Archiv nach Schlagworten: Kultur

Über den Dächern der Peute: Lokaltermin im Kampf für den Erhalt der denkmalgeschützten GEG-Fabrik

Ganz oben auf der Peute mit Gabi Dobusch

Ganz oben auf der Peute mit Gabi Dobusch

Im Ringen mit der Hamburg Port Authority (HPA) um den Erhalt der mittlerweile vorläufig unter Denkmalschutz gestellten Peute-Fabrik werden viele Verbündete benötigt. Gestern kam Gabi Dobusch, Sprecherin für Kultur der SPD Bürgerschaftsfraktion zu einem Besichtigungstermin, der uns bis auf das Dach der Fabrik führte.

Sie brachte die Nachricht mit, das inzwischen Konsens bestehe, das die großen Gebäude stehen bleiben sollen.  Allerdings sei weder über die Nutzung noch über den Verbleib der angesiedelten Unternehmen entschieden. Die HPA wolle den Komplex grundsanieren. Das bedeutet Bauarbeiten, die zwei Jahre andauern würden. Und das bedeutet das aus der zahlreichen Mieter an diesem Standort.

Einige Firmen werden sicher neue Flächen finden, aber für Andere wird es sehr eng. Da ist zum Beispiel ein Tonstudio, das immerhin schon EMI, Sony Music und die Fantastischen Vier zu seinen Kunden zählte, und das sich speziell diese Räume akustisch ausgemessen und passgenau eingerichtet hat.

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Hamburg Port Authority auf der Peute: Rücksichtsloser Kahlschlag denkmalwürdiger Baukultur

Von der HPA entsandte Abrissbagger machen kurzen Prozess

Von der HPA entsandte Abrissbagger machen kurzen Prozess

Das Jahr hätte viel schöner beginnen können, als mit dem Auferstehen der alten Erkenntnis des Kunsthallendirektors Lichtwark das Hamburg eine “freie und Abrissstadt” sei. Für Viele, auch für mich vollkommen überraschend, und , wie man hört für das Denkmalschutzamt viel zu schnell, hat die Hamburg Port Authority (HPA) auf der Peute ihr altbekanntes Gesicht gezeigt und mit dem Abriss des historischen Fabrik- und Lagerkomplexes der GEG, der “Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine” begonnen.

Dieser Gebäudekomplex ist sowohl aus architektonischer Sicht als auch wegen seiner Rolle für die Geschichte der Stadt Hamburg und der Arbeitergeschichte bedeutend. Das Denkmalschutzamt schreibt von „wuchtigen Pfeilerfassaden” und “kubischen Baukörpern mit monumentaler Wirkung“. Auf der Peute gibt es drei große Backsteingebäude aus der Schumacher-Ära mit zahlreichen Nebengebäuden. Zwei davon sind im Besitz der Stadt, das dritte wird von einer privaten Gesellschaft als Gewerbezentrum liebevoll gepflegt, und rentabel an zahlreiche Firmen vermietet.

Kurz nach Neujahr, zu einer Zeit wo sich noch nicht Alle von den Feiertagen erholt haben, und noch Mancher im Urlaub weilt, rückten die von der HPA ausgesandten Abrissbagger dem Flügelbau der “Chemischen Fabrik” zu Leibe und machten ihn dem Erdboden gleich.

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Nach 130 Jahren auf der Veddel: Unsere alte Dampferbrücke ist weg

Dampferbrücke am Kran

Dampferbrücke am Kran

Am Nordufer der Veddel dämmerte sie vor sich hin: Eine alte Zugangsbrücke zu einem längst abgebauten Anleger auf der Norderelbe. Mit dem Brückenbuch lässt sich ihr Alter nachweisen: Die Stahlkonstruktion wurde vor etwa 130 Jahren mit Nieten zusammengefügt. Jetzt wurde sie abtransportiert. Nach ihrer Restaurierung soll sie einem neuen Anleger im Magdeburger Hafen dienen.

Am Montag erschien die Firma Taucher-Knoth mit einem Schwimmkran vor Ort. Für die Aktion musste auf eine günstige Tiede gewartet werden, denn das Gerät passt nur bei Niedrigwasser unter der Freihafenbelbrücke hindurch. Mit insgesamt vier Leuten wurde die Arbeit angegangen. Der Stahlbogen wurde an vier Punkten aufgehängt und mit dem Kran relativ mühelos abgehoben. Die notwendigen Vorarbeiten waren schon Wochen zuvor erledigt worden. Die Vegetation hatte sich der Brücke bemächtigt, mindestes zwei Bäume waren gefällt worden.

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Die SPD Hamburg-Mitte setzt sich für die Soul-Kitchen-Halle ein

Soul-Kitchen-Halle (Quelle: Soulkitchenhalle.de)

Soul-Kitchen-Halle (Quelle: Soulkitchenhalle.de)

Die Soul-Kitchen-Halle in Wilhelmsburg hat sich durch ehrenamtliches Engagement zu einem nicht kommerziellen und außerordentlich kultigen Kulturtreffpunkt entwickelt. Benannt ist sie nach dem gleichnamigen Film von Fatih Akin, durch den sie auch bekannt geworden ist. Den Betreibern wurde zum Ende des Jahres gekündigt, weil die Finanzbehörde das Grundstück verkaufen möchte.  Jetzt setzt sich der Bezirk Hamburg-Mitte für einen längeren Erhalt ein.

Auf Initiative der SPD Bezirksfraktion Hamburg-Mitte hat sich der Hauptausschuss der Bezirksversammlung mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass die Halle erhalten bleiben möge. Die Kündigung soll zurückgenommen werden. Bislang existieren weder Pächter noch Käufer für das Gelände. Vor diesem Hintergrund erscheint es nicht nötig, die Halle jetzt anzureißen.

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Die Barkassenlinie Maritime Circle Line zur Veddel ist noch sicherer geworden

Die BallinStadt trifft auf der Veddel ein

Die BallinStadt trifft auf der Veddel ein

Die Maritime Circle Line (MCL) ist den Veddelern wohl bekannt, seit dem sie im Linienverkehr von der Veddel zu den Landungsbrücken und zurück fährt. Die knallrot gestrichenen Schiffe sind unverkennbar. Die Firma hat als erstes Hamburger Barkassenunternehmen die gesamte Flotte nach den neuen Sicherheitsbestimmungen umgerüstet – und dabei noch hauseigene Ideen umsetzen können. Die Schiffe erfüllen jetzt die neuen Sicherheitsrichtlinien, die bis 2012 von allen Betreibern umgesetzt werden müssen. Die Kosten der Umrüstung beliefen sich auf rund 80.000 Euro pro Boot – eine neue Barkasse kostet mindestens 800.000 Euro.

Für die meisten Barkassenbetriebe ist ein Ersatz durch Neubau keine Lösung. MCL-Reeder Gregor Mogi wollte seine historischen Barkassen – die älteste stammt von 1909 – auch weiter für den Personenverkehr nutzen. Deshalb wurde bei jedem Schiff der Bootskörper durch den Einbau von vier Schotten in fünf Bereiche unterteilt. Dringt nun durch ein Leck Wasser in eine Sektion, wird diese geschlossen und die anderen verhindern ein schnelles Untergehen des Bootes. “Und in der Zwischenzeit können die Gäste in Ruhe von Bord genommen werden”, erläutert Mogi.

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Kultur: Die Einsparverpflichtung für das Bürgerhaus ist zurückgenommen

Bürgerhaus Wilhelmsburg

Bürgerhaus Wilhelmsburg

Die vom GAL-CDU Senat vor einem Jahr beschlossenen Kürzungen der Zuwendungen für die Bürgerhäuser, und damit auch für das Bürgerhaus Wilhelmsburg sind zurückgenommen. Das wurde dem Ausschuss für Kultur der Bezirksversammlung heute mitgeteilt. Ursprünglich war geplant von 2011 bis 2014 64.100 Euro zu streichen. Dagegen hatte es erheblichen Protest gegeben.

In früheren Jahren arbeitete das Bürgerhaus defizitär, bis im Jahr 2006 Bettina Kiehn die Geschäftsführung übernahm. Der Diplom-Kauffrau war es gelungen zusätzliche Drittmittel zu akquirieren und so wieder ausgeglichene Zahlen zu präsentieren.

Im letzten Jahr jedoch wurde dem Bezirksamt von Senatsebene mitgeteilt, das die Zuschüsse der Stadt zu kürzen seien. Zwar hat sich der Kulturausschuss, der Regionalausschuß Wilhelmsburg-Veddel und die Bezirksversammlung gegen die Verringerung ausgesprochen, doch stieß dies beim schwarz-grünen Senat auf taube Ohren.

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Sound Around am goldenen Kalb – Eine Brücke kann ein Musikinstrument sein

Der brückenumzingelte Pfeiler inmitten des Reiherstieges

Der brückenumzingelte Pfeiler inmitten des Reiherstieges

Es war ein besonderer Ort, und es war eine besondere Performance mit besonderen Musikinstrumenten. Beim Gold und Eisen Konzert am Argentinienknoten im Hamburger Hafen gab es was auf die Ohren.

Bereits seit 2009 steht auf einem übrig gebliebenen Brückenpfeiler im Reiherstieg eine Installation von Elisabeth Richnow, das “Goldene Tier”. Es ist ein aus einer biblischen Geschichte abgeleitetes Symbol für die Anbetung  von Reichtum und Macht an diesem von Brücken umzingelten und vom Verkehr umtosten Ort.

Jetzt, zwei Jahre nach seiner Aufstellung wurde es durch das eigenartigste Musikspektakel in den Fokus gerückt, dem ich je beigewohnt habe. Angekündigt war ein “Klangexperiment mit Christian von Richthofen und als Gast Gabriel Coburger in einem wunderbaren akustischem Raum voller vielschichtiger Hafenklänge und Geräusche,  den der Hamburger Musiker bespielen will:  mit schwerstem Schuhwerk rhythmisch über die Holz- und Eisenplanken der Stege poltern, Fässer, Gitter und Geländer betrommelnd, dabei singend, schreiend.” Ganz sicher bin ich übrigens nicht, wie das Ereignis heißen soll. Mal stand dort “Sound around”, und mal “Gold und Eisen”.

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Kanada-Sonderausstellug in der BallinStadt

Kanada in der BallinStadt

Kanada in der BallinStadt

Die BallinStadt auf der Veddel hat eine neue Sonderausstellung: „Nach Kanada. Abschied und Ankunft – Cuxhaven und Halifax“ Gemeinsam mit dem Förderverein Hapag-Halle Cuxhaven e.V. und dem Canadian Museum of Immigration at Pier 21, Halifax, präsentiert das Auswanderermuseum BallinStadt vom 27. August bis 30. September 2011 die Biografien von Kanada Einwanderern in einer Sonderausstellung.

Am 26. August fand in dem Foyer des BallinStadt Auswanderermuseums im Rahmen eines großen Festaktes die offizielle Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Nach Kanada. Abschied und Ankunft- Halifax und Cuxhaven statt“.

Am Samstag den 27. August wurde die Ausstellung auch für den normalen Besucherverkehr geöffnet und wird noch bis zum 30. September in BallinStadt zu sehen sein, bevor sie dann über den großen Teich zum Pier 21 nach Halifax zieht.

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Quartierskünstler Veddel: Die SAGA-GWG schreibt das Atelier an der Katenweide wieder aus

Ehemalige Polizeikaserne Veddel

Atelier im Hof der alten Polizeikaserne zu vergeben!


Die SAGA GWG Stiftung Nachbarschaft lobt erneut das Stipendium »Quartierskünstler« für Bildende Künstler aus Hamburg und Umland aus. Das Stipendium dient der Förderung von Kunst und Kultur und der kulturellen Belebung des Hamburger Stadtteils Veddel.

Die Dauer des Stipendiums beträgt 24 Monate. Es beginnt am 01. November 2011 und umfasst während des Aufenthaltes im Hamburger Stadtteil Veddel einen Betrag in Höhe von 800 Euro monatlich als Zuschuss zum Lebensunterhalt. Die Bewerbungsfrist endet am 2. September 2011

Das Stipendium soll als Wohn- und Arbeitsstipendium ausgefüllt werden. Dies fördert SAGA GWG durch die kostenfreie Überlassung eines Wohnateliers und eines angegliederten Galerie- und Projektraumes auf der Veddel. Das Atelier befindet sich in der Katenweide im Hof der ehemaligen Polizeikaserne.

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Die BallinStadt als Arbeitsplatz: Chancen nicht nur für Veddeler

BallinStadt

Vor Kurzem war die BallinStadt wieder ins Gerede gekommen, doch die Aufregung war unbegründet. In der Bürgerschaft wollte sich ein Linksparteiabgeordneter mit diesem Thema ein paar Schlagzeilen in der Presse sichern, und hatte damit Erfolg. Doch das Objekt der Kritik war denkbar ungeeignet. Im Vergleich der Besucherzahlen der Museen in Hamburg steht das Auswanderermuseum vergleichsweise glänzen da. Wie die BallinStadt nun in einer Pressemitteilung berichtete, wird sie jetzt noch größer: Mit zwei neuen Auszubildenden in den Bereichen Fachkraft für Gastronomie und Veranstaltungskaufmann im dualen System bietet das Auswanderermuseum auf der Veddel jungen Menschen einen attraktiven Einstieg ins Berufsleben und leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Stadtteilentwicklung.

„Die Möglichkeit meine Ausbildung bei der BallinStadt zu absolvieren, ist eine große Chance für mich“, so Pajtim Shala, der seit einigen Tagen im museumseigenen Restaurant arbeitet. Der 20-Jährige stammt aus dem Kosovo und lebt nun auf der Veddel. „Für uns war und ist es wichtig, den Bezug zum Stadtteil Veddel, der ja sehr stark durch Migration geprägt ist, stetig auszubauen. Knapp die Hälfte unserer Beschäftigten stammt von der Veddel und wir sind fest mit dieser Region verankert“, erklärt Volker Reimers, der Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft BallinStadt.

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