Um die Sicherheit der vertraglichsärztlichen Versorgung sicherzustellen, soll es laut der Webseite der Kassenärztlichen Vereinigung (KVH) in Hamburg für je 1.585 Einwohner einen Hausarzt geben. Für die 5.000 Bewohner auf der Veddel gab es bisher zwei Hausärzte, nach der obigen Berechnung also bereits einen zu wenig. Nun wird eine Praxis geschlossen, weil es trotz langwieriger Suche keinen Nachfolger gibt. Für die Bewohner der Veddel ist das eine schwierige Situation, doch die KVH kümmert es nicht. Es kommt sogar noch besser: In der auf der Webseite der KVH angebotenen Arztsuche kann man nach Stadtteilen sortieren. Dort kommt die Veddel aber nicht vor.
Das Problem kann sich durchaus noch verschärfen, denn die letzte Hausärztin ist, so hört man jedenfalls, absolut überlastet. Und das könnte dazu führen, das diese unserer Elbinsel auch noch den Rücken kehrt.
Nun bringt es die Bewohnerstruktur von Arbeiterstadtteilen mit sich, das es kaum Privatpatienten gibt. Aus diesem Grund müssen die Mediziner sich bei der Bezahlung ihrer Arbeit fast ausschließlich auf die Krankernkassen verlassen. Und so ein Arzt ist ja nicht allein, er muss von dem Geld das er abrechnen kann noch jede Menge Kosten, die Arzthelferinnen, Praxismiete, Steuern und nicht zuletzt auch seine eigene Krankenversicherung bezahlen können. Die Folge: Eine Praxis auf der Veddel lohnt sich finanziell kaum.









