchs) wurde von Zomia dagegen eine 1. Mai-Feier abgehalten, laut, mit viel Publikum und &#252;ber mehrere Tage. Weitere regelm&#228;&#223;ige Veranstaltungen wurden ganz selbstverst&#228;ndlich geplant. Da br&#252;tete dann kein Vogel mehr. Pl&#246;tzlich war es auch nicht mehr m&#246;glich, mit Zomia zu sprechen. Wir hatten den Eindruck, dass wir mit unserem &#214;ko-Anliegen nur noch nerven. </p></blockquote>
<p>(Die vollst&#228;ndigen Texte findet man auf der <a href="http://www.buergerdialoge.de/" target="_blank">Webseite von &#8220;Baum und Busch&#8221;</a> unter &#8220;Zur Bauwagengruppe Zomia&#8221;)</p>
<p>Uneinigkeit gibt es auf Bezirksebene mit der CDU und der GAL im wesentlichen nur &#252;ber die Frage, wie lange man mit Zomia noch &#252;ber eine andere L&#246;sung verhandeln wolle. W&#228;hrend man der GAL dabei noch zubilligen k&#246;nnte das sie ihr eigenes Klientel bedient ist bei der CDU wohl ganz klar das man auf dem R&#252;cken von Zomia und unter Missachtung des Willens ihrer W&#228;hlerschaft Honig aus der Situation saugen, und den Bezirksamtsleiter schlecht aussehen lassen will. Ehrlichkeit buchstabiert man anders. Das dies auch vielen Mandatstr&#228;gern und Mitgliedern der CDU klar ist und sie diesen Kurs ablehnen kann man bei Gespr&#228;chen immer wieder feststellen.</p>
<p>Die damalige Beh&#246;rde f&#252;r Stadtentwicklung und Umwelt hatte der befristeten L&#246;sung zugestimmt, und sah &#8220;keine fachbeh&#246;rdlichen Bedenken&#8221; bei Einhaltung der vom Regionalausschuss formulierten Bedingungen. Davon kann aber bis heute keine Rede sein. Zomia hat sogar eine vom Bezirksamt angebotene schriftliche Vereinbarung blockert, und zwar dadurch dass sie eine der im Regionalausschuss formulierten Bedingungen ablehnte. Wichtig war uns, das es bei Verunreinigungen des Gel&#228;ndes oder anderen Kosten eine individuell feststellbare Verantwortung geben m&#252;sse. Verursacher sollten dingfest gemacht werden k&#246;nnen. Doch Verantwortung &#252;bernehmen, das wollten die Leute von Zomia nicht. </p>
<p>Unbeachtet geblieben ist &#252;brigens, das der Bezirk Hamburg-Mitte bereits Ende letzten Jahres nach geeigneten Pl&#228;tzen f&#252;r eine l&#228;ngerfristige Nutzung durch Bauwagen gesucht hat. Es wurden zahlreiche Optionen gepr&#252;ft und bei verschiedenen Stellen angefragt. Die Antwort war &#252;berwiegend negativ. Dennoch hatte der Bezirk zwei Ausweichfl&#228;chen vorgeschlagen. Allerdings h&#228;tte sich die Bauwagengruppe teilen m&#252;ssen, was sie ablehnte. </p>
<p>Das es jetzt die M&#246;glichkeit zur Einrichtung eines weiteren Bauwagenplatzes in Hamburg gibt wird von der SPD Hamburg-Mitte ausdr&#252;cklich begr&#252;&#223;t. Um die Vermittlungsbem&#252;hungen m&#246;glich zu machen hat man nach Absprache mit der B&#252;rgerschaftsebene auch noch nach dem 30.04. still gehalten. Das ist oft aber f&#228;lschlich als Uneinigkeit interpretiert worden. Wenn der eine sagt ein Glas ist halb leer, und der andere sagt ein Glas ist halb voll ist das eben kein Gegensatz. Nur lie&#223;t sich das in der Zeitung nicht so gut.</p>
<p>Parlamentarisch ist die Sache jetzt entschieden. Wir lassen uns nicht erpressen. Der Hauptausschuss der Bezirksversammlung hat den Bezirksamtsleiter aufgefordert auf der Fl&#228;che in Wilhelmsburg &#8220;ordnungsgem&#228;&#223;e Zust&#228;nde&#8221; herzustellen, also die Nutzung durch die Bauwagen zu beenden. Die Bezirksversammlung hat den Beschluss best&#228;tigt. Keine Partei hat einen anders lautenden Antrag eingebracht. Und Staatsrat Christoph Krupp, Chef der Senatskanzlei, hat best&#228;tigt dass die &#8220;Zust&#228;ndigkeit beim Bezirk Mitte liegt&#8221;. </p>
<p>Somit ist die Lage klar. Wir als Bezirk und die B&#252;rgerschaft haben eine Reihen von Klimmz&#252;gen gemacht. L&#246;sungen f&#252;r einen weiteren Bauwagenplatz liegen in dieser Woche noch auf den Tisch. Freie Auswahl aus vier Hauptgewinnen, nur Wilhelmsburg ist nicht darunter. Die Leute von Zomia sind aber anders unterwegs. Das geht auch aus einem Text hervor, die Kathrin Milan, die als &#8220;Kunstnomadin&#8221; selbst in einem Wagen lebt auf ihrer <a href="http://kunstnomadin.de/files/index_D.php" target="_blank">Webseite</a> ver&#246;ffentlicht hat. Sie schreibt &#252;ber die Gruppe der sie ein paar Tage Unterschlupf gew&#228;hrt hat: </p>
<blockquote><p>Anstatt die Verschnaufpause bei mir zu genie&#223;en und verfingen sich MitgliederInnen der Gruppe sofort bei dem abendlichen Kontrollgang auf meinem Grundst&#252;ck in Machtspiele mit der Polizei. Oh je- gleich war ein Interessenskonflikt aufgebrochen. Das hatte ich nicht bedacht, dass sich einige MitgliederInnen sich eigentlich gar nicht an Regeln mir gegen&#252;ber halten wollten. F&#252;r Frieden und &#214;kologie fand ich bei Ihnen keine Resonanz- ein f&#252;r Wagenbewohnerinnen eher untypisches Verhalten. Gerade weil ich ja auch die Auswirkungen ihres Verhaltens zu tragen hatte. Es gibt ja keine Ethik oder Normen unter Wagenpl&#228;tzen, von der ich h&#228;tte ausgehen k&#246;nnen. Ich sp&#252;rte auch den Unterschied zu mir als eine Reisende: Sie waren zielgerichtet und fixiert auf einen Platz zum Bleiben- am Besten gleich auf der Stelle. Ich vermisste bei dieser Gruppe das Interesse daran miteinander zu reden und die pers&#246;nliche Begegnung zu pflegen. Sie handelten aus Strategie heraus. Es bedurfte einiger Gespr&#228;che und Ermahnungen von meiner Seite, dass sie sich an die Absprachen mit dem Bezirksamt (kein L&#228;rm, keine neuen Fahrzeuge) halten.<br />
&#8230;<br />
Diese Gruppe aber war gut organisiert: mehrere Rechtsanw&#228;lte, mit denen sie st&#228;ndig ihre Vorgehensweise absprachen, t&#228;glich Pressearbeit, Info- Zettel f&#252;r die Nachbarschaft, ein schnell reagierendes Solidarit&#228;ts- Netzwerk &#252;ber Handy und Internet. Unterst&#252;tzerInnen, die auch im Winter sich zu einer spontanen Mahnwache um Mitternacht einfanden. Mir wurde deutlich wie viel &#214;ffentlichkeit und politischer Druck durch die modernen Medien herzustellen ist. Und wie sehr Wagenbewohnerinnen untereinander solidarisch agieren und durch schnelle Protestformen aus der linken Szene unterst&#252;tzt werden k&#246;nnen. Sie waren bereit auch Prozesskosten und die Beschlagnahmung ihrer Fahrzeuge zu riskieren. Somit bieten sie der Staatsgewalt wenig Angriffsfl&#228;che- illegale Handlungen wie eine Besetzung legitimieren sie durch ihren Existenzdruck und Autorit&#228;tskritik. Als Symbol f&#252;r mehr Wagenpl&#228;tze wurden von ihren Unterst&#252;tzer- Gruppen mehrere Demonstrationen in der Stadt organisiert.<br />
Ein Verdienst dieser Gruppen war es die Problematik der Wagenpl&#228;tze wieder ins &#246;ffentliche Interesse in Hamburg gebracht zu haben. Die t&#228;gliche Anspannung &#252;ber Wochen hinweg auszuhalten, sich als Gruppe zu organisieren um gemeinsam agieren zu k&#246;nnen und sich &#252;ber<br />
Monate hinweg nur Zeit daf&#252;r zu nehmen: das braucht Kraft und einen finanziellen Hintergrund. Um so effektiv seinen Protest zu formulieren fehlt es den meisten Privatpersonen an M&#246;glichkeiten. Obwohl es gerade in Wilhelmsburg viele Probleme gibt, die lautstarken Protest erfordern: z.B. bei Naturschutz und famili&#228;rer Gewalt w&#252;nschte ich mir &#228;hnliche Solidarit&#228;t!<br />
&#8230;<br />
Die Anfrage an alle Bezirks&#228;mter Hamburgs nach einem Standplatz f&#252;r die W&#228;gen blieb erfolglos. Am Mittwoch kam der erwarteten Brief vom Gr&#252;nfl&#228;chenamt Hamburg- Mitte. Er enthielt die Aufforderung an mich den Zustand vor dem 20.11.10 wiederherzustellen. Da ich den Zugang zur Gr&#252;nfl&#228;che f&#252;r die Wagenleute erm&#246;glicht hatte war ich die Verantwortliche- ansonsten w&#252;rde ich meine Sondernutzung gef&#228;hrden.<br />
Durch meinen Einblick in die steigende Stresssituation auf der Beh&#246;rden- und auf der Wagenplatzseite hatte ich Verst&#228;ndnis f&#252;r beide Seiten, konnte mich aber nicht weiter als Vermittlerin einbringen. Auch meine private Belastungsgrenze war erreicht: Bei mir war der falsche Ort f&#252;r die Aktionsform dieser Gruppe. Die Berichterstattung der Gruppe „Zomia“ in der linken Presse war nicht den Tatsachen entsprechend: ich war nicht wie sie es nannten „in der Geiselhaft der Beh&#246;rden“. Im Gegenteil fand ich das Verhalten der Polizei auf meiner Fl&#228;che korrekt und den Regionalbeauftragten des Bezirksamtes sehr engagiert. So bat die Gruppe zu gehen, die ohne Polizeikontrollen wegfahren konnte.</p></blockquote>
<p> (Den vollst&#228;ndigen Text findet man auf ihrer <a href="http://kunstnomadin.de/files/index_D.php" target="_blank">Seite</a> unter &#8220;Aktuelles &#8211; ein Gast hat G&#228;ste&#8221;)</p>
<p>Zomia kann sich jetzt entscheiden. Geht es um einen neuen Wagenplatz in Hamburg? Dann muss man nur von der bisherigen steinharten und kompromisslosen Haltung abweichen. Die L&#246;sungen liegen auf den Tisch, sie sind zum greifen nah! </p>
<p>Oder geht es in Wahrheit um Krawall, darum &#8220;dem Staat&#8221; die Stirn zu bieten, darum &#8220;dagegen&#8221; zu sein, um einen Platz in der Ehrenhalle der linksautonomen Szene? Jetzt geht es darum Farbe zu bekennen. Ich habe ja so eine Bef&#252;rchtung, aber ich lasse mich auch gerne positiv &#252;berraschen. </p>
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