Archiv nach Schlagworten: Kleiner Grasbrook

Mit der Deichwacht auf Katastrophenschutzübung

Deichwacht bei der Übung

Deichwacht bei der Übung

Nicht jedem ist klar, das wir auf der Veddel und Wilhelmsburg Inseln leben die von Sturmfluten gefährdet werden. Obwohl wir ein gut ausgebautes Hochwasserschutzsystem haben kann es im Fall einer Sturmflut ganz schnell nötig sein auftretende Schäden am Deich zu reparieren oder Löcher zu stopfen. Um für den Ernstfall gewappnet zu sein findet jedes Jahr im Herbst eine Katastrophenschutzübung statt. Als Bezirksabgeordnete haben Anja Keuchel, Michael Weinreich und ich bei der gestrigen Übung die Deichwacht begleitet.

Bei einer Deichverteidigungsübung tut man so als sei eine Sturmflut angekündigt. Männer und Frauen der verschiedenen Zivilschutzorganisationen rücken in die für sie bereitstehenden Bereitschaftsunterkünfte ein und melden sich beim Stab im Rathaus Wilhelmsburg an. Sie nennen das “einen Meldekopf” bilden. Ich habe gestern neben der Deichwacht Angehörige des THW, der Bundeswehr, und der Feuerwehr und freiwillige Deichschützer gesehen. Außerdem waren zahlreiche Mitarbeiter des Bezirksamtes und einiger Behörden dabei. Uwe Sommer, Chef der Deichwacht Wilhelmsburg, meldete 32 einsatzbereite Helfer beim Stab an.

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Die Bundesregierung stellt die Hafenquerspange in frage

Stau auf der Köhlbrandbrücke

Stau auf der Köhlbrandbrücke

Aus Berlin hört man, das wichtige Verkehrsprojekte nicht finanziert werden können. Darunter sind für Hamburg und Norddeutschland wichtige Vorhaben wie der Ausbau der Schleusen des Nord-Ostsee-Kanales und der sogenannten Y-Trasse, einer Eisenbahnstrecke zur besseren Anbindung der Häfen. Bereits zuvor hatte es aus Berlin geheißen, das im Falle einer erfolgreichen Olympia-Bewerbung Münchens Geld das für Norddeutschland vorgesehen ist nach Bayern fließen müsste. In das Heimatland des Verkehrsministers Ramsauer wohlgemerkt. Jetzt steht auch die bei uns viel diskutierte “Hafenquerspange”, eine Autobahn quer über die Elbinseln auf der Streichliste der zu finanzierenden Projekte.

Eigentlich ist das wenig verwunderlich, weil für diese Autobahn kein Baurecht besteht. Der Letzte Senat hat die Planungen radikal verändert. Während sie vorher neben der Köhlbrandbrücke in den Hafen hinein und über dem Spreehafen aus dem Hafen hinaus führen sollte, ist die Planung jetzt auf den Süden der Elbinsel nach Moorburg und Kirchdorf verlegt worden. Es handelt sich dabei um Linienbestimmungen. Vor den eigentlichen Bauarbeiten müsste noch ein umfangreiches Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Das dauert mehrere Jahre, und es schließen sich oft noch umfangreiche Gerichtsverfahren an.

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Sound Around am goldenen Kalb – Eine Brücke kann ein Musikinstrument sein

Der brückenumzingelte Pfeiler inmitten des Reiherstieges

Der brückenumzingelte Pfeiler inmitten des Reiherstieges

Es war ein besonderer Ort, und es war eine besondere Performance mit besonderen Musikinstrumenten. Beim Gold und Eisen Konzert am Argentinienknoten im Hamburger Hafen gab es was auf die Ohren.

Bereits seit 2009 steht auf einem übrig gebliebenen Brückenpfeiler im Reiherstieg eine Installation von Elisabeth Richnow, das “Goldene Tier”. Es ist ein aus einer biblischen Geschichte abgeleitetes Symbol für die Anbetung  von Reichtum und Macht an diesem von Brücken umzingelten und vom Verkehr umtosten Ort.

Jetzt, zwei Jahre nach seiner Aufstellung wurde es durch das eigenartigste Musikspektakel in den Fokus gerückt, dem ich je beigewohnt habe. Angekündigt war ein “Klangexperiment mit Christian von Richthofen und als Gast Gabriel Coburger in einem wunderbaren akustischem Raum voller vielschichtiger Hafenklänge und Geräusche,  den der Hamburger Musiker bespielen will:  mit schwerstem Schuhwerk rhythmisch über die Holz- und Eisenplanken der Stege poltern, Fässer, Gitter und Geländer betrommelnd, dabei singend, schreiend.” Ganz sicher bin ich übrigens nicht, wie das Ereignis heißen soll. Mal stand dort “Sound around”, und mal “Gold und Eisen”.

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Die neue Unterkunft der Deichwacht: Lösung in Sicht!

Uwe Sommer spricht mit Markus Schreiber

Uwe Sommer spricht mit Markus Schreiber

Die Deichwacht muss aus ihrer Unterkunft in der Rotenhäuser Straße weichen, weil das Gebäude, eine alte Turnhalle, baufällig ist. Lange wurde eine neue Unterkunft gesucht. Die Lösung am Depot Finkenriek Bürocontainer aufzustellen lag schon einige Zeit vor, doch es haperte an der Finanzierung. Jetzt ist endlich eine Lösung in Sicht.

Am Rande einer Veranstaltung sprach Bezirksamtsleiter Markus Schreiber mit dem Chef der Deichwacht, Uwe Sommer. Das Bezirksamt stellt bis zu 100.000 Euro für die neue Unterkunft zur Verfügung. Wichtige Arbeiten zur Herrichtung des Geländes will die Deichwacht in Eigenleistung selbst erbringen. Dadurch werden erhebliche Kosten gespart. So wurde es zwischen den Beiden mit Handschlag vereinbart.

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Die neuen Niedernfelder Brücken sind offiziell eröffnet

Der Fuss- und Radweg am neuen Veddeler Wasserkreuz

Der Fuss- und Radweg am neuen Veddeler Wasserkreuz

Wenn Senator Horch heute die Brücken über das Veddeler Wasserkreuz eröffnet, ist das ein Grund zur Freude. Durch die Brückenlösung wird an dieser Stelle mit den Wasserstraßen eine wichtige Infrastruktur im Hafen erhalten.

Außerdem freue ich mich auch über die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches der Elbinselbewohner: Der Rundweg um den Spreehafen erhält mit den an die Brücke angefügten Fuß- und Radweg endlich seinen Lückenschluss. Nach der Öffnung des Zollzaunes ist dies ein weiterer wichtiger Schritt zur Nutzung der Wasserflächen und Uferbereiche durch die Bewohner der Veddel und Wilhelmsburgs. Wir Insulaner erhalten so einen neuen attraktiv nutzbaren Zugang zum Wasser.

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Die Wilhelmsburger Reichsstraße wird gesperrt. Aber nur dieses Wochenende

Wer heute nur die Überschriften der Senatspresseerklärungen gelesen hat, könnte für einen kurzen Augenblick elektrisiert gewesen sein. “Wilhelmsburger Reichsstraße gesperrt” stand da. Aber es handelt sich “nur” um Brückenbauarbeiten am Wochenende. In der Harburger Chaussee könnte es etwas enger werden.

Die Sperrung der Reichsstraße ist wegen dringender Asphaltierungsarbeiten auf der Ernst-August-Kanal-Brücke notwendig. Richtung Süden wird die Straße voll gesperrt werden. In Richtung Hamburg wird ein Fahrstreifen gesperrt. Die Sperrungen erfolgen von Samstag, den 11.12.2010 um 8 Uhr bis Sonntag, den 12.12.2010 um 5 Uhr zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Georgswerder und Wilhelmsburg. Eine Umleitung wird ausgeschildert von der Anschlussstelle Hamburg-Georgswerder über Harburger Chaussee, Hafenrandstraße, Reiherstieg Hauptdeich, Bei der Wollkämmerei, Mengestraße zur Anschlussstelle Wilhelmsburg.

Na denn, fröhliches Rumkurven!

Die Harburger Chaussee ist die lauteste Strasse der Stadt

Larmschutz muss sein!

Die Anwohner der Harburger Chaussee sind einem Lärmpegel von 75 bis 80 Dezibel ausgesetzt. Zum Vergleich: Das Geräusch eines Presslufthammers ist 80 Dezibel laut, ein Rasenmäher 70 Dezibel. Der gesundheitsgefährdende Bereich fängt bei 65 Dezibel an. Das berichtet das “Hamburger Abendblatt”. Die Erkenntnis stammt aus den bezirklichen Lärmaktionsplänen, die nach einer Vorgabe der EU erstellt worden sind.

Das Ergebnis kommt nicht überraschend. An der Harburger Chaussee leben etwa 1.500 Menschen in Häusern die von der “Nordelbe Grundstücksgesellschaft mbH” vermietet werden. Insgesamt sind die Häuser in keinem guten Zustand, und der Eigentümer scheint wenig Interesse daran zu haben das zu ändern. Eines Tages schrieb ich der Firma einen Hinweis, das es über ein neues Programm Zuschüsse für Schallschutzfenster gäbe. Ich habe noch nicht einmal eine Antwort erhalten.

Die Fluktuation der Bewohner in der Harburger Chaussee ist besonders hoch. Sie lag vor zwei Jahren bei über 60%, ein erschreckender Wert. Das lässt sich anhand der Stadtteilstatistiken feststellen, denn die Häuser an der Harburger Chaussee ist das einzige Wohngebiet im Stadtteil Kleiner Grasbrook, der ansonsten aus Hafenflächen besteht. Dafür spricht auch, das es seit vielen Jahren regelmäßig Wohnungsbesichtigungen durchgeführt werden. Wenn mir jemand davon berichtet, ist immer von Wohnungen in erschreckenden Zuständen die Rede.

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Keine Universität auf den Kleinen Grasbrook, keine U-Bahn auf die Elbinseln

Ergebnis des vom Bezirksamt Hamburg-Mitte organisierten Workshops zum Kleinen Grasbrook aus dem Jahr 2003

Das es keinen Komplettumzug der Universität auf den Kleinen Grasbrook geben wird, ist bereits recht lange klar. Jetzt ist auch der Plan vom Teilumzug endgültig vom Tisch. Das hat Bürgermeister von Beust gestern in der Bürgerschaft erklärt.

Lange Zeit hatte es so ausgesehen, als sollten einige Fakultäten auf dem Gelände des Überseezentrums untergebracht werden. Das Vorhaben sei „wünschenswert aber nicht notwendig,“ erklärte von Beust. Wie der Platzbedarf der Universität in Eimsbüttel erfüllt werden soll bleibt aber offen. Der Bezirksamtsleiter hätte einen Vorschlag angekündigt, aber bis zum angekündigten Termin nicht geliefert.

So ganz nebenbei kassierte von Beust auch Überlegungen eine Absage, die U4 über die Elbe nach Wilhelmsburg zu verlängern. „Eine Verlängerung der Strecke wird es mit mir kurz- oder mittelfristig nicht geben“ sagte der Bürgermeister. Im letzten Jahr hatte es in Kirchdorf noch Irritationen gegeben, weil Vorschläge bekannt geworden waren, die U-Bahn ebenerdig durch die Siedlungen zu führen. Auf die Buslinie „Wilde 13“ wird man im Reiherstieg und Kirchdorf noch lange angewiesen sein.

Was aus der Fläche des Überseezentrums jetzt wird ist unklar. Hier sollte ursprünglich einmal das Olympiastadion entstehen. Bekannt ist, dass bereits Mieter gekündigt worden sind. Der Bezirk hat für den Kleinen Grasbrook schon im Jahr 2003 Wohnbebauung vorgeschlagen, zum gleichen Ergebnis kam das Senatskonzept vom „Sprung über die Elbe.“

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IBA/igs Bürgerdialog am 26. Mai

Bürgerhaus Wilhelmsburg

Bürgerhaus Wilhelmsburg

Unter dem Motto „mitdenken – mitreden – mitgestalten“ laden die internationale gartenschau hamburg (igs 2013) und die Internationale Bauausstellung Hamburg (IBA) am 26. Mai 2010, um 18 Uhr, wieder zum Bürgerdialog in das Bürgerhaus Wilhelmsburg in der Mengestraße ein. In vier Werkstattgesprächen geht es um Fragen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger zu den Themen:

  • Park und Natur – Natur-, Kultur- und Parklandschaften auf der igs 2013
  • Kreatives Quartier – Aktueller Stand und wie geht es weiter
  • Baumaßnahmen in Wilhelmsburg Mitte
  • ZusammenWachsen – Zusammenarbeit zwischen der igs 2013 und Akteuren der Elbinseln

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Warum Hamburgs Universität an den Hafen gehört

Uni auf dem Veddelhöft (Quelle: BWF / GMP Architekten)

Uni auf dem Veddelhöft (Quelle: BWF / GMP Architekten)

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat sich für eine Verlagerung von Teilen der Universität auf den Kleinen Grasbrook ausgesprochen. Nach unser Ansicht gibt es genügend Raum um die Universität in Lehre und Forschung ein gutes Stück voran zu bringen, aber auch die Städtebaulichen Perspektiven sind für die benachbarten Stadtteile Wilhelmsburg und Veddel beachtlich. Auch führende Köpfe der Hamburger Wirtschaft haben sich für eine Teilverlagerung offen gezeigt.

Heute nun beschäftigt sich der Leitartikel des Hamburger Abendblattes mit der Universität Hamburg, und der möglichen Umzug auf den Kleinen Grasbrook. Matthias Iken geißelt Strukturkonservatismus und Kleinmut. Sein Artikel ist ein Beitrag zur Diskussion, der sich zu lesen lohnt, und deshalb zitiere ich ihn hier umfangreich:

Oft hilft der Blick zurück, um den Horizont zu weiten. Es dauerte Jahrhunderte, bevor Hamburg 1919 endlich seine Universität bekam. Bis zuletzt hatten Senat und Bürgerschaft,vor allem aber die Handelskammer eine Gründung verhindert. Studieren könne man schließlich auch in Göttingen,argumentierten damals die Kaufleute. Inzwischen drängt sich der Eindruck auf: So viel hat sich nicht verändert.

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