Posts Tagged “Zukunft”

Ergebnis des vom Bezirksamt Hamburg-Mitte organisierten Workshops zum Kleinen Grasbrook aus dem Jahr 2003

Das es keinen Komplettumzug der Universität auf den Kleinen Grasbrook geben wird, ist bereits recht lange klar. Jetzt ist auch der Plan vom Teilumzug endgültig vom Tisch. Das hat Bürgermeister von Beust gestern in der Bürgerschaft erklärt.

Lange Zeit hatte es so ausgesehen, als sollten einige Fakultäten auf dem Gelände des Überseezentrums untergebracht werden. Das Vorhaben sei „wünschenswert aber nicht notwendig,“ erklärte von Beust. Wie der Platzbedarf der Universität in Eimsbüttel erfüllt werden soll bleibt aber offen. Der Bezirksamtsleiter hätte einen Vorschlag angekündigt, aber bis zum angekündigten Termin nicht geliefert.

So ganz nebenbei kassierte von Beust auch Überlegungen eine Absage, die U4 über die Elbe nach Wilhelmsburg zu verlängern. „Eine Verlängerung der Strecke wird es mit mir kurz- oder mittelfristig nicht geben“ sagte der Bürgermeister. Im letzten Jahr hatte es in Kirchdorf noch Irritationen gegeben, weil Vorschläge bekannt geworden waren, die U-Bahn ebenerdig durch die Siedlungen zu führen. Auf die Buslinie „Wilde 13“ wird man im Reiherstieg und Kirchdorf noch lange angewiesen sein.

Was aus der Fläche des Überseezentrums jetzt wird ist unklar. Hier sollte ursprünglich einmal das Olympiastadion entstehen. Bekannt ist, dass bereits Mieter gekündigt worden sind. Der Bezirk hat für den Kleinen Grasbrook schon im Jahr 2003 Wohnbebauung vorgeschlagen, zum gleichen Ergebnis kam das Senatskonzept vom „Sprung über die Elbe.“

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Bürgerhaus Wilhelmsburg

Bürgerhaus Wilhelmsburg

Unter dem Motto „mitdenken – mitreden – mitgestalten“ laden die internationale gartenschau hamburg (igs 2013) und die Internationale Bauausstellung Hamburg (IBA) am 26. Mai 2010, um 18 Uhr, wieder zum Bürgerdialog in das Bürgerhaus Wilhelmsburg in der Mengestraße ein. In vier Werkstattgesprächen geht es um Fragen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger zu den Themen:

  • Park und Natur – Natur-, Kultur- und Parklandschaften auf der igs 2013
  • Kreatives Quartier – Aktueller Stand und wie geht es weiter
  • Baumaßnahmen in Wilhelmsburg Mitte
  • ZusammenWachsen – Zusammenarbeit zwischen der igs 2013 und Akteuren der Elbinseln

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Uni auf dem Veddelhöft (Quelle: BWF / GMP Architekten)

Uni auf dem Veddelhöft (Quelle: BWF / GMP Architekten)

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat sich für eine Verlagerung von Teilen der Universität auf den Kleinen Grasbrook ausgesprochen. Nach unser Ansicht gibt es genügend Raum um die Universität in Lehre und Forschung ein gutes Stück voran zu bringen, aber auch die Städtebaulichen Perspektiven sind für die benachbarten Stadtteile Wilhelmsburg und Veddel beachtlich. Auch führende Köpfe der Hamburger Wirtschaft haben sich für eine Teilverlagerung offen gezeigt.

Heute nun beschäftigt sich der Leitartikel des Hamburger Abendblattes mit der Universität Hamburg, und der möglichen Umzug auf den Kleinen Grasbrook. Matthias Iken geißelt Strukturkonservatismus und Kleinmut. Sein Artikel ist ein Beitrag zur Diskussion, der sich zu lesen lohnt, und deshalb zitiere ich ihn hier umfangreich:

Oft hilft der Blick zurück, um den Horizont zu weiten. Es dauerte Jahrhunderte, bevor Hamburg 1919 endlich seine Universität bekam. Bis zuletzt hatten Senat und Bürgerschaft,vor allem aber die Handelskammer eine Gründung verhindert. Studieren könne man schließlich auch in Göttingen,argumentierten damals die Kaufleute. Inzwischen drängt sich der Eindruck auf: So viel hat sich nicht verändert.

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Bezirksamt

Erst hüh, dann hott. So lässt sich die Haltung des Senates zum Umzug des Bezirksamtes Hamburg-Mitte beschreiben. Zuerst sollte das Bezirksamt in die Hafencity ziehen. Doch jetzt gibt es eine Rolle rückwärts: Die Wirtschaftsbehörde will plötzlich in die Hafencity, der Bezirk soll in das ungeeignete Gebäude der Wirtschaftsbehörde umziehen. Der Hintergrund: Ein Versprechen des Senates teuren Büroraum in der Hafencity zu mieten, wenn der Investor keinen anderen Kunden findet.

Der Plan das Bezirksamt in die Hafencity zu verlegen setzte eine Reihe von Diskussionen in Gang. Die schwerwiegendste dabei: Statt 8 Euro pro Quadratmeter an die stadteigene Sprikenhof AG zu zahlen, müsste das Bezirksamt 15 Euro pro Quadratmeter an einen privaten Investor berappen. Das wären dann schlappe drei Millionen Euro Mietkostensteigerung pro Jahr. Die Stadt muss schon ein großes objektives Interesse an der Bebauung des fraglichen Grundstückes in der Hafencity haben, damit ein solches Geschäft überhaupt vertretbar ist. Wie dieses Interesse ausgesehen hat, wurde mir jedenfalls bis heute nicht erklärt.

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Impression einer Hochbrücke über die Süderelbe bei Moorburg (Illustration: DEGES)

Impression einer Hochbrücke über die Süderelbe bei Moorburg (Illustration: DEGES)

Gestern hat der Senat trotz aller Widerstände und Probleme beschlossen, die neue Linienbestimmung für die sogenannte Hafenquerspange durch den dicht bewohnten Süden Wilhelmsburgs bei der Bundesregierung zu beantragen. Auf dieser Grundlage sollen die weiteren Entwurfs- und Genehmigungsplanungen vorangetrieben werden. Die neue Linie soll westlich von Moorburg an die geplante A26 anschließen und endet im Osten im Bereich der Anschlussstelle Stillhorn an der A1. Diese Linienbestimmung soll die 2005 beim Bund beantragte Nordtrasse unter den Spreehafen hindurch ersetzen.

Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (GAL) setzt sich damit konsequent über die Diskussionen des sogenannten “kooperativen Beteiligungsverfahrens” des letzten Jahres hinweg. Kein einziger der vorgebrachten Einwände gegen die Südtrasse wurde berücksichtigt. Nicht einmal die negativen Stellungnahmen der Internationalen Bausstellung (IBA) und der Internationalen Gartenschau (igs) fanden Berücksichtigung.

Keine Spur gibt es von dem versprochenen Verkehrskonzept für den Hamburger Süden. Gerade mit Hilfe dieses Konzeptes hätte man entscheiden können, wo Schnellstraßen notwendig, und wo sie eben nicht notwendig sind. Deshalb hätte dieses Konzept unbedingt vor das Linienbestimmungsverfahren gehört. Wenn die Autobahnen in dem Konzept sowieso gesetzt sind, ist die Erarbeitung desselben am Ende nur noch weiße Salbe, oder Geldverschwendung, je nachdem welchen Standpunkt man einnimmt.

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Bunthäuser Spitze - Quelle: BSU

Bunthäuser Spitze - Quelle: BSU

Nach den Aufregungen um die Baumfällungen der igs ist diese Nachricht beinahe untergegangen: Die Auenlandschaft Norderelbe, die auch Teile des Wilhelmsburger Osten umfasst, ist unter Naturschutz gestellt worden.

Es ist das 31. Naturschutzgebiet in Hamburg. Bislang bewahren elf NSG die Besonderheit und Vielseitigkeit der Hamburger Elbe. Damit sind nun weite Teile der Tide-Flächen im Norderelbe-Bereich mit wertvollen Röhrichten, Auwäldern und seltenen Tieren unter Schutz gestellt.

Die „Auenlandschaft Norderelbe“ erstreckt sich von der Brücke der Autobahn A1 im Norden bis zur Bunthausspitze im Süden. Mit einer Größe von 222 Hektar zählt es zu einem der größeren Naturschutzgebiete in Hamburg. Die Teilflächen im Einzelnen sind: Das Vorland rund um die Bunthäuser Spitze, die Wasserfläche der Norderelbe, die Filterbecken auf der südlichen Billwerder Insel, die Spadenländer Spitze sowie Kreetsand als Pilotprojekt der Hamburg Port Authority (HPA) zur Senkung des Tidehubes.

Durch die Kraft der Gezeiten und den Tidehub von bis zu 3,5 Meter ist das Vorland einem ständigen Wandel ausgesetzt. Die Folge: hier können nur anpassungsfähige Fier- und Pflanzenarten dauerhaft leben. So hat sich hier z.B. der weltweit nur im Hamburger Tide-Bereich vorkommende Schierlings-Wasserfenchel etabliert. Von dieser besonders geschützten Art gibt es nur noch ca. 2.000 Pflanzen.

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Für den schiffbaren Kanal zum Rathaus wurde eine Schneise durch den Baumbestand geschlagen

Für den schiffbaren Kanal zum Rathaus wurde eine Schneise durch den Baumbestand geschlagen

Nachdem die Internationale Gartenschau (igs) wegen der Pläne zahlreiche Bäume zu fällen unter heftige Kritik geraten ist, geht sie jetzt mit ihrer eigenen Darstellung an die  Öffentlichkeit. Anlässlich einer Pressekonferenz im Bürgerhaus veröffentlichte sie zu den Arbeiten eine Erklätung, die ich hier wiedergebe. Dabei kann kaum überraschen, das die igs die Baumfällungen für die nun beginnenden, großflächigen Arbeiten auf dem Gartenschaugelände für erforderlich hält:

Der Umbau des Wasserwerks zu einem attraktiven Gartenlokal mit Terrassen zu den Rathauswettern, der Bau einer der modernsten Kletterhallen Norddeutschlands oder der Ausbau eines Kanukanals im Parkgelände sind nur einige der Bausteine für den Park der Zukunft, der in Wilhelmsburg entstehen soll. Um diese Projekte umzusetzen, hat die internationale gartenschau hamburg (igs 2013) beim Bezirksamt Hamburg-Mitte die dafür erforderliche Fällung von Bäumen auf dem Gartenschaugelände für die jetzige Fällsaison beantragt. Dies hat in der Öffentlichkeit Irritationen ausgelöst. Hierzu Heiner Baumgarten, Geschäftsführer der igs 2013:

„Wir legen viel Wert darauf, die Planungen zur Gartenschau optimal an den bestehenden Baumbestand anzupassen. Die Entwürfe wurden mehrfach geändert, um Bäume erhalten zu können. So haben wir die geplante Wegeführung entlang der Gewässer Kükenbrack und Mahlbusen verändert, um den Baumbestand zu schützen und die Störungen an den Gewässerrändern möglichst gering zu halten. Dennoch werden für die Parkgestaltung, insbesondere für die späteren Spiel-, Sport- und Freizeitnutzungen eines modernen Parks, freie Flächen benötigt, um unser Ziel zu erreichen: einen Park für alle Kulturen und Generationen mit Vorbildcharakter für andere große Metropolen“.

Insgesamt stehen auf dem rund 100 Hektar großen Gartenschaugelände hochgerechnet 20.000 Bäume, die sich aus den rund 6.000 erfassten Einzelbäumen mit einem Stammdurchmesser größer als 25 Zentimeter, kleineren Bäumen und den waldartigen Beständen zusammensetzen. Die Landschaftsbauarbeiten werden 2010 auf dem gesamten Gartenschaugelände große Fortschritte machen. Es werden unter anderem Leitungen verlegt, Wege gebaut, Gewässer entschlammt und mit dem Bau der Kletterhalle begonnen. Beispielsweise für den Bau des neuen Schwimmbads und der Kletterhalle, für den Wegebau oder die Grabenunterhaltung müssen Bäume weichen.

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Hamburg fuer alle!

Die SPD Bürgerschaftsfraktion lädt alle Interessierten zur Diskussion und zu Workshops zur Zukunft der Stadtentwicklung ein.

Die Diskussion, die sich in Hamburg an der Besetzung des Gängeviertels und der Initative “Not in our name”  um die Marke Hamburg entzündet hat, wird auf dieser Veranstaltung aufgenommen und weiter debattiert werden.  Dabei soll der Diskurs offen und mit Beteiligung möglichst vieler Menschen auch ohne Parteibuch geführt werden.

In der Aula der Rudolf-Roß-Gesamtschule, Neustädter Straße 60, Hamburg-Neustadt diskutieren unter Anderen:

  • Klaus Illigmann, Leiter Stadtentwicklungsplanung Stadt München
  • Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Universität Hamburg
  • Julian Petrin, Nexthamburg
  • Hans Joachim Rösner, Steg Hamburg
  • Christoph Twickel, “Not in our Name”

Die vom Stadtentwicklungsexperten Andy Grote moderierte Veranstaltung beginnt am Freitag, den 26. Februar um 15:00 Uhr
Anmeldung werden erbeten an: info@spd-fraktion.hamburg.de

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Impression einer Hochbrücke über die Süderelbe bei Moorburg (Illustration: DEGES)

Impression einer Hochbrücke über die Süderelbe bei Moorburg (Illustration: DEGES)

So führt man die Beteiligung der Bezirkspolitik ad absurdum. Weniger als ein Tag wurde den Bezirksversammlungen Harburg und Hamburg-Mitte eingeräumt, eine Stellungnahme zu einer Senatsdrucksache zum wichtigen Linienbestimmungsverfahren der Hafenquerspange zu formulieren und abzugeben. Die Mitglieder der Bezirksversammlungen arbeiten nicht hauptberuflich in der Politik. Drucksachen müssen meist nach Feierabend bearbeitet werden, man muss sich beraten. Schließlich tagt der zuständige Hauptausschuss ein mal monatlich.
Das ist natürlich auch in der mit dieser Angelegenheit befassten Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt bekannt. Der Vorgang kann daher als absichtliches Überfahren der Bezirkspolitik gesehen werden.

Offensichtlich will man die Entscheidung eine neue Autobahn durch Wilhelmsburg zu bauen möglichst rasch durchpauken. Die regelmäßigen Proteste des letzten Jahres gegen die Verkehrsplanungen zerren sichtlich an den Nerven der Verantwortlichen.

Der Senat verspricht sich die sogenannte Hafenquerspange, eine ausgewachsene Autobahn, im Süden Wilhelmsburgs billiger bauen zu können als parallel zur Köhlbrandbrücke. Dafür wäre eine neue Hochbrücke über die Süderelbe erforderlich. Allerdings hat eine solche Trassenführung auch gewaltige Nachteile:

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Aussengelände des Hafenmuseums

Aussengelände des Hafenmuseums

In der 50er Schuppenstrecke auf dem Kleinen Grasbrook soll das Hafenmuseum erheblich ausgebaut werden. Es ist nicht nur daran gedacht die jetzige Ausstellungsfläche erheblich auszuweiten, es soll sogar noch ein zweiter Schuppen hinzu kommen.

Wie das Museum aussehen soll wird in einem Masterplan festgelegt. Mit dessen Erstellung wurde jetzt das Studio Andreas Heller Architects & Designers beauftragt. Die Wahl wurde von der Lenkungsgruppe Hafenmuseum getroffen, die sich aus Vertretern der Stiftung Historische Museen Hamburg, der Stiftung Hamburg Maritim, des Beirats Hafenmuseum und der Behörde für Kultur, Sport und Medien zusammen setzt.

„Hafen, Handel, Schiffbau und Seefahrt sind die Themen, die mit Hamburg verbunden werden und mit denen sich unsere Stadt gegenüber Besuchern aus aller Welt ideal präsentieren kann. Mit dem Ausbau des Hafenmuseums können wir dieses Potential noch stärker ausschöpfen und der Geschichte des Hafens einen festen Platz in der Hamburger Museumslandschaft geben.“ kommentiert die Kultursenatorin v. Welck den Ausbau.

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