Archiv nach Schlagworten: Universität

Keine Universität auf den Kleinen Grasbrook, keine U-Bahn auf die Elbinseln

Ergebnis des vom Bezirksamt Hamburg-Mitte organisierten Workshops zum Kleinen Grasbrook aus dem Jahr 2003

Das es keinen Komplettumzug der Universität auf den Kleinen Grasbrook geben wird, ist bereits recht lange klar. Jetzt ist auch der Plan vom Teilumzug endgültig vom Tisch. Das hat Bürgermeister von Beust gestern in der Bürgerschaft erklärt.

Lange Zeit hatte es so ausgesehen, als sollten einige Fakultäten auf dem Gelände des Überseezentrums untergebracht werden. Das Vorhaben sei „wünschenswert aber nicht notwendig,“ erklärte von Beust. Wie der Platzbedarf der Universität in Eimsbüttel erfüllt werden soll bleibt aber offen. Der Bezirksamtsleiter hätte einen Vorschlag angekündigt, aber bis zum angekündigten Termin nicht geliefert.

So ganz nebenbei kassierte von Beust auch Überlegungen eine Absage, die U4 über die Elbe nach Wilhelmsburg zu verlängern. „Eine Verlängerung der Strecke wird es mit mir kurz- oder mittelfristig nicht geben“ sagte der Bürgermeister. Im letzten Jahr hatte es in Kirchdorf noch Irritationen gegeben, weil Vorschläge bekannt geworden waren, die U-Bahn ebenerdig durch die Siedlungen zu führen. Auf die Buslinie „Wilde 13“ wird man im Reiherstieg und Kirchdorf noch lange angewiesen sein.

Was aus der Fläche des Überseezentrums jetzt wird ist unklar. Hier sollte ursprünglich einmal das Olympiastadion entstehen. Bekannt ist, dass bereits Mieter gekündigt worden sind. Der Bezirk hat für den Kleinen Grasbrook schon im Jahr 2003 Wohnbebauung vorgeschlagen, zum gleichen Ergebnis kam das Senatskonzept vom „Sprung über die Elbe.“

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Warum Hamburgs Universität an den Hafen gehört

Uni auf dem Veddelhöft (Quelle: BWF / GMP Architekten)

Uni auf dem Veddelhöft (Quelle: BWF / GMP Architekten)

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat sich für eine Verlagerung von Teilen der Universität auf den Kleinen Grasbrook ausgesprochen. Nach unser Ansicht gibt es genügend Raum um die Universität in Lehre und Forschung ein gutes Stück voran zu bringen, aber auch die Städtebaulichen Perspektiven sind für die benachbarten Stadtteile Wilhelmsburg und Veddel beachtlich. Auch führende Köpfe der Hamburger Wirtschaft haben sich für eine Teilverlagerung offen gezeigt.

Heute nun beschäftigt sich der Leitartikel des Hamburger Abendblattes mit der Universität Hamburg, und der möglichen Umzug auf den Kleinen Grasbrook. Matthias Iken geißelt Strukturkonservatismus und Kleinmut. Sein Artikel ist ein Beitrag zur Diskussion, der sich zu lesen lohnt, und deshalb zitiere ich ihn hier umfangreich:

Oft hilft der Blick zurück, um den Horizont zu weiten. Es dauerte Jahrhunderte, bevor Hamburg 1919 endlich seine Universität bekam. Bis zuletzt hatten Senat und Bürgerschaft,vor allem aber die Handelskammer eine Gründung verhindert. Studieren könne man schließlich auch in Göttingen,argumentierten damals die Kaufleute. Inzwischen drängt sich der Eindruck auf: So viel hat sich nicht verändert.

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Die Bezirksversammlung tagt im Rathaus Wilhelmsburg

Sitzung in Wilhelmsburg

Sitzung in Wilhelmsburg

Die Bezirksversammlung tagt normalerweise im ihrem Sitzungssaal im Bezirksamt am Klosterwall. Heute aber gab es zwei Besonderheiten. Die Sitzung findet im Ratssaal des Bürgerhauses Wilhelmsburg statt, und es gibt eine Referentin: Die Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach.

Thema ihres Vortrages war die Zukunft der Universität Hamburg und die mögliche Verlagerung auf den Kleinen Grasbrook. Die Senatorin trug die vier möglichen Szenarien dazu vor.

Danach antworteten die Fraktionsvorsitzenden der Parteien. Die SPD und die GAL als auch die CDU lobten die Senatorin für ihre Initiative und präferierten klar die Verlagerung auf den zentral gelegenen Standort Kleiner Grasbrook.

Nur die Linkspartei sprach sich mit den Argument die neue Universität werde eine “Lernmaschine” sein gegen die Verlagerung aus, blieb aber die Erklärung schuldig, warum eine solche Entwicklung in einer neu gebauten Universität in Eimsbüttel nicht eintreten würde.

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Die Online-Diskussion zur Zukunft der Universität Hamburg hat begonnen

Screenshot der Webseite

Screenshot der Webseite

Heute ist die Webseite www.zukunft-uni.hamburg.de freigeschaltet worden. In den nächsten vierzehn Tagen haben Bürger die Möglichkeit das Für und Wider eines Umzuges oder Teilumzuges der Universität Hamburg auf den Kleinen Grasbrook zu diskutieren.

Im Auftrag der Behörde für Wissenschaft und Forschung hat die TuTech Innovation GmbH das Forum realisiert, und betreibt es zwei Wochen lang. Die Webseite hat das Ziel, die zukünftige Entwicklung der Hamburger Universität zu diskutieren und den politischen Verantwortlichen dabei zu helfen, eine Entscheidung zu treffen.

Allein schon weil in Eimsbüttel viel mehr Menschen wohnen, aber auch aus anderen Gründen heraus steht zu erwarten, das sich vor allem die Gegner eines Umzuges oder Teilumzuges der Universität in diesem Forum tummeln werden.

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Umzug der Universität: Senatorin Gundelach legt Vorschläge vor

Die Zukunft? (Quelle: gmp)

Die Zukunft? (Quelle: gmp)

Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach hat gestern die Vorschläge vorgelegt, wie ein Umzug oder Teilumzug der Universität Hamburg auf den Kleinen Grasbrook aussehen kann.
Jetzt soll zu den Vorschlägen im Internet diskutiert werden.

Ein dreiwöchiges Bürgerforum im Internet soll am 6. April 2009 unter www.zukunft-uni.hamburg.de gestartet werden.

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat sich dafür ausgesprochen, das Veddelhöft und den Kleinen Grasbrook als Universitätsstandort zu entwickeln, und der Bezirksverwaltung in Hamburg-Mitte aufgegeben das Projekt mit seinen Möglichkeiten zu fördern. Immerhin ähnelt es einem Vorschlag des Bezirkes aus dem Jahr 2002. Wir sehen darin eine große Chance für die Veddel und Wilhelmsburg aus ihrer alten Isolierung befreit zu werden.

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Was ist eigentlich mit dem Studenten-Programm auf der Veddel?

Universität Hamburg Fotograf: Björn Ognibeni

Universität Hamburg Fotograf: Björn Ognibeni

In den vergangenen Jahren gab es ein Programm zur Ansiedlung von Studierenden auf der Veddel. Im Koalitionsvertrag haben die CDU und die GAL eine Fortsetzung vereinbart. Doch bis heute gibt es dazu keine verlässliche Information, wie dieser Willen konkret umgesetzt werden soll.

Mit dem Programm werden die Wohnungsmieten von der Kreditanstalt für Wiederaufbau auf das Niveau von Studentenheimen gedrückt. Derzeit sind die Mittel ausgeschöpft, Neuverträge werden nicht mehr abgeschlossen.

Bisher ist von Seiten des Senates keine Initiative erkennbar, die auf die Fortführung des Studierenden-Programms auf der Veddel zielt.

Um Genaueres zu erfahren, haben wir in der Bezirksversammlung einmal nachgefragt:

  1. Trifft es zu, das der Senat in dieser Wahlperiode noch keine Initiativen zur Verlängerung des Studierenden-Programms auf der Veddel ergriffen hat?
  2. Besteht die Absicht das Studierenden-Programm auf der Veddel zu verlängern fort?
  3. Wenn die Absicht fortbesteht: Sollen die Bedingungen des Studierenden-Programms verändert werden?
  4. Wenn die Absicht fortbesteht: Wann ist mit einer Initiative des Senates in dieser Angelegenheit zu rechnen?

Ich rechne in den nächsten Wochen mit einer Antwort. Falls es etwas neues gibt, wird es hier zu lesen sein.

Der Senat will im Frühjahr über die Universität auf dem Kleinen Grasbrook entscheiden

Kommt die Universität auf den Kleinen Grasbrook?

Kommt die Universität auf den Kleinen Grasbrook?

Die Diskussion, ob die Universität Hamburg auf den Kleinen Grasbrook verlegt werden soll kam überraschend. Die Entscheidung soll im Frühjahr 2009 fallen.

Um es klar zu sagen: Für die Elbinseln und die Stadtentwicklung wäre der Umzug der Uni ein großer Gewinn. Auch die Universität könnte durch das zusätzliche Platzangebot erheblich profitieren. Die Universitätspräsidentin hat sich entsprechend klar geäußert.

Von Unwissenheit zeugt die Diskussion allerdings immer dann wenn es heißt die Uni solle “auf eine Wiese” gebaut werden, der Kleine Grasbrook sei nicht Citynah, oder die Uni solle in die Hafencity.

Wir werden uns in der Bezirksversammlung sicher mit dem Thema zu beschäftigen haben, und es ist klar das wir als Veddeler den Umzug befürworten. Das der Umzug allerdings tatsächlich stattfinden kann ist sehr ungewiss. Denn bis zur Realisierung muss nicht nur die Entscheidung in diese Richtung gefällt werden, es sind dann auch erhebliche Anstrengungen zur Planung und Finanzierung des Projektes nötig.

Es wird auch eine Rolle spielen, das es in den Behörden der Hansestadt seit Jahren einen Streit zwischen den Befürwortern einer weiteren Hafennutzung des Kleinen Grasbrook und den Verfechtern einer Stadtentwicklung gibt.

Die Behörde für Wissenschaft und Forschung hat jetzt zum weiteren Verfahren in einer Pressemitteilung geäussert: Weiterlesen »

Links vom 27.07.2008

Links vom 24.07.2008

Uni statt Überseezentrum?

Kommt die Universität auf den Kleinen Grasbrook?Der Senat plant, die Universität Hamburg in den Hafen zu verlegen. So verkündet es heute die Überschrift eines Artikels des Hamburger Abendblattes. Doch im Artikel wird die Sensation schnell relativiert.

Auch die “Taz” und die “Welt” berichten heute über die Pläne, formulieren ihre Artikel aber weniger reißerisch.

Hintergrund der Idee ist der schlechte Zustand der Universitätsgebäude und die Notwendigkeit, diese umfassend zu sanieren. Damit der Lehrbetrieb nicht jahrelang auf einer Baustelle stattfinden muss, und weil der Platz in Eimsbüttel für Erweiterungen nicht ausreicht wird über einen kompletten Neubau nachgedacht.

Allerdings ist diese Idee nur eine von mehreren Möglichkeiten, die in einer behördlichen Arbeitsgruppe geprüft werden sollen. Alternativen sind die Sanierung der bestehenden Gebäude, der teilweise Abriss und Neubau vor Ort und der teilweise Abriss mit einem Teilumzug.

Einige Gebäude der Universität, wie der Philosophen-Turm und das Hauptgebäude stehen unter Denkmalschutz, einige gehören, wie der schreckliche WiWi-Bunker einfach abgerissen, und vom Geomatikum fallen ab und zu Betonbrocken aus der Fassade. Weiterlesen »